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Lars Das in der heutigen Zeit gemeinsam auf einer Insel wie Föhr geht ist lobenswert und ihr habt unseren Respekt!! Liebes Team vom Radiosender und von der Zeitung ganz großartig . Und diese Kombi aus gemeinsamen Artikel und dann die Interviews zum Hören macht das Paket noch stärker und seitdem kaufen wi Iris Christiansen Ocke Hansen - Südstrand von Wyk Das Interview über Macani ist so schön geworden :-) MaxI Haben gesehen ihr macht mit dem Inselboten jetzt anscheinend etwas zusammen. Endlich , wurde auch Zeit und längst überfällig. Gefällt uns sehr gut also glückwunsch zu diesem Entschluss (Anm. Admin - wir freuen uns, das es euch gefällt)

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Föhrer Sperrgutbasar sucht Möbel-Paten: Warum jetzt zahlreiche „Schätzchen“ ein Zuhause auf Zeit brauchen

todaySeptember 14, 2026 156 51 5

Hintergrund
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Ungewöhnliche Rettungsaktion vor großer Sanierung: Schätzchen sucht Pate – Warum jetzt auf Föhr dringend neue Zuhause für alte Möbel gesucht werden

Der Föhrer Sperrgutbasar muss bis Ende September seinen unteren Bereich räumen. Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten sucht das Team nun Patinnen und Paten, die Möbel vorübergehend bei sich aufnehmen. Ohne Zwischenlager droht einigen gut erhaltenen Stücken der Sperrmüll.

Normalerweise kommen die Menschen in den Föhrer Sperrgutbasar, weil sie dort einem alten Möbelstück ein neues Zuhause geben möchten. In diesen Tagen läuft die Suche genau andersherum: Die „Schätzchen“ selbst brauchen dringend ein Zuhause – zumindest für ein paar Wochen. Denn im Oktober wird die Rote Halle am Achtern Diek 2b umfangreich saniert. Bis Ende September muss deshalb der komplette untere Bereich leer sein. Ein großes bezahlbares Zwischenlager hat das Team trotz intensiver Suche bislang nicht gefunden. Und weil Wegwerfen für einen Ort, der eigentlich genau das verhindern möchte, die denkbar schlechteste Lösung wäre, entstand eine ungewöhnliche Idee: Föhrerinnen und Föhrer können jetzt Möbel-Paten auf Zeit werden.

Wie dringend die Situation ist, hat unsere Redaktion bei einem Besuch vor Ort erlebt. Zwischen Sofas, Sesseln, Tischen, Fahrrädern und zahlreichen weiteren Fundstücken haben wir mit Jana Frädrich, Pressesprecherin des Sperrgutbasars, und Annette Striewski aus dem Team gesprochen. Nach Frädrichs Schätzung braucht mindestens die Hälfte, möglicherweise sogar rund zwei Drittel der derzeit vorhandenen Stücke eine vorübergehende Bleibe. Die Hoffnung: Statt eines großen Lagers entstehen für einige Wochen einfach viele kleine auf der ganzen Insel.

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Statik, Elektrik und eine ziemlich kalte „Kammer des Schreckens“

Dass die Halle leergeräumt werden muss, hat einen guten Grund. Die geplanten Arbeiten gehen deutlich über ein bisschen Farbe und kleinere Reparaturen hinaus. Unter anderem soll die Statik der Roten Halle verbessert werden. Der Sperrgutbasar hat sich über die Jahre entwickelt, entsprechend mehr Gegenstände befinden sich in den Räumen und an den Öffnungstagen strömen zahlreiche Besucher hinein. Das Team möchte deshalb für die Zukunft auf Nummer sicher gehen. Auch die Elektrik soll erneuert werden. Hinzu kommen Arbeiten am Übergang zwischen Dach und Wand, an dem es bislang kräftig zieht.

Und dann gibt es noch einen Bereich, den das Team selbst liebevoll wenig schmeichelhaft die „Kammer des Schreckens“ nennt. Gerade im Winter ist es dort bislang bitterkalt, obwohl regelmäßig mehrere Ehrenamtliche in diesem Raum arbeiten müssen. Im Zuge der Sanierung soll der Bereich so abgedichtet werden, dass künftig eine Heizung genutzt werden kann. Die Verantwortlichen hoffen, mit den jetzt anstehenden Arbeiten langfristig Ruhe zu haben. „Wir hoffen, dann die nächsten 30 Jahre hier gut vorgesorgt zu haben“, sagt Frädrich.

Dass die Sanierung kommen würde, weiß das Team bereits seit Anfang des Jahres. Spätestens mit den ersten Kostenvoranschlägen wurde allerdings deutlich, dass die Arbeiten nicht allein aus den vorhandenen Eigenmitteln finanziert werden können. Unterstützung gibt es unter anderem durch BINGO! Die Umweltlotterie, hinzu kommen weitere Fördermittel sowie eigene Gelder. Auch die Spenden, die der Sperrgutbasar an seinen Öffnungstagen erhält, fließen in die Sanierung.

Die große Lösung fehlt – also hatte Annette Striewski eine ziemlich verrückte Idee

Parallel begann die Suche nach einem Ort, an dem Möbel und andere Gegenstände während der Bauarbeiten untergebracht werden könnten. Eine Halle, eine Scheune, ein Container – möglichst in Wyk oder der näheren Umgebung und zu einem Preis, der für das ehrenamtliche Projekt zu stemmen ist. Frädrich hat nach eigener Aussage intensiv herumtelefoniert. Das Ergebnis ist ernüchternd: Ein einziges konkretes Angebot habe es gegeben, dieses sei jedoch so teuer gewesen, dass die Kosten in keinem vernünftigen Verhältnis zum Wert der eingelagerten Möbel gestanden hätten. Weitere passende Angebote blieben bislang aus. Also musste eine andere Lösung her. Und an dieser Stelle kam Annette Striewski ins Spiel. „Ich bin immer für Lösungen, die etwas anders sind“, erzählt sie. Ihre zunächst denkbar einfache Überlegung: „Warum nimmt nicht jeder einen Stuhl mit nach Hause? Dann ist das Problem gelöst.“ Im Team wurde zunächst herzlich gelacht – und anschließend festgestellt, dass die vermeintlich verrückte Idee vielleicht gar nicht so verrückt ist. Aus dem Gedanken entstand die Möbelpatenschaft auf Zeit. Wer einen trockenen Keller, etwas Platz auf dem Dachboden, eine Garage, einen Schuppen oder einfach eine freie Ecke in der Wohnung hat, kann für einige Wochen eines der Stücke aufnehmen. Auch ein trockener Container oder beispielsweise ein leer stehender Bauwagen könnte helfen. Wichtig ist vor allem, dass die Gegenstände sauber und trocken untergebracht werden.

Zum Möbelstück gibt es sogar eine Patenschaftsurkunde

Die beiden letzten regulären Möglichkeiten zur Übernahme eines „Schätzchens“ gibt es am Mittwoch, 16. September, und Freitag, 18. September, jeweils zwischen 15 und 17 Uhr im Sperrgutbasar am Achtern Diek 2b. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können vorbeikommen, sich umschauen und auswählen, welches Stück für einige Wochen bei ihnen einziehen darf. Und das Team zieht die Idee konsequent durch: Für die vorübergehenden Gastgeber gibt es sogar eine Patenschaftsurkunde. Wenn die Sanierung wie geplant verläuft, hofft der Sperrgutbasar, Anfang November wieder öffnen zu können. Dann dürfen die ausgelagerten Stücke zurückgebracht werden. Einen kleinen Vorbehalt gibt es allerdings, denn bei einer solchen Beziehung auf Zeit kann bekanntlich einiges passieren. Wer nach einigen Wochen feststellt, dass der neue Stuhl perfekt in die Küche passt oder das Sofa eigentlich schon immer im Wohnzimmer gefehlt hat, bekommt nach den augenzwinkernden Worten des Teams die „vorrangigen Adoptionsrechte“. Mit anderen Worten: Wer sich in sein Schätzchen verliebt, darf es behalten. Auch das wäre ganz im Sinne des Sperrgutbasars. Schließlich geht es seit jeher darum, gebrauchten Dingen ein zweites Leben zu ermöglichen, statt sie wegzuwerfen.

Sofa, Bambusbett oder Fahrrad: Gerade die großen Stücke brauchen Hilfe

Auswahl gibt es derzeit reichlich. Beim Rundgang mit unserer Redaktion zeigte das Team beispielsweise auf ein weinrotes Zweisitzer-Sofa, einen noch gut nutzbaren Sessel, mehrere Fahrräder und ein vollständig zusammensteckbares Bambusbett. Dazu kommen Regale, Couchtische, Stühle und viele weitere Gegenstände. Einige Möbel möchte der Sperrgutbasar nach der Sanierung sogar selbst wieder nutzen – auch für sie muss während der Bauarbeiten ein Platz gefunden werden. Den Transport müssen die Patinnen und Paten grundsätzlich selbst organisieren. Für kleinere Strecken kann der Sperrgutbasar einen Handkarren zur Verfügung stellen, auf dem sich ein Möbelstück befestigen lässt. Einen eigenen Lieferservice kann das ehrenamtliche Team dagegen nicht anbieten. Dass manchmal erstaunlich kreative Transportmöglichkeiten entstehen, haben die Helfer bereits erlebt: Selbst ein Stuhl auf dem Gepäckträger eines Fahrrads wurde schon gesichtet.

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Erste Interessenten gibt es bereits. Eine Patin hat angekündigt, am Mittwoch ein Möbelstück mitzunehmen, und auch innerhalb des Teams werden Plätze freigeräumt. Annette Striewski hat beispielsweise bereits ihren persönlichen Kandidaten gefunden: einen Stuhl, auf dem sie während der Teamsitzungen gerne sitzt und den sie ihren „Thron“ nennt. Für einige Wochen soll der nun mit zu ihr nach Hause. Auch andere Teammitglieder haben bereits angekündigt, Stücke zwischenzulagern.

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Im schlimmsten Fall bleibt nur der Sperrmüll

Hinter der humorvollen Patenschaftsidee steckt allerdings ein ernstes Problem. Wenn bis zum Beginn der Sanierung weder genügend private Zwischenlager noch eine größere gemeinsame Lösung gefunden werden, bleibt für einen Teil der Gegenstände am Ende nur der Sperrmüll. Und genau das möchte das Team unbedingt verhindern. „Das ein oder andere Teil ist es einfach wert, gerettet zu werden“, sagt Striewski. Der Gedanke, gut erhaltene Möbel entsorgen zu müssen, weil für wenige Wochen der notwendige Lagerplatz fehlt, schmerzt die Ehrenamtlichen besonders. Schließlich beruht das gesamte Konzept des Sperrgutbasars darauf, noch brauchbaren Gegenständen eine zweite Chance zu geben. Möbel, die andernorts aussortiert wurden, finden hier neue Besitzer – und werden dadurch eben nicht zu Abfall.

Deshalb bleibt neben den vielen kleinen Patenschaften auch die Hoffnung auf die große Lösung bestehen. Wer in Wyk oder Umgebung eine trockene Scheune, Halle, einen Container oder eine andere geeignete Fläche zur Verfügung stellen könnte, kann sich beim Sperrgutbasar unter 0151 70843934 melden. Da das Telefon nicht dauerhaft besetzt ist, bittet das Team darum, gegebenenfalls eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Auch eine schriftliche Nachricht oder WhatsApp ist möglich.

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Und dann verließen auch die Reporter den Sperrgutbasar nicht mit leeren Händen

Dass man andere schlecht zu einer Möbelpatenschaft aufrufen kann, ohne selbst mit gutem Beispiel voranzugehen, zeigte sich spätestens am Ende des Pressetermins. Annette Striewski hatte nämlich längst entdeckt, welches „Schätzchen“ besonders gut zu unserem Reporter passen könnte: ein ziemlich großer Teddybär. „Den könntest du so lange bei deinen Kindern ins Kinderzimmer parken“, schlug sie vor. Der Einwand, dass die Kinder den Teddy anschließend womöglich überhaupt nicht mehr herausrücken würden, wurde von Striewski umgehend entkräftet: „Das ist ja Sinn der Sache.“

Damit war die Sache entschieden. Inselradio-Föhr-Reporter Stefan Gaul verließ den Sperrgutbasar mit einem großen Teddy im Gepäck, der inzwischen bereits seinen Platz im neuen Zuhause gefunden hat. Und auch die Kollegin vom Insel-Boten, Susann Müller-Paulsen, ging mit gutem Beispiel voran und übernahm kurzerhand ein Fitnessgerät. Zwei „Schätzchen“ weniger, für die das Team zunächst einen Platz suchen muss. Viele weitere warten noch.

Und vielleicht steht die einfachste Lösung tatsächlich schon irgendwo auf Föhr: ein freier Quadratmeter im Keller, eine trockene Ecke in der Garage oder ein bisschen Platz auf dem Dachboden. Für ein paar Wochen kann genau das reichen, um ein Möbelstück davor zu bewahren, auf dem Sperrmüll zu landen – und vielleicht wird aus einer Patenschaft auf Zeit am Ende ja sogar eine dauerhafte Liebe.

Fotos: Stefan Gaul

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Geschrieben von: admin

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