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EnergieRaum Föhr eröffnet in Wyk: Corinna Weber startet Pop-up im „Zum glücklichen Matthias“

todaySeptember 21, 2026 45 49 5

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„Dieser Raum, das bin ich durch und durch“: Warum Corinna Weber auf Föhr jetzt ihr Herzensprojekt ausprobiert

Räucherwerk, Klangschalen, Reiki und jede Menge Herzblut: Corinna Weber hat im ehemaligen „Zum glücklichen Matthias“ in Wyk den EnergieRaum Föhr eröffnet. Zunächst ist das Herzensprojekt als dreiwöchiger Pop-up-Store geplant.

Wer Corinna Weber bisher vor allem als Krimiautorin kennt, lernt sie in diesen Tagen auf Föhr von einer ganz anderen Seite kennen. Im ehemaligen „Zum glücklichen Matthias“ in Wyk hat sie einen Ort geschaffen, in dem es nach Kräutern duftet, Klangschalen ausprobiert werden dürfen, Räuchermischungen neben Heilsteinen stehen und in einer kleinen Leseecke auch ihre Bücher ihren Platz gefunden haben. Der EnergieRaum Föhr ist für Weber weit mehr als ein neuer Pop-up-Store. „Dieser Raum, das bin ich durch und durch“, sagte sie bei unserem Besuch kurz vor der Eröffnung.

Zunächst ist das Ganze ein Experiment. Drei Wochen lang öffnet Weber ihren EnergieRaum täglich und möchte herausfinden, wie die Idee auf der Insel angenommen wird. Dass sie überhaupt rechtzeitig fertig werden würde, daran habe sie zwischenzeitlich selbst kaum noch geglaubt. Umso emotionaler ist der Moment, als wir mit ihr in den fertig eingerichteten Räumen stehen. „Ich habe auch gerade Gänsehaut bis runter an die Fußzehen“, erzählt sie. Sie müsse aufpassen, nicht einfach loszuweinen. Zu viel Herzblut, Arbeit und Schweiß steckten in dem Projekt. Ihr Wunsch sei von Anfang an gewesen, einen Ort zu schaffen, „wo andere ankommen können, wo Ruhe reinkommt, wo ich Menschen entschleunigen darf“.

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Aus den Märkten auf Föhr entstand die Idee für einen eigenen Raum

Ganz neu ist diese Seite von Corinna Weber allerdings nicht. In ihrer Heimat in Südhessen betreibt sie bereits einen eigenen EnergieRaum und beschäftigt sich dort unter anderem mit Räuchern, Klangangeboten, Reiki und Massagen. Auf Föhr war sie mit einem Teil ihres Sortiments bereits auf verschiedenen Märkten vertreten. Genau dort entstand nach und nach die Idee für das jetzige Pop-up. Immer wieder hätten Besucher gefragt, ob sie auf der Insel nicht irgendwo einen eigenen Laden habe. Weber bemerkte, dass Interesse an ihren Angeboten vorhanden war – und irgendwann wurde aus der wiederkehrenden Frage ein Gedanke: Warum es nicht einfach ausprobieren?

Genau das passiert nun im ehemaligen „Zum glücklichen Matthias“. Ein Pop-up-Store ist schließlich bewusst kein Geschäft, das vom ersten Tag an auf Dauer angelegt sein muss. Weber beschreibt es selbst als ein Ladenprojekt auf Zeit: Es taucht für eine bestimmte Phase auf und kann anschließend wieder verschwinden. Im Fall des EnergieRaums sollen die ersten drei Wochen deshalb auch zeigen, ob und wie es weitergeht. Festlegen möchte sie sich noch nicht – zurückkommen möchte sie aber grundsätzlich immer wieder.

Räucherwerk, Klangschalen – und eine kleine Diskussion über den Duft

Wer den EnergieRaum betritt, muss nach Webers Vorstellung weder Erfahrung mit Reiki haben noch besonders spirituell sein. Im Gegenteil: Ihr wäre am liebsten, wenn Menschen einfach neugierig durch die Tür kommen, sich umschauen und vielleicht zunächst nur feststellen: Hier ist es schön. Das merkt man auch bei unserem Besuch. „Hier duftet es irgendwie so komisch“, stellen wir mit einem Augenzwinkern fest. Die Antwort kommt sofort: „Hier duftet es nicht komisch. Hier riecht es richtig gut.“ Und tatsächlich gehört der Duft zum Konzept. Lavendel ist dabei, aber längst nicht allein.

Ein Schwerpunkt des EnergieRaums ist das Räuchern. Weber ist nach eigenen Angaben zertifizierte Fachfrau für Räucherkunde, stellt eigene Räuchermischungen her und hat Räucherkerzen entwickelt, darunter auch neue Varianten speziell für die Insel. Zudem möchte sie auf Föhr Hausräucherungen anbieten. Dabei betont sie ausdrücklich, dass sie sich nicht als Heilkräuterfachfrau versteht. Ihr Thema sei die Räucherkunde – ein altes Handwerk, von dem vieles heute in Vergessenheit geraten sei.

Daneben gibt es Klangschalen, Heilsteine, Räucherzubehör, Schmuck, Fensterbilder und -hänger, Taschen und weitere kleine Geschenkideen. Auch die „Inselliebe“-Shirts aus dem Inselmöbelhaus haben einen eigenen Platz bekommen. Besonders am Herzen liegt Weber allerdings ein kleiner Schrank mit ihren Klangschalen. Sie hofft, dass Besucher nicht nur davorstehen, sondern fragen: „Darf ich mal so eine Klangschale ausprobieren?“ Und genau das ist ausdrücklich erwünscht. Im EnergieRaum soll angefasst, ausprobiert und entdeckt werden.

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Es soll bewusst kein Ort nur für „spirituelle Menschen“ sein

Bei Begriffen wie Energiearbeit, Reiki oder Kartenlegen stellt sich schnell die Frage, ob man für einen Besuch bereits eine gewisse Offenheit für Spiritualität mitbringen muss. Weber möchte diese Schwelle bewusst niedrig halten. „Es muss keiner hier reinkommen und sagen: Ich bin ganz spirituell und ich möchte jetzt unbedingt hier eine Beratung“, sagt sie. Jeder könne zunächst einfach stöbern und schauen, ob ihm der Raum gefällt. Auch mit dem Begriff „Esoterik“ möchte sie ihr Projekt nicht vorschnell in eine Schublade stecken lassen. Für sie gehe es vielmehr um Herzenswärme, Ruhe und Loslassen.

Neben dem Verkauf verschiedener Produkte bietet sie deshalb auch unterschiedliche Anwendungen an. Dazu gehören unter anderem Reiki und Entspannungsmassagen sowie Klang- und Energieangebote. Auch Kartenlegungen sind möglich. Weber beschreibt das Ziel ihrer Arbeit damit, Menschen eine Auszeit vom Alltag zu ermöglichen und Stress zu reduzieren. Medizinische Behandlung soll der EnergieRaum damit nicht ersetzen; im Mittelpunkt stehen für sie Entspannung und persönliches Wohlbefinden. Wer mit all dem überhaupt nichts anfangen kann, kann trotzdem bleiben. Denn zwischen Räucherwerk und Klangschalen findet sich noch eine zweite Welt von Corinna Weber: ihre Bücher. Eine kleine gemütliche Leseecke lädt dazu ein, bei einer Tasse Tee in ihren Krimis zu blättern.

Mehr als 100 Prozent Corinna Weber

Dass in diesem Raum sehr unterschiedliche Dinge zusammenkommen, wirkt bei einem Blick auf seine Betreiberin plötzlich gar nicht mehr so ungewöhnlich. Weber ist Autorin – aber eben nicht ausschließlich. Auf die Frage, wie viel Corinna Weber eigentlich in dem EnergieRaum steckt, muss sie nicht lange überlegen. „Da sind viel mehr als 100 Prozent“, sagt sie. „Hier steckt alles von mir drin.“ Auch ihre Krimis seien ein Teil von ihr, aber der EnergieRaum gehe noch einmal weiter: „Das hier, dieser Raum, das bin ich durch und durch.“

Vielleicht erklärt gerade das auch die Emotionalität, mit der sie auf die vergangenen Wochen zurückblickt. Aus einer Idee und vielen einzelnen Gegenständen ist tatsächlich ein Raum geworden, der ziemlich genau so aussieht und sich so anfühlt, wie sie ihn sich vorgestellt hatte. Und nun beginnt der Teil des Projekts, den sie nicht mehr selbst gestalten kann: die Frage, wie die Menschen auf Föhr darauf reagieren.

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Drei Wochen lang täglich geöffnet – danach soll es weitergehen können

In der ersten Phase ist Corinna Weber für drei Wochen täglich von 11 bis 17.30 Uhr im EnergieRaum anzutreffen. Montags, mittwochs und freitags möchte sie während ihrer einstündigen Pause nach vorheriger Terminvereinbarung unter anderem Entspannungsmassagen und Reiki anbieten. Wie es danach weitergeht, soll auch von der Resonanz abhängen. Über eigene Social-Media-Seiten des EnergieRaums bei Instagram und Facebook will Weber darüber informieren, wann sie künftig wieder auf Föhr ist und welche Angebote dann geplant sind. Denn auch wenn das Pop-up zunächst zeitlich begrenzt ist, soll es nach ihrer Vorstellung kein einmaliges Gastspiel bleiben.

Interessant ist dabei, woran sie selbst nach den ersten drei Wochen festmachen würde, ob ihr Experiment gelungen ist. Es geht ihr nicht zuerst um Verkaufszahlen. „Am Ende dieser Zeit möchte ich unglaublich viele schöne Gespräche geführt haben“, sagt Weber. Sie wünsche sich, dass Menschen den EnergieRaum anschließend „zufrieden, gelöst und vielleicht etwas weniger gestresst“ verlassen. Wenn Besucher hinterher sagen würden, „Das war eine richtig gute Idee“, wäre für sie der entscheidende Punkt erreicht: „Dann komme ich auch gerne wieder.“

Und vielleicht beschreibt genau das den EnergieRaum besser als jede Aufzählung von Räucherwerk, Klangschalen, Heilsteinen und Geschenkideen. Es ist ein Drei-Wochen-Experiment mit offener Tür – und für Corinna Weber die Gelegenheit herauszufinden, ob aus ihrem persönlichen Herzensprojekt auch auf Föhr ein Ort werden kann, zu dem Menschen immer wieder zurückkommen möchten.

Fotos: Stefan Gaul

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Geschrieben von: admin

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