Inselradio Föhr Friesische Karibik für die Ohren
Stürmisches Wochenende an der Nordsee: Auf Föhr und Amrum werden in der Nacht zu Sonntag orkanartige Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde erwartet. Auch die Wasserstände könnten steigen. Foto: Stefan Gaul
Auf Föhr und Amrum wird es am Wochenende ungemütlich. In der Nacht zu Sonntag werden orkanartige Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde erwartet. Auch die Wasserstände könnten steigen. Inselradio-Wetterexperte Markus Mösser erklärt, wann der Sturm seinen Höhepunkt erreicht und wie ernst die Lage ist.
Föhr und Amrum müssen sich auf ein stürmisches Wochenende einstellen. Während der Freitag noch vergleichsweise ruhig verläuft, nimmt der Wind ab Samstagabend deutlich zu. In der Nacht zu Sonntag, 25. Oktober, könnte Orkantief „Manja“ mit Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde über die Inseln ziehen. Auch am Montag bleibt es zunächst stürmisch. Zugleich hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eine Vorabinformation zu deutlich erhöhten Wasserständen an der deutschen Nordseeküste herausgegeben.
Am Freitag erwartet unser Wetterexperte Markus Mösser zunächst Windgeschwindigkeiten zwischen 45 und 55 Kilometern pro Stunde. Auch der Samstag beginnt mit mäßigem bis frischem Wind. Erst am späten Nachmittag verschärft sich die Lage. Bis Mitternacht sind schwere Sturmböen mit Spitzen von 90 Kilometern pro Stunde möglich.
Den Höhepunkt erreicht der Sturm nach aktueller Prognose in der Nacht zu Sonntag mit orkanartigen Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Das entspricht Windstärke 11. Am Sonntagmorgen soll der Wind zunächst auf etwa 70 Kilometer pro Stunde nachlassen, bevor am Abend erneut Böen zwischen 80 und 90 Kilometern pro Stunde erwartet werden. Erst im Laufe des Montagabends dürfte sich die Wetterlage nachhaltig beruhigen.
Neben dem Wind rücken die Wasserstände in den Fokus. Nach Angaben des BSH ist von Sonntag bis Montag mit deutlich erhöhten Wasserständen an der deutschen Nordseeküste sowie im Weser- und Elbegebiet zu rechnen. Für Wyk sieht Mösser derzeit allerdings noch keine größere Gefahr. Dort werde nach aktuellem Stand eher ein mittleres Hochwasser erwartet, Überflutungen seien zunächst nicht absehbar. Anders die Situation in Dagebüll, wo mit höheren Wasserständen gerechnet wird.
Eine endgültige Entwarnung ist damit nicht verbunden. Wie hoch das Wasser tatsächlich steigt, hängt insbesondere von Windrichtung, Windstärke und Dauer des Sturms ab. Die weitere Entwicklung bleibt deshalb abzuwarten.
Angesichts der erwarteten Windgeschwindigkeiten rät Mösser, rechtzeitig Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. „Macht am besten heute schon alles sturmfest, was im Freien, im Garten oder auf dem Balkon herumsteht“, appelliert er an die Inselbewohner. Lose Gegenstände sollten gesichert, Fenster und Rollläden bei besonders heftigen Böen geschlossen bleiben. Gefahren drohen vor allem durch herabstürzende Äste, umherfliegende Gegenstände und gelöste Dachziegel. Wälder und andere gefährdete Bereiche sollten gemieden werden.
Auch im Fährverkehr sind wetterbedingte Einschränkungen möglich. Reisende zwischen Föhr, Amrum und Dagebüll sollten deshalb die aktuellen Fahrplaninformationen der Wyker Dampfschiffs-Reederei beachten.
Vor allem die Nacht zu Sonntag dürfte für die Inseln ungemütlich werden. Erst am Montagabend ist nach der derzeitigen Prognose mit einer deutlichen Wetterberuhigung zu rechnen.
Geschrieben von: admin
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todayOktober 23, 2026 2481 118
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