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Ausdauer bis tief in die Nacht: Die Premiere der „Letzten Runde Föhr“ machte Nieblum erstmals zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Backyard-Laufs.
Eine Runde laufen, kurz durchatmen – und dann wieder von vorne. Was zunächst noch ganz entspannt klingt, entwickelte sich am vergangenen Wochenende in Nieblum zu einem echten Ausdauer-Krimi. Mit der Premiere der „Letzten Runde Föhr“ fand erstmals ein sogenannter Backyard-Lauf auf der Insel statt. Das Besondere: Gestartet wird immer zur vollen Stunde auf eine 6,7 Kilometer lange Runde. Wer rechtzeitig zurück ist, darf sich ausruhen – wer zur nächsten vollen Stunde nicht wieder an der Startlinie steht, scheidet aus. Gelaufen wird so lange, bis am Ende nur noch ein Teilnehmer übrig bleibt. Unsere Redaktion war vor Ort.
Hinter der Veranstaltung steckt Marten Ketels, der selbst leidenschaftlicher Läufer ist. Weil es auf dem Festland kaum freie Startplätze für solche Backyard-Läufe gab, entstand die Idee kurzerhand, das Format einfach nach Föhr zu holen. Gemeinsam mit seiner Frau Kristin und vielen Helferinnen und Helfern wurde die Premiere organisiert.
Kristin Ketels erklärte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass jeder Teilnehmer selbst entscheiden könne, wie schnell er die 6,7 Kilometer absolviert. Wer früher ins Ziel kommt, hat mehr Zeit zum Essen, Trinken oder Ausruhen, bevor zur nächsten vollen Stunde wieder gestartet wird. Genau darin liege der besondere Reiz dieses außergewöhnlichen Wettkampfs.
Angemeldet hatten sich ursprünglich 60 Läuferinnen und Läufer, letztlich gingen 29 an den Start. Darunter waren sowohl zahlreiche Insulaner als auch Teilnehmer vom Festland. Wer bei einem Backyard-Lauf erfolgreich sein möchte, braucht allerdings nicht nur Ausdauer, sondern auch die richtige Versorgung. Viele Athletinnen und Athleten hatten ihre eigenen Betreuer und Verpflegung mitgebracht. Auch die Organisatoren konnten sich auf starke Unterstützung verlassen. Zahlreiche Familienmitglieder und Freunde halfen bei der Durchführung. Für die Verpflegung sorgte Edeka Nissen aus Utersum, während das Upstalsboom Wyk einen besonderen Siegerpreis zur Verfügung stellte: Eine Übernachtung im Doppelzimmer mit Meerblick.
Während tagsüber noch niemand abschätzen konnte, wie lange der Wettbewerb tatsächlich dauern würde, war schnell klar: Dieser Lauf würde kein gewöhnlicher Volkslauf werden. Runde um Runde kämpften sich die verbliebenen Teilnehmer weiter über die Strecke. Erst kurz vor Mitternacht fiel schließlich die Entscheidung. Der Föhrer Marten Ketels hielt bis zum Schluss durch und belegte bei seiner eigenen Veranstaltung einen starken zweiten Platz. Den Sieg sicherte sich schließlich Sören Thoroe, der als letzter verbliebener Läufer die „Letzte Runde Föhr“ für sich entschied und sich damit den besonderen Siegerpreis sichern konnte.
Schon bei der ersten Austragung zeigte sich, wie groß das Interesse an diesem besonderen Laufformat ist. Die entspannte Atmosphäre, das perfekte Laufwetter und die große Unterstützung vieler Helfer sorgten dafür, dass die Premiere der „Letzten Runde Föhr“ ein voller Erfolg wurde. Ob der Backyard-Lauf künftig regelmäßig auf Föhr stattfinden wird, bleibt zwar noch abzuwarten. Nach dieser gelungenen Premiere dürfte es aber viele Läufer geben, die sich schon jetzt auf eine zweite Auflage freuen würden.
Fotos: Stefan Gaul u. Privat
Geschrieben von: admin
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