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Lars Das in der heutigen Zeit gemeinsam auf einer Insel wie Föhr geht ist lobenswert und ihr habt unseren Respekt!! Liebes Team vom Radiosender und von der Zeitung ganz großartig . Und diese Kombi aus gemeinsamen Artikel und dann die Interviews zum Hören macht das Paket noch stärker und seitdem kaufen wi Iris Christiansen Ocke Hansen - Südstrand von Wyk Das Interview über Macani ist so schön geworden :-) MaxI Haben gesehen ihr macht mit dem Inselboten jetzt anscheinend etwas zusammen. Endlich , wurde auch Zeit und längst überfällig. Gefällt uns sehr gut also glückwunsch zu diesem Entschluss (Anm. Admin - wir freuen uns, das es euch gefällt)

Inselnews

Krankenhaus-Regionalkonferenz in Husum: Amt warnt vor Folgen des Umbaus der Inselklinik Föhr-Amrum ab 2028

todayOktober 4, 2026 1020 5 81 5

Hintergrund
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Föhr bekommt noch ein Jahr: Danach soll die Inselklinik grundlegend umgebaut werden

Die Inselklinik Föhr-Amrum soll erhalten bleiben, ab 2028 aber zum sektorenübergreifenden Versorger werden. Eine klassische Notaufnahme ist in diesem Modell nicht vorgesehen. Das Amt Föhr-Amrum warnt vor den Folgen und fährt am Dienstag zu weiteren Gesprächen nach Kiel.

Die Richtung steht: Die Inselklinik Föhr-Amrum soll voraussichtlich ab 2028 zum sektorenübergreifenden Versorger werden. Eine klassische Notaufnahme ist in diesem Modell nicht vorgesehen. Das Land verspricht trotzdem eine Notfallversorgung rund um die Uhr. Das Amt Föhr-Amrum hält die Pläne für „hochproblematisch“ – und fährt am Dienstag zum nächsten Gespräch nach Kiel.

Die Befürchtungen auf Föhr haben sich zumindest teilweise bestätigt. Bei der Krankenhaus-Regionalkonferenz für den Westen Schleswig-Holsteins in Husum hat Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken deutlich gemacht, wohin die Reise für die Inselklinik gehen soll. Nach dem derzeitigen Zielbild des Landes soll das Krankenhaus in Wyk gemeinsam mit dem Westküstenklinikum Brunsbüttel und der Nordsee-Klinik Helgoland zu einem sogenannten sektorenübergreifenden Versorger (SÜV) weiterentwickelt werden.

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Eine Nachricht dürfte auf der Insel zunächst für Erleichterung sorgen: Der Krankenhausstandort auf Föhr soll erhalten bleiben. Allerdings soll sich seine Struktur grundlegend verändern. Und die Umstellung kommt ein Jahr später als zunächst erwartet. „Es geht erst mal ein Jahr weiter wie bisher“, sagte von der Decken in Husum. Erst zum 1. Januar 2028 soll das neue Modell greifen.

Nach Angaben der Ministerin ist ein solcher Übergangszeitraum im Bundesrecht eigentlich nicht vorgesehen. Schleswig-Holstein habe jedoch einen rechtlichen Weg gefunden, um dieses zusätzliche Jahr zu ermöglichen. Die Zeit soll nun genutzt werden, um gemeinsam mit Klinikum, niedergelassenen Ärzten, Kassenärztlicher Vereinigung, Rettungsdienst und weiteren Beteiligten eine Lösung zu entwickeln, die auch unter den besonderen Bedingungen einer Insel funktioniert. Welche Leistungsgruppen der Klinik letztlich verbindlich zugewiesen werden, steht ebenfalls noch nicht fest. Das entsprechende Anhörungsverfahren läuft.

Notfallversorgung ja – klassische Notaufnahme nein

In einem entscheidenden Punkt bestätigte die Konferenz allerdings die Befürchtungen, über die bereits vorab auf Föhr diskutiert worden war: Im bundesrechtlich vorgesehenen Portfolio eines SÜV ist eine klassische Notaufnahme nicht vorgesehen. Ohne medizinische Hilfe sollen Einheimische und Gäste deshalb aber keineswegs dastehen. Das Land verspricht auch künftig eine Notfallversorgung rund um die Uhr. Wie die allerdings nachts, an Wochenenden und Feiertagen konkret aussehen soll, ist eine der großen offenen Fragen. Einfachere Fälle sollen weiterhin auf Föhr behandelt werden können. Schwer erkrankte oder verletzte Patienten müssten zunächst versorgt und stabilisiert und anschließend, wenn erforderlich, in eine spezialisierte Klinik auf dem Festland gebracht werden.

Amtsdirektor Christian Stemmer machte in Husum deutlich, welche Größenordnung hinter dieser Frage steckt. Nach Angaben des Amtes geht es um rund 500 Patientenkontakte im Jahr, die bislang zu Zeiten in der Inselklinik versorgt werden, die bei einer veränderten Struktur besonders problematisch werden könnten – nach 16 Uhr sowie an Wochenenden ab Freitagmittag. Und die lassen sich nach Ansicht Stemmers nicht einfach zusätzlich auf die niedergelassenen Ärzte verteilen. Ebenso wenig könne davon ausgegangen werden, dass Patienten jederzeit kurzfristig aufs Festland gebracht werden können. Sturm und Nebel können gerade auf den Inseln zum entscheidenden Faktor werden. Eine künftige Lösung müsse deshalb „sturm- und wetterfest für unsere Inseln“ sein, forderte der Amtsdirektor.

Das Land warnte allerdings davor, aus den rund 500 Fällen ebenso viele zusätzliche Transporte aufs Festland abzuleiten. Unter den bisherigen Patienten der Notaufnahme seien auch Menschen mit kleineren Verletzungen, Infekten, vergessenen Medikamenten oder anderen Beschwerden, für die nicht die gesamte Infrastruktur einer Zentralen Notaufnahme benötigt werde. Nun soll genauer untersucht werden, welche Fälle auch künftig auf Föhr behandelt werden können und wie viele Patienten tatsächlich auf das Festland gebracht werden müssten.

Schwere Fälle müssen auf Föhr stabilisiert werden können

Auch Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen sieht einen entscheidenden Punkt darin, dass schwer erkrankte oder verletzte Patienten auf der Insel zuverlässig erstversorgt und stabilisiert werden können. Das gelte insbesondere dann, wenn ein Weitertransport wetterbedingt nicht sofort möglich ist. Kreispräsident Frank Zahel verwies zudem auf die touristische Hauptsaison, in der die medizinischen Strukturen auf den Inseln ohnehin erheblich stärker beansprucht würden. Die zusätzliche Versorgung könne nicht einfach den niedergelassenen Ärzten aufgebürdet werden.

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Ganz von der Insel verschwinden muss nach den Vorstellungen des Landes auch die Chirurgie nicht. Aenn Hachmeyer aus dem Gesundheitsministerium verwies auf sogenannte Hybrid-DRGs. Über diese rechtliche Möglichkeit könnten bestimmte Leistungen, die sowohl ambulant als auch stationär erbracht werden können, auch künftig auf Föhr angeboten und abgerechnet werden. Welche chirurgischen Leistungen das konkret sein werden, ist allerdings noch offen.

Eine größere Rolle könnte zudem die Telemedizin spielen. Spezialisten auf dem Festland könnten beispielsweise über Telekonsile oder Teleradiologie unmittelbar in Diagnostik und Behandlung auf Föhr eingebunden werden. Auch vorhandene medizinische Technik der Inselklinik soll nach Möglichkeit weiter genutzt werden.

Amt Föhr-Amrum nennt Pläne „hochproblematisch“

Beruhigt hat die Regionalkonferenz die Verantwortlichen auf Föhr damit allerdings nicht. Zwei Tage nach dem Treffen in Husum nahm das Amt Föhr-Amrum offiziell Stellung und bezeichnete die geplanten Veränderungen sowohl medizinisch als auch versorgungsstrukturell als „hochproblematisch“. Das Amt befürchtet durch die Umwandlung unter anderem erhebliche Einschnitte bei der stationären chirurgischen Versorgung und der ärztlichen Präsenz außerhalb der vorgesehenen Zeiten. Nach seiner Bewertung könnten außerhalb dieser Präsenzzeiten künftig unter anderem keine ambulante Notfallversorgung, keine stationären Aufnahmen und keine Röntgenleistungen mehr erbracht werden.

Die Bedenken sind nach Angaben des Amtes mit den Ärzten auf der Insel abgestimmt worden. Stemmer habe sich dazu bereits mit Vertretern der niedergelassenen Hausärzte und Klinikärzte ausgetauscht. Zugleich hatte der Amtsdirektor in Husum ausdrücklich begrüßt, dass sich das Land zum Erhalt des Krankenhausstandortes auf Föhr bekannt hat.

Am Dienstag geht die Debatte in Kiel weiter

Lange warten wollen die Inselvertreter mit ihren Einwänden nicht. Bereits am Dienstag, 6. Oktober, fährt Stemmer gemeinsam mit Amtsvorsteherin Heidi Braun und dem niedergelassenen Arzt Dr. Immo Borth nach Kiel. Dort ist ein Termin mit Gesundheitsministerin von der Decken geplant. Dabei soll es nicht allein darum gehen, noch einmal auf die besondere Insellage hinzuweisen. Nach Angaben des Amtes sollen möglichst vielfältige Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Stemmer will der Ministerin außerdem einen gemeinsam mit der Ärzteschaft abgestimmten Offenen Brief übergeben. Anschließend will das Amt das Schreiben veröffentlichen.

Damit ist nach der Regionalkonferenz zwar klarer, wohin die Reise für die Inselklinik gehen soll. Wie das Ziel erreicht werden kann, ist dagegen noch längst nicht geklärt. Das Land hält an einer medizinischen Versorgung rund um die Uhr fest, die klassische Notaufnahme ist im vorgesehenen SÜV-Modell jedoch nicht enthalten. Gleichzeitig müssen Lösungen für Nächte und Wochenenden, schwere Notfälle, die chirurgische Versorgung und jene Situationen gefunden werden, in denen Sturm oder Nebel einen schnellen Transport aufs Festland verhindern.

Für Föhr läuft damit die Zeit: 2027 soll die Inselklinik noch einmal weitgehend in ihrer bisherigen Struktur arbeiten. Das zusätzliche Jahr soll genutzt werden, um ein Modell zu entwickeln, das auch auf einer Insel funktioniert. Die nächste Runde beginnt bereits am Dienstag in Kiel.

Fotos: Stefan Gaul

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Geschrieben von: admin

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Beitrags-Kommentare (5)

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  1. A am Oktober 4, 2026

    Super-GAU im Anmarsch auf Föhr und Amrum. Nach Schließung des Kreissaals kommt die nächste „geniale“ Idee. Diejenigen, die sowas entscheiden wissen doch gar nicht, was da abläuft. Hoffentlich kann das noch geregelt werden.


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