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Vor dem Landgericht Itzehoe ist das Urteil im Prozess um einen Messerangriff auf einen VHS-Lehrer gefallen. Foto: Marcus Brandt/dpa
Itzehoe (dpa/lno) – Im Prozess um eine Messerattacke auf einen Volkshochschullehrer in Wedel sind vier Brüder zu Haftstrafen zwischen vier und siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Itzehoe wertete die Tat als gemeinschaftlich versuchten Mord, außerdem wurden die jungen Männer wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Brüder den Lehrer vor gut zwei Jahren auf einem Parkplatz der VHS Wedel angriffen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft taten die Brüder das, weil der Lehrer eine außereheliche Beziehung mit ihrer Mutter geführt haben soll. Die jungen Männer sollen von hinten mit einem Messer auf ihr Opfer eingestochen haben. Der Lehrer wurde dadurch lebensgefährlich verletzt, überlebte aber. Die vier syrischen Brüder sollen bei der Tat 17, 19 und zwei von ihnen 21 Jahre alt gewesen sein.
Das Gericht verurteilte die beiden zur Tatzeit erwachsenen Angeklagten jeweils zu Freiheitsstrafen von siebeneinhalb Jahren, den Heranwachsenden zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren und den Jugendlichen zu einer Jugendstrafe von vier Jahren.
Die Kammer habe das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt angesehen, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Itzehoe. Das Gericht folgte mit seinem Urteil weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft.
Justiz Messerangriff Polizei Prozess (Gericht) Schleswig-Holstein
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