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Stundenlanger Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Nieblum-Goting: Ein komplett überfluteter Keller eines Ferienhauses musste am Sonntag leergepumpt werden.
Eigentlich sollten am Sonntagmittag neue Urlaubsgäste in das Ferienhaus im Möhlenstieg in Nieblum einziehen. Doch daraus wurde nichts. Statt eines letzten Kontrollgangs vor der Anreise erwartete die Mitarbeiter der Ferienhausvermietung eine böse Überraschung: Der Keller des Hauses stand nahezu komplett unter Wasser. Die Freiwillige Feuerwehr Nieblum-Goting rückte mit einem größeren Aufgebot an und kämpfte stundenlang gegen die Wassermassen. Unsere Redaktion war vor Ort.
Als Wehrführer Kai Nissen am Sonntagvormittag angesprochen wurde, ahnte er zunächst noch nicht, welches Ausmaß der Einsatz annehmen würde. Ein Mitarbeiter der Weber – Ferien auf Föhr-Vermietung informierte ihn über Wasser im Keller eines Ferienhauses. Gemeinsam mit mehreren Kameraden machte sich Nissen sofort auf den Weg.
Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein außergewöhnliches Bild. Der Keller war nahezu vollständig mit Wasser gefüllt – bis knapp unter die Decke. Nach ersten Schätzungen befanden sich rund 250 Kubikmeter Wasser, also etwa 250.000 Liter, im Gebäude.
Da sich keine Menschen im Gebäude befanden und keine akute Gefahr bestand, konnten die Einsatzkräfte die Bergung in Ruhe vorbereiten. Zunächst kamen mehrere Tauchpumpen der Feuerwehr zum Einsatz. Gleichzeitig wurde zusätzliche Unterstützung organisiert, um die enorme Wassermenge möglichst schnell aus dem Gebäude zu bekommen. Eine besondere Herausforderung bestand darin, das Wasser nicht einfach in die Kanalisation oder Oberflächenentwässerung einzuleiten. Die großen Mengen hätten das System überlastet. Deshalb wurde kurzerhand ein großer Güllewagen angefordert. Rund 20 Kubikmeter konnte dieser pro Fahrt aufnehmen. Ein weiterer Güllewagen sollte wenig später folgen, um das Wasser im Pendelverkehr abzutransportieren.
Etwa zehn Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Nieblum-Goting waren zunächst im Einsatz. Da sich schnell abzeichnete, dass die Arbeiten mehrere Stunden dauern würden, plante die Wehr bereits einen Wechsel der Einsatzkräfte.
Besonders ärgerlich: Das Ferienhaus sollte am Sonntag eigentlich neu vermietet werden. Ein Mitarbeiter der Ferienhausvermietung wollte vor der Anreise der Gäste lediglich noch einmal kontrollieren, ob alles vorbereitet ist – und entdeckte dabei den komplett gefluteten Keller. Trotz des aufwendigen Einsatzes verlor Wehrführer Kai Nissen seinen Humor nicht. Mit einem Augenzwinkern sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion: „Jetzt könnte man das Haus höchstens teurer vermieten – mit Swimmingpool.“
Im Gespräch gab Kai Nissen noch einen wichtigen Hinweis für Hausbesitzer und Vermieter. Mittlerweile gibt es spezielle Wasserstopp-Systeme, die den Wasserverbrauch überwachen. Wird plötzlich eine ungewöhnlich große Wassermenge festgestellt – etwa durch einen Rohrbruch oder ein geplatztes Ventil –, sperrt das System die Wasserzufuhr automatisch. Der Wehrführer kennt diese Technik bereits aus seinem privaten Umfeld und möchte sie künftig sogar selbst einsetzen. Gerade für Ferienhäuser, die zeitweise leer stehen, könne eine solche Sicherung größere Wasserschäden verhindern.
Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr konnte das Wasser nach und nach abgepumpt werden. Bis der Keller vollständig leer war, dürfte der Einsatz die Kameradinnen und Kameraden jedoch den gesamten Sonntag beschäftigt haben.
Fotos: Stefan Gaul
Während des Einsatzes meldete sich Wehrführer Kai Nissen noch einmal mit einem wichtigen Sicherheitshinweis bei unserer Redaktion. Gemeinsam mit einem Techniker von E.ON stellte sich heraus, dass trotz des komplett überfluteten Kellers die Hauptsicherungen im Gebäude sowie die Außensicherung nicht ausgelöst hatten.
Das bedeutet: Das Wasser im Keller stand unter Strom. Wäre eine Person vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte oder des Energieversorgers in den Keller gegangen und hätte das Wasser berührt, hätte akute Lebensgefahr bestanden. Der dringende Rat der Feuerwehr lautet deshalb: Steht ein Keller nach einem Wasserschaden unter Wasser, sollte dieser auf keinen Fall betreten oder das Wasser berührt werden, bevor die Stromversorgung durch den Netzbetreiber oder eine Elektrofachkraft überprüft und gegebenenfalls abgeschaltet wurde. Erst danach ist ein gefahrloser Zugang möglich.
Geschrieben von: admin
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DieterW am Juli 5, 2026
Da haben sie aber noch Glück gehabt das nicht das gesamte Haus durchflutet wurde.
R.Gaede am Juli 5, 2026
Respekt das die Kameraden den Sonntag im Einsatz sind und das Wasser dort abpumpen. Und danke für euren Hinweis mit der Vorsorge werden wir für unseren Keller mal besorgen. Ihr seit Spitze Stefan und Team!!
Ulla Dutz am Juli 5, 2026
Ja Wasser ist mächtig
Vielen Dank für den Bericht und auch wir werden uns einen Schutz für den Keller überlegen sehr guter Hinweis