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Ein ungewöhnlicher Fund am Strand von Goting auf Föhr hat am Montagvormittag einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Kampfmittelräumdienst ausgelöst. Dort wurde eine alte Flakgranate entdeckt, die sich nach genauer Untersuchung als noch scharf und gefährlich herausstellte.
Bereits am Samstag war der verdächtige Gegenstand im Bereich der Surfschule am Strand von Goting gefunden worden. Zunächst war unklar, worum es sich dabei überhaupt handelte. Nachdem die Polizei informiert wurde, erfolgte gemeinsam mit dem Kampfmittelräumdienst eine erste Begutachtung des Fundstücks.
Schnell stellte sich heraus: Es handelte sich tatsächlich um eine Flakgranate, die weiterhin gefährlich war. Eine Entsorgung auf dem Festland war laut Gemeindewehrführer Kai Nissen allerdings keine Option. Solche Kampfmittel dürfen aus Sicherheitsgründen nicht einfach per Schiff transportiert werden.
Für die Feuerwehr Nieblum-Goting bedeutete der Fund am Montag einen Einsatz zur Absicherung des Strandbereichs. Gemeinsam mit der Polizei wurde der Bereich rund um den Fundort weiträumig abgesperrt, damit der Kampfmittelräumdienst die Granate kontrolliert sprengen konnte.
Vor Ort im Einsatz waren neben der Feuerwehr auch Polizeikräfte, zwei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes sowie vorsorglich der Rettungsdienst. Die kontrollierte Sprengung verlief ohne Zwischenfälle. Bereits nach rund einer Stunde war der Einsatz erfolgreich beendet.
Nach Angaben der Einsatzkräfte bestand zu keinem Zeitpunkt eine akute Gefahr für Strandbesucher oder Anwohner. Verletzt wurde niemand. Die Flakgranate in Goting sei ein Einzelfall gewesen.
Dennoch nutzen Feuerwehr und Polizei den Vorfall für einen wichtigen Appell: Wer am Strand oder an anderen Orten verdächtige metallische Gegenstände entdeckt, sollte diese keinesfalls anfassen, bewegen oder mitnehmen.
Auch mehr als 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg können an Nordsee-Stränden noch alte Kampfmittel oder Munitionsreste auftauchen. Diese können weiterhin gefährlich sein, da sich oft noch Sprengstoffreste im Inneren befinden.
Gemeindewehrführer Kai Nissen appelliert deshalb an alle Finder, in solchen Fällen umgehend die Polizei zu verständigen. Nur Experten können einschätzen, ob Gefahr besteht und welche Maßnahmen notwendig sind. Der Vorfall in Goting zeigt erneut: Vorsicht und besonnenes Handeln können im Ernstfall entscheidend sein.
Geschrieben von: admin
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