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todaySeptember 19, 2026 267 28 5
Das Amt Föhr-Amrum warnt vor einer aktuellen Masche auf Föhr: Unbekannte geben sich als Mitarbeiter des Ordnungsamtes aus und versuchen, sich unter einem Vorwand Zugang zu Geschäftsräumen zu verschaffen.
Unbekannte geben sich auf Föhr als Mitarbeiter des Ordnungsamtes aus. Bei einer Vermietungsagentur versuchten sie mit einer Kurkarten-Masche offenbar, Mitarbeiter aus den Geschäftsräumen zu locken.
Auf Föhr sind offenbar falsche Mitarbeiter des Ordnungsamtes unterwegs. Unbekannte haben versucht, sich bei einer Vermietungsagentur unter einem behördlichen Vorwand Zugang zu Informationen und offenbar auch zu unbeaufsichtigten Geschäftsräumen zu verschaffen. Das Amt Föhr-Amrum reagiert auf den Vorfall mit einer dringenden Warnung und erklärt zugleich, woran echte Mitarbeiter des Ordnungsamtes zu erkennen sind. Besonders perfide: Bei dem bekannten Fall spielten die Täter ausgerechnet mit dem Thema Kurkarten und versuchten damit, ihrem Auftreten einen offiziellen Anschein zu geben.
Nach Angaben des Amtes wollten die unbekannten Personen bei einer Vermietungsagentur Informationen über ausgegebene Kurkarten erhalten. Dabei blieb es offenbar nicht: Mit der Behauptung, eine dringende Kontrolle beziehungsweise behördliche Anweisung durchführen zu müssen, sollen Angestellte aufgefordert worden sein, die Räume beziehungsweise das Gebäude für kurze Zeit zu verlassen.
Genau an diesem Punkt vermutet die Behörde die eigentliche Masche. Durch die vermeintlich offizielle Aufforderung sollten die Mitarbeiter möglicherweise dazu gebracht werden, die Unbekannten für kurze Zeit unbeaufsichtigt zurückzulassen. Diese Gelegenheit hätte anschließend genutzt werden können, um Wertgegenstände, Kassenbestände oder Dokumente aus den Räumen zu entwenden. Ob und gegebenenfalls was bei dem konkreten Vorfall tatsächlich gestohlen wurde, geht aus der Mitteilung des Amtes nicht hervor. Die Behörde warnt jedoch ausdrücklich davor, entsprechenden Aufforderungen unbekannter Personen zu folgen und Fremde unbeaufsichtigt in Geschäfts- oder Büroräumen zurückzulassen.
Für Betriebe auf Föhr ist außerdem eine Klarstellung des Amtes besonders wichtig: Kurkartenkontrollen durch das Ordnungsamt finden grundsätzlich im öffentlichen Raum statt. Mitarbeiter kommen dafür also nicht in eine Vermietungsagentur und verlangen dort unter diesem Vorwand, dass Beschäftigte ihre Geschäftsräume verlassen.
Auch äußerlich gibt es nach Angaben des Amtes einen entscheidenden Unterschied. Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes tragen bei ihrer Arbeit grundsätzlich entsprechende Dienstkleidung. Bestehen dennoch Zweifel, kann zusätzlich ein Dienstausweis verlangt werden. Wer sich unsicher ist, sollte eine verdächtige Person warten lassen und direkt beim Amt Föhr-Amrum nachfragen. Die Zentrale ist unter 04681 5004-0 erreichbar. Damit lässt sich klären, ob tatsächlich Mitarbeiter des Amtes unterwegs sind oder eine angekündigte beziehungsweise entsprechende Maßnahme durchgeführt wird. Das Amt rät darüber hinaus dazu, beim Verlassen von Geschäfts- oder Büroräumen grundsätzlich Kassen und sämtliche Zugangstüren zu schließen. Fremde Personen sollten auch dann nicht allein zurückgelassen werden, wenn es vermeintlich nur um wenige Minuten geht.
Sollte eine Situation unmittelbar verdächtig erscheinen, gilt dagegen: Polizei über den Notruf 110 verständigen. Betroffene sollten außerdem versuchen, sich markante Merkmale der Personen einzuprägen. Dazu können Aussehen und Kleidung ebenso gehören wie auffällige Fahrzeuge, Kennzeichen oder die Richtung, in die sich die Verdächtigen anschließend entfernen.
Mit der öffentlichen Warnung möchte das Amt nun verhindern, dass die Masche bei weiteren Betrieben auf der Insel funktioniert. Gerade weil die Täter mit einem Thema auftreten, das für Vermieter auf Föhr zum Alltag gehört, kann die Geschichte zunächst glaubwürdig wirken. Die klare Botschaft der Behörde lautet deshalb: Eine Kurkartenkontrolle ist kein Grund, unbekannte Personen allein in Geschäftsräumen zurückzulassen – echte Kontrollen finden im öffentlichen Raum statt.
Foto: Andreas Hansen
Geschrieben von: admin
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