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Der Segler und sein Boot: Boris Herrmann vor der «Mailizia4». (Archivbild) Foto: Ricardo Pinto/Team Malizia/dpa
Saint-Malo/Frankreich (dpa/lno) – 115 Solosegler haben sich in Saint-Malo zum alle vier Jahre ausgetragenen Transatlantikrennen Route du Rhum versammelt. Unter 104 Männern und elf Frauen ist Boris Herrmann bei der 13. Auflage und seinem dritten Start nach 2018 und 2022 der einzige Deutsche. Der 45-Jährige führt seine am 6. Juli getaufte «Malizia 4» erstmals in ein Solorennen.
«Es ist ein legendäres Rennen, und wir wollen Teil dieser Legende sein», sagt Herrmann, dessen Team sich auch schon auf das am 17. Januar startende The Ocean Race um die Welt vorbereitet. Fernziel mit dem neuen Boot ist Herrmanns dritter Vendée-Globe-Start 2028/2029.
Im bretonischen Starthafen der «Route du Rhum» erwarten die Veranstalter bis Sonntag rund 1,5 Millionen Besucher. Der Startschuss fällt am Sonntag um 13.02 Uhr. Der NDR überträgt von 12.30 bis 14.30 Uhr im Livestream bei ndr.de, in der ARD-Mediathek, bei sportschau.de und bei youtube.
Der Kurs der Route du Rhum führt 97 Franzosen und 18 internationale Starter über 3.452 Seemeilen nach Point-à-Pitre auf Guadeloupe. Die größten Herausforderungen für die Solisten in sechs Klassen sind Stürme und extreme Seebedingungen, körperliche und mentale Belastungen sowie die extreme Beanspruchung des Materials und mögliche Kollisionen.
Herrmann tritt in der Imoca-Klasse gegen 21 Konkurrenten an. Favorit ist der Brite Sam Goodchild auf «Macif», die den am 10. Juni in Folge langer Krankheit gestorbenen Charlie Dalin zum fulminanten Sieg bei der Vendée Globe 2024/2025 getragen hatte. Auch Herrmanns Ex-«Malizia 3» ist dabei: Die Italo-Amerikanerin Francesca Clapcich führt sie als «11th Hour Racing» ins Rennen.
Im Vergleich ist Herrmanns neue «Malizia» eine Schöne – und ein Biest. «Ich bin wirklich verliebt in sie. Manchmal schlägt sie mich auch. Aber dann ist sie zu anderen Zeiten wieder fabelhaft», sagt der sechsmalige Weltumsegler. Seine Zwischenbilanz: «Das Boot hat großes Potenzial, ist aber auch ein ganzes Stück härter zu segeln.»
Als Gigantinnen der Meere sind acht 32 Meter lange Trimarane der Ultim-Klasse im Einsatz. Rekordhalter Charles Caudrelier raste vor vier Jahren auf «Gitana 17» in nur 6 Tagen, 19 Stunden, 47 Minuten und 26 Sekunden über den Atlantik. Jetzt ist seine neue Königin der Meere die Attraktion der Route du Rhum: Die Segelwelt blickt gebannt darauf, ob und wie Caudrelier die auf Foils (Tragflächen) fliegende «Gitana 18» bei ihrer ersten Regatta im Alleingang bändigen kann.
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