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Wind und Wellen mit voller Wucht: Am Sonntagmittag schlägt die aufgewühlte Nordsee gegen die Mole in Dagebüll. Foto: Bettina Bohne
Orkanböen, steigende Wasserstände und erhebliche Einschränkungen im Fährverkehr: Orkantief „Manja“ sorgt an der nordfriesischen Küste für stürmische Stunden. Besonders betroffen sind Föhr, Amrum, Dagebüll und die Halligen. Wir begleiten das Sturmgeschehen, informieren laufend über die aktuelle Lage und zeigen eindrucksvolle Bilder aus der Region. Alle wichtigen Entwicklungen und gibt es hier in unserem Sturm-Blog.
Die stürmischste Phase könnte den Inseln und Halligen noch bevorstehen. Orkantief „Manja“ drückt weiterhin große Wassermassen an die nordfriesische Küste. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnt für die Nacht zum Montag, 26. Oktober, vor einer Sturmflut. Auf Föhr und Amrum werden Wasserstände von bis zu zwei Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet, am Festland bei Schlüttsiel sogar bis zu 2,5 Meter. Auf den Halligen droht erneut „Land unter“. Dazu bleibt es stürmisch: Bis Sonntagabend gilt eine Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern.
Auch auf Hallig Langeneß zeigt Orkantief „Manja“ seine Kraft. Der Wind hat das Wasser bereits über die Halligkante gedrückt, für die kommende Nacht werden Wasserstände von mehr als zwei Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet. Auf der Warft Ankershörn sind alle Gäste wohlauf. Einige sind sogar extra gekommen, um das Sturmgeschehen mitzuerleben. Während draußen Tiere durch das Wasser zur Warft gelangen, wärmen sich die Bewohner und Gäste nach ihren Einsätzen im Freien bei heißem Kakao auf.
Herzliche Sturmgrüße kommen vom Hilligenley auf Hallig Langeneß.
Regen, Sturm und steigende Wasserstände: Auf Hallig Süderoog sind die Vorbereitungen auf die bevorstehende Sturmflut inzwischen abgeschlossen. „Der Regen kam ja auch waagerecht“, berichtet Halligbewohner Holger Speer-Wree am Sonntagnachmittag unserer Redaktion. Gemeinsam mit seiner Familie hat er die letzten Gegenstände auf die Warft gebracht und sämtliche Tiere in Sicherheit gebracht. Während für die nordfriesische Küste Wasserstände von bis zu zweieinhalb Metern über dem mittleren Hochwasser angekündigt sind, rechnet Speer-Wree auf Süderoog mit etwas geringeren Pegeln. Nun bleibt nur das Abwarten, wie hoch das Wasser tatsächlich steigt.
Orkantief „Manja“ hat auf Föhr bislang keine größeren Schäden verursacht. Zumindest für die Freiwillige Feuerwehr Wyk verlief die vergangene Nacht ruhig. „Wir konnten beruhigt die ganze Nacht schlafen“, berichtet Wehrführer Jörg Carstensen auf Nachfrage unserer Redaktion. Auch am Sonntagnachmittag gab es Entwarnung: Bis 15:26 Uhr musste die Wyker Feuerwehr zu keinem sturmbedingten Einsatz ausrücken.
Spuren hat das Sturmwetter dennoch hinterlassen. Das nächtliche Hochwasser spülte größere Sandmengen in den Wyker Hafenbereich. Hinzu kommen vielerorts nasse Straßen und herabgefallenes Laub. Zwischen Midlum und Oevenum stürzte zudem ein Baum auf eine angrenzende Wiese.
Entwarnung gibt es allerdings noch nicht. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnt vor einer weiteren Sturmflut in der Nacht zum Montag. An der nordfriesischen Küste werden Wasserstände von zwei bis zweieinhalb Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet. Die Warnung gilt voraussichtlich bis Montagmorgen um 5 Uhr.
Die erwartete Sturmflut sorgt am Montag, 26. Oktober, für erhebliche Änderungen im Fährverkehr zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) hat zahlreiche Abfahrten gestrichen, vorgezogen oder auf spätere Uhrzeiten verschoben. Auch zusätzliche Verbindungen sind vorgesehen.
FOLGENDE ANGABEN SIND OHNE GEWÄHR:
Erkundigt euch bei einer gebuchten Fahrt online über die aktuellen Abfahrtzeiten.
Ab Dagebüll:
05:00 Uhr nach Föhr: fällt aus
10:40 Uhr: Zusatzverbindung nach Amrum
11:30 Uhr: Zusatzverbindung direkt nach Amrum
12:35 Uhr nach Föhr: bereits gegen 11:30 Uhr
13:00 Uhr nach Amrum: bereits gegen 11:30 Uhr
14:05 Uhr nach Föhr: erst gegen 15.40 Uhr
15:05 Uhr nach Föhr und Amrum: erst gegen 15:40 Uhr
Ab Föhr:
10:50 Uhr nach Dagebüll: bereits gegen 10:20 Uhr
11:40 Uhr: Zusatzverbindung nach Amrum
11:50 Uhr nach Dagebüll: erst gegen 14:30 Uhr
13:45 Uhr nach Dagebüll: erst gegen 14:30 Uhr
16:00 Uhr nach Amrum: erst gegen 16:40 Uhr
18:40 Uhr nach Dagebüll: erst gegen 19:00 Uhr
Ab Amrum:
09:30 Uhr nach Föhr: fällt aus
09:30 Uhr: Direktverbindung nach Dagebüll
12:05 Uhr nach Dagebüll: fällt aus
13:15 Uhr: Zusatzverbindung nach Föhr und Dagebüll
14:00 Uhr: Zusatzverbindung nach Föhr und Dagebüll
17:25 Uhr nach Föhr und Dagebüll: erst gegen 17:50 Uhr
Auch die Halligen sind betroffen: Wegen des erwarteten Hochwassers und der damit verbundenen Landunter-Situation finden am Montag keine Fährverbindungen von und zu den Halligen statt.
Die Reederei weist darauf hin, dass es zu Verzögerungen bei der Fahrzeugbeförderung kommen kann. Weitere Änderungen aufgrund der tatsächlichen Wetterverhältnisse bleiben vorbehalten.
Aktuelle Informationen: www.faehre.de
Auf Hallig Süderoog hat sich Holger Speer-Wree mit seiner Familie bereits am Samstag intensiv auf die Sturmflut vorbereitet. Sein Boot brachte er vorsorglich nach Pellworm und lief bei Niedrigwasser durch das Watt zurück. Angeschwemmter Müll wurde eingesammelt, Anhänger und Baumaterialien auf die Warft gebracht. Rund 90 Prozent der Vorbereitungen waren am Samstag abgeschlossen. Für Süderoog werden nach seinen Angaben Wasserstände von etwa 1,80 Metern über dem normalen Hochwasser erwartet. „Wir sind auch ein bisschen platt, ganz ehrlich“, berichtete Speer-Wree unserer Redaktion. Gemeinsam mit seiner Partnerin und den beiden Töchtern bleibt er zuversichtlich: „Wir werden das schon gut wuppen, wie immer.“
Bereits am Sonntagmittag zeigte Orkantief „Manja“ an der Mole in Dagebüll seine Kraft. Kräftige Windböen peitschten die aufgewühlte Nordsee gegen die Hafenkante, meterhohe Gischt spritzte über die Mole. Die eindrucksvollen Aufnahmen von Bettina Bohne zeigen die stürmischen Bedingungen vor der angekündigten nächsten Sturmflut.
Das nächtliche Hochwasser hat im Wyker Hafengebiet deutliche Spuren hinterlassen. Bei einem Rundgang unserer Redaktion am Sonntagmittag zeigte sich, dass große Mengen Sand auf die Straßen gespült wurden. Stellenweise erinnert die Fahrbahn eher an einen Strand. Auch am Kreisverkehr in Wyk sammelten sich zahlreiche Blätter und kleinere Äste. Durch den Regen kann das nasse Laub zur Rutschgefahr werden. Die Hafendeichstöpen sind bereits seit Freitagmittag vorsorglich geschlossen.

Reporter & Redaktion | Inselradio Föhr
Stefan Gaul berichtet für Inselradio Föhr und in Kooperation als freier Mitarbeiter für den Insel-Boten über das Leben auf der Insel. Ob aktuelle Ereignisse, Veranstaltungen, Interviews oder Fotoreportagen – er ist dort unterwegs, wo Geschichten entstehen. Mit einem Gespür für Menschen und besondere Momente macht er das Inselleben in seinen Beiträgen erlebbar.
Geschrieben von: admin
todayOktober 25, 2026 240 142
Feierabend. Durchatmen. Musik genießen. Mit dem passenden Soundtrack und einem Hauch Nordsee begleiten wir euch entspannt durch den Abend. Träumt euch nach Föhr.
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Anja Lorenz am Oktober 25, 2026
Danke für eure aktuellen Eindrücke sind gespannt was noch passiert die kommenden Stunden