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Second-Hand-Basar in Wyk: Am Wochenende für den guten Zweck shoppen

todaySeptember 25, 2026 90 9 5

Hintergrund
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Vom Babybody bis zum Kinderfahrrad: Warum sich der Kurgartensaal am Wochenende wieder in ein großes Kaufhaus verwandelt

Am 26. und 27. September verwandelt sich der Kurgartensaal in Wyk wieder in ein großes Second-Hand-Kaufhaus. Der Erlös unterstützt den Kindergarten St. Nikolai sowie die Jugendfeuerwehren Oevenum und Borgsum.

Kleidung für wenige Monate gekauft und schon wieder zu klein? Spielsachen, die zu Hause nicht mehr gebraucht werden, aber anderen Kindern noch lange Freude machen können? Genau daraus ist auf Föhr längst eine Veranstaltung geworden, die weit mehr ist als ein klassischer Flohmarkt. Am kommenden Wochenende verwandelt sich der Kurgartensaal in Wyk wieder in ein großes Second-Hand-Kaufhaus. Am Samstag, 26. September, und Sonntag, 27. September, findet dort der zweite Föhrer Second-Hand-Basar dieses Jahres statt. Wer einkauft, kann dabei gleich dreifach etwas bewirken: gebrauchte Dinge weiterverwenden, Geld sparen und gleichzeitig Projekte für Kinder auf der Insel unterstützen.

Für Annette Striewski aus dem Organisationsteam beginnen die beiden Verkaufstage lange bevor sich am Samstagmorgen die Türen öffnen. Sie nimmt für den Basar sogar Urlaub. Tische müssen gestellt, unzählige Kleidungsstücke angenommen, sortiert und aufgehängt, Spielsachen aufgebaut und am Ende alles, was keinen neuen Besitzer gefunden hat, wieder den richtigen Kisten zugeordnet werden. „Es ist eine Masse Arbeit, aber es bringt unheimlich Spaß“, erzählt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Möglich sei das nur durch ein eingespieltes Stammteam und zahlreiche weitere Helferinnen und Helfer, die beim Aus- und Einpacken und während der Veranstaltung dafür sorgen, dass im Saal immer wieder Ordnung geschaffen wird.

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„Wir sind wie so ein großes Kaufhaus“

Wer den Second-Hand-Basar noch nie besucht hat, sollte beim Begriff Basar deshalb nicht an ein paar Tische mit gebrauchten Kleidungsstücken denken. „Wir sind wie so ein großes Kaufhaus“, beschreibt Striewski das Prinzip. Schon bei den Größen beginnt die Auswahl bei Babysachen und reicht bei Kinderbekleidung bis Größe 176. Hinzu kommen Oberteile und Hosen für Damen und Herren, Jacken, Schuhe, Schals und Mützen. Es gibt eine Bücherecke, Dekoration und vor allem einen großen Bereich mit Spielsachen. Je nachdem, was abgegeben wird, können auch Kinderwagen oder Kinderfahrräder dabei sein.

Dass Second Hand längst nicht mehr nur Eltern kleiner Kinder anspricht, beobachtet Striewski seit einigen Jahren besonders deutlich. Sie selbst ist seit weit mehr als 20 Jahren bei dem Basar dabei. Inzwischen kämen zunehmend Jugendliche in Gruppen zum Stöbern. In der vorhandenen Umkleide werde anprobiert und gemeinsam beraten – und beim Blick auf den Second-Hand-Preis mit dem ursprünglichen Neupreis verglichen. Aus dem klassischen Kinderkleiderbasar ist damit für viele längst ein richtiges Shoppingerlebnis geworden. Gerade darin sieht Striewski einen wesentlichen Reiz der Veranstaltung. Kinder wachsen teilweise aus Kleidung heraus, obwohl diese noch in einem sehr guten Zustand ist. Der ursprüngliche Besitzer erhält noch etwas dafür, der nächste Käufer kann sparen und die Kleidung muss nicht entsorgt werden. „Die Sachen sind vorgewaschen, die ganze Chemie ist raus, es ist nachhaltig, wir produzieren keinen Müll, weil es weiterverwendet wird“, sagt sie. Nachhaltigkeit und ein günstiger Einkauf verbinden sich damit unmittelbar mit dem sozialen Zweck des Wochenendes.

20 Prozent bleiben für den guten Zweck auf Föhr

Denn ein Teil des Verkaufserlöses wird auch diesmal gespendet. Verkäuferinnen und Verkäufer mit einer zuvor vergebenen Kundennummer erhalten 80 Prozent ihres ausgezeichneten Verkaufspreises. Die übrigen 20 Prozent fließen in den Spendentopf. Hinzu kommt eine einmalige Abgabe von zehn Euro pro Teilnehmer. Neue Anmeldungen beziehungsweise Kundennummern sind für diesen Basar allerdings nicht mehr möglich. Der daraus entstehende Erlös wird anschließend zu gleichen Teilen für drei Zwecke verwendet. Unterstützt werden diesmal der Evangelische Kindergarten St. Nikolai sowie die Jugendfeuerwehren Oevenum und Borgsum. Die beiden Jugendfeuerwehren sind für Striewski auch deshalb eng mit der Veranstaltung verbunden, weil sie den Basar regelmäßig tatkräftig unterstützen. „Ohne viele Hände und Unterstützung funktioniert das nicht.“ Bei der Auswahl der Empfänger versucht das Organisationsteam nach ihren Worten, unterschiedliche Projekte auf Föhr zu berücksichtigen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Angeboten für Kinder und Jugendliche. Deshalb fiel die Wahl beim zweiten Basar des Jahres zusätzlich auf den Kindergarten St. Nikolai.

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Sperrgutbasar bringt seine „Schätzchen“ mit

Und es gibt noch einen weiteren bekannten Föhrer Basar im Basar. Am sogenannten Wünschetisch stellt sich erneut der Sperrgutbasar vor. Bereits beim vorherigen Second-Hand-Basar war das Projekt vertreten – und die Resonanz war nach Striewskis Angaben so groß, dass man sich für eine Wiederholung entschieden hat. Sowohl Gäste als auch Einheimische hätten sich dort informiert und gegen eine Spende das eine oder andere Stück mitgenommen. Dieses Mal könnte der Zeitpunkt besonders gut passen: Der Sperrgutbasar musste seine Räume aufgrund der derzeitigen Renovierung vorübergehend räumen. Zahlreiche Kisten mit Spielsachen und weiteren Dingen wurden dafür gepackt. Striewski rechnet damit, dass zum Beginn der Herbstzeit auch erste Weihnachtsschätze ihren Weg auf den Wünschetisch finden. Damit treffen an diesem Wochenende gleich mehrere Gedanken aufeinander: Dinge, die andernorts nicht mehr benötigt werden, bekommen ein zweites Leben; Käufer können günstig einkaufen und gleichzeitig bleiben Einnahmen für soziale Zwecke auf der Insel.

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Zwei Tage stöbern im Kurgartensaal

Geöffnet ist der Second-Hand-Basar im Kurgartensaal am Sandwall in Wyk am Samstag von 10 bis 16.30 Uhr. Am Sonntag öffnen die Türen um 11 Uhr und schließen um 16 Uhr. Danach beginnt für das Team bereits der nächste große Teil der Arbeit: Alles, was nicht verkauft wurde, muss wieder sortiert, in die entsprechenden Kisten gepackt und abtransportiert werden.

Dass der Basar überhaupt in dieser Größenordnung stattfinden kann, hängt auch mit dem Veranstaltungsort zusammen. Der Kurgartensaal wird dem Organisationsteam seit Jahren kostenfrei von der Föhr Tourismus GmbH (FTG) zur Verfügung gestellt. Dafür bedankt sich Annette Striewski ausdrücklich. Auch bei der Vorbereitung gebe es Unterstützung, sodass der Saal für die Veranstaltung entsprechend hergerichtet werden könne. Und wenn es nach dem Organisationsteam geht, dürfen die Kisten am Sonntagabend dieses Mal gerne etwas leichter sein. Striewski formuliert den einfachsten Weg, den Abbau zu beschleunigen, mit einem Augenzwinkern selbst: Die Besucher müssten einfach so fleißig einkaufen, dass kaum noch etwas eingepackt werden müsse. Für Föhrer und Gäste gibt es dafür am Wochenende genügend Gelegenheit. Und wer zwischen Kleiderständern, Büchern, Spielsachen und vielleicht schon den ersten Weihnachtsschätzen fündig wird, nimmt am Ende nicht nur ein Schnäppchen mit nach Hause. Ein Teil des Geldes landet dort, wo es auf Föhr wieder Kindern und Jugendlichen zugutekommt.

Fotos: Stefan Gaul

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Geschrieben von: admin

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