Inselradio Föhr Friesische Karibik für die Ohren
Rund 150 Besucher kamen zum Open House von Engel & Völkers in Utersum. Inhaber Thomas Müller zog jetzt im Inselradio Föhr Bilanz.
Rund 150 Besucher, 90 Teilnehmer beim Gewinnspiel und inzwischen zwei konkrete Interessenten für eine Immobilie mit einem Kaufpreis von knapp zwei Millionen Euro: Das Open House von Engel & Völkers Föhr-Amrum am 21. Juli in Utersum hat offenbar weit über den eigentlichen Veranstaltungstag hinaus Wirkung gezeigt. Im Gespräch mit unserer Redaktion zog Inhaber Thomas Müller jetzt Bilanz – sprach über den überraschend großen Andrang, den erheblichen Aufwand hinter der Veranstaltung und die aktuellen Verkaufsverhandlungen. Dabei fand der Immobilienexperte auch ungewöhnlich deutliche Worte über manche Formen der Immobilienvermarktung im Internet.
Schon am Veranstaltungstag war zu erkennen, dass dieses Open House kein gewöhnlicher Besichtigungstermin werden würde. Bei bestem Sommerwetter kamen nach Angaben von Engel & Völkers rund 150 Menschen nach Utersum, um sich die Immobilie anzusehen und gleichzeitig das Rahmenprogramm zu erleben. Eine Größenordnung, mit der offenbar auch Thomas Müller selbst nicht gerechnet hatte. „Für eine Immobilie, die vermittelt werden soll, und wir reden über fast zwei Millionen Euro Einkaufspreis, dass das quasi 150 Leute anzieht an einem Sommertag auf einer nordfriesischen Insel, wirklich gewaltig“, sagte Müller bei uns im Studio.
Auch das Gewinnspiel stieß auf großes Interesse: Rund 90 Menschen nahmen daran teil. Insgesamt hatte Engel & Völkers Preise im Gesamtwert von 1.000 Euro ausgelobt, aufgeteilt auf 500, 300 und 200 Euro. Die ersten beiden Preise gingen aufs Festland, der dritte blieb auf Föhr. Gewinner Hans Domeyer konnte seinen Preis inzwischen in Utersum entgegennehmen. Was genau sich in der Box befand, wollte Müller auch im Studiogespräch nicht vollständig verraten. Nur so viel: Statt eines beliebigen Gutscheins setzte das Unternehmen auch hier bewusst auf Regionalität und stellte Gutscheine von Partnern zusammen, mit denen rund um das Open House zusammengearbeitet wurde.
Was für die Besucher nach einem entspannten Sommertag mit Immobilienbesichtigung, Gesprächen und Rahmenprogramm aussah, bedeutete hinter den Kulissen erheblich mehr Arbeit. Rund zwei Wochen habe die Vorbereitung gedauert, erzählte Müller. Dabei mussten Partner, Handwerker und Dienstleister koordiniert, das Haus vorbereitet und zahlreiche organisatorische Details geklärt werden. „Das habe ich ein bisschen unterschätzt“, räumte er ein. Ein solches Open House habe Engel & Völkers längere Zeit nicht mehr in dieser Form veranstaltet. Überrascht habe ihn dabei nicht nur der organisatorische Aufwand: „Es ist viel teurer, als man so gemeinhin denkt.“
Möglich wurde die Veranstaltung nach seinen Worten vor allem durch die Zusammenarbeit zahlreicher Beteiligter. Müller bedankte sich ausdrücklich bei der Familie Juhl vom Borgsumer Baugeschäft für das entgegengebrachte Vertrauen sowie bei seinem neu zusammengestellten Team. Auch verschiedene regionale Unternehmen, Handwerker und Dienstleister waren an Vorbereitung und Durchführung beteiligt und standen teilweise vor Ort für Fragen der Besucher zur Verfügung.
Zu den von Müller genannten Partnern gehörten unter anderem Ketels Küchen, Maler Brodersen, ESB Glas mit Meik Battermann und Waalem. Sein Dank galt außerdem Philipp Lennartz vom Upstalsboom, dem Eiscafé am Sandwall, Stefans Tortenmanufaktur, der Firma Regier und dem Hausmeisterservice von Stefan Rossoll. Für die Präsentation und Ausstattung der Immobilie war zudem „Privatsache Michael“ mit einem Home Staging beteiligt, das zeigen sollte, wie das Haus eingerichtet und wohnlich gestaltet werden kann. Gerade dieses Zusammenspiel sei ein wesentlicher Bestandteil des Veranstaltungskonzepts gewesen. Statt Interessenten lediglich durch ein leeres oder nüchtern präsentiertes Objekt zu führen, sollte ein Eindruck davon entstehen, wie sich das Haus tatsächlich anfühlen und nutzen lassen könnte.
Besonders deutlich wurde Thomas Müller im Gespräch, als es um die Vermarktung und die Reichweite des Open House ging. Dabei hob er ausdrücklich die Bedeutung regionaler Medien hervor und bedankte sich beim Inselradio Föhr für die kurzfristige Unterstützung bei der Bekanntmachung der Veranstaltung. Das Inselradio Föhr habe gezeigt, „dass ein regionales Medium einen großen Mehrwert darstellt“ und sowohl das Radioprogramm als auch die digitalen Kanäle wahr- und angenommen würden. Müller geht davon aus, dass die mediale Begleitung einen Anteil an der hohen Besucherzahl hatte.
Anschließend formulierte er seine Einschätzung zu anderen Vermarktungsformen deutlich schärfer: „Ich glaube, dass niemand einen vermeintlich weltweit agierenden Internetclown aus YouTube engagieren sollte, um seine Immobilien zu vermarkten.“ Auch bei der Selbstdarstellung von Maklern in sozialen Netzwerken zeigte er sich skeptisch: „Und ob es wasserdichte Makler auf Instagram braucht, das weiß ich auch nicht. Aber was es braucht, ist das Inselradio.“ Eine bewusst zugespitzte Aussage – mit der Müller vor allem seine Überzeugung unterstrich, dass bei der Vermarktung hochpreisiger Immobilien auf den Inseln lokale Kenntnis, persönliche Kontakte und regionale Reichweite eine wichtige Rolle spielen.
Entscheidend ist am Ende allerdings nicht allein die Besucherzahl. Das eigentliche Ziel des Open House war schließlich der Verkauf der Immobilie. Und auch hier gibt es inzwischen Bewegung. „Wir hatten das Ziel, aus diesen 150 Leuten gerne einen Käufer zu generieren“, sagte Müller. Aktuell befinde sich Engel & Völkers mit zwei Interessenten in Gesprächen über das Objekt. Einige Details müssten noch abgestimmt werden, doch der Immobilienexperte zeigte sich im Inselradio durchaus optimistisch. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass einer von den beiden vielleicht zuschlägt und wir zum Jahresende dann da einen neuen Eigentümer präsentieren können. Das sieht im Moment ganz gut aus.“ Damit könnte sich der erhebliche Aufwand für das Open House tatsächlich auszahlen. Einen abgeschlossenen Verkauf gibt es bislang allerdings noch nicht – die Gespräche laufen.
Für Müller ist die Resonanz auf die Veranstaltung zugleich ein Beispiel dafür, dass eine erfolgreiche Immobilienvermarktung weit über das Einstellen eines Exposés im Internet hinausgeht. Sein Fazit formulierte er entsprechend selbstbewusst: „Erfolg ist kein Zufall, sondern Erfolg ist Expertise und braucht ein bisschen Erfahrung und Vorbereitung.“ Genau diese Vorbereitung habe sein Team bei dem Objekt in Utersum geliefert. Ob am Ende tatsächlich einer der beiden derzeitigen Interessenten den Kaufvertrag unterschreibt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Engel & Völkers Föhr-Amrum ist mit drei Standorten auf Föhr und Amrum vertreten. Neben dem Standort in Wittdün auf Amrum gibt es einen kleineren Shop in Nieblum sowie den Standort in der Mittelstraße in Wyk. Und sollte das Haus in Utersum tatsächlich verkauft werden, hat Thomas Müller bereits versprochen, sich wieder beim Inselradio zu melden. Dann soll bei Kaffee und einer Kugel Eis mit Blick auf die Nordsee endgültig Bilanz gezogen werden.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
Engel & Völkers Engel & Völkers Föhr-Amrum Föhr Hausverkauf Immobilien Föhr Immobilien Utersum Immobilienmakler Föhr Immobilienmarkt Föhr Open House Thomas Müller Utersum
Der perfekte Start in den Tag: News, Wetter, Gezeiten, Veranstaltungstipps, gute Musik und jede Menge Inselgefühl – jeden Morgen beim Inselradio Föhr.
close
Beitrags-Kommentare (0)