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Lars Das in der heutigen Zeit gemeinsam auf einer Insel wie Föhr geht ist lobenswert und ihr habt unseren Respekt!! Liebes Team vom Radiosender und von der Zeitung ganz großartig . Und diese Kombi aus gemeinsamen Artikel und dann die Interviews zum Hören macht das Paket noch stärker und seitdem kaufen wi Iris Christiansen Ocke Hansen - Südstrand von Wyk Das Interview über Macani ist so schön geworden :-) MaxI Haben gesehen ihr macht mit dem Inselboten jetzt anscheinend etwas zusammen. Endlich , wurde auch Zeit und längst überfällig. Gefällt uns sehr gut also glückwunsch zu diesem Entschluss (Anm. Admin - wir freuen uns, das es euch gefällt)

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Besondere Hilfsaktion auf Föhr: Feuerwehrauto „Hauke“ soll in der Ukraine helfen

todayNovember 5, 2026 139 158 5

Hintergrund
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Abschied von „Hauke“: Föhrer Feuerwehrauto soll in der Ukraine Menschen schützen

Jahrzehntelang war das Tanklöschfahrzeug im Föhrer Westen im Einsatz. Jetzt soll „Hauke“ ein bei einem Drohnenangriff zerstörtes Feuerwehrfahrzeug nahe Charkiw ersetzen. Bei der Übergabe in Utersum lagen Wehmut und Freude nah beieinander – und die Hilfsbereitschaft war groß.

Wenn im Föhrer Westen Hilfe gebraucht wurde, rückten die Feuerwehrleute über Jahrzehnte mit diesem Tanklöschfahrzeug aus. Am Sonntag, 25. Oktober, hieß es Abschied nehmen. Doch für das ausgemusterte Feuerwehrauto beginnt ein neues Kapitel: Unter dem Namen „Hauke“ soll es künftig in der Ukraine zum Einsatz kommen. Utersums Bürgermeister Hark Steinert sprach bei der Übergabe von einem „lachenden und weinenden Auge“. Andernorts könne es weiter Menschen helfen.

Ein Schlüssel für eine neue Aufgabe: Wehrführer Karsten Rosteck (rechts) übergibt das ehemalige Föhrer Tanklöschfahrzeug „Hauke“ symbolisch an Thomas Lau vom Verein Help for Resilience Ukraine Aid e. V. Das Fahrzeug soll künftig in der Ukraine Menschen schützen. Foto: Stefan Gaul

„Das ist die emotionalste Übergabe, die wir haben“

Ersteigert hat das Fahrzeug der gemeinnützige Verein Help for Resilience Ukraine Aid e. V. für 4.900 Euro über die Plattform Zoll-Auktion. Das Tanklöschfahrzeug stammt aus dem Jahr 1993. Der 2025 gegründete Verein unterstützt die ukrainische Zivilbevölkerung unter anderem mit Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen.

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Zur Abholung kamen Vereinsvorsitzender Andreas Graf sowie die Vereinsmitglieder Berit Müller und Thomas Lau nach Utersum. Lau ist selbst Gruppenführer bei der Feuerwehr Wittstock/Dosse. Wie dringend die Menschen in der Ukraine Hilfe brauchen, bewegte ihn besonders. Auf Föhrer Seite begleiteten Bürgermeister Hark Steinert, Wehrführer Karsten Rosteck von der Freiwilligen Feuerwehr Utersum-Dunsum-Hedehusum, Gerätewart Andreas Brodersen und weitere Kameraden die Übergabe.

Rosteck war nach einem Telefonat mit Lau, der ihm den Zweck des Fahrzeugkaufs erläutert hatte, sofort von der Idee begeistert. „Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass unser Tanklöschfahrzeug (TLF) auch nach seiner Zeit bei uns weiterhin als Einsatzfahrzeug genutzt werden soll – und zwar genau für den Zweck, für den es einst gebaut wurde: Menschen in Not zu helfen und Leben zu retten.“ Für den Wehrführer steht fest: „Helfen, wo Hilfe gebraucht wird – dafür steht die Feuerwehr.“

„Das ist die emotionalste Übergabe, die wir haben“, erklärte Vereinsvorsitzender Andreas Graf. Andernorts müsse der Verein vieles allein organisieren. Auf Föhr habe man dagegen außergewöhnliche Unterstützung erlebt: „Man hat uns geholfen bei der Zulassung, jetzt ein Kurzzeitkennzeichen zu besorgen. Man hat uns vom Fährhafen abgeholt. Man hat für uns einiges hier arrangiert, was wirklich nicht selbstverständlich ist. Und das ist einfach nur großartig.“

Hinzu kamen Sachspenden: rund 30 Feuerwehrhelme, Schutzjacken, Atemschutzgeräte und zahlreiche Löscharmaturen. Mehrere Feuerwehren beteiligten sich an der Sammlung, darunter auch Kameraden aus Alkersum und Oldsum. Die Ausrüstung soll gemeinsam mit „Hauke“ in die Ukraine gelangen.

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Damit hatte sie wohl nicht gerechnet: Beim Ausprobieren der Löschtechnik bekam Vereinsmitglied Berit Müller eine unfreiwillige Dusche ab. Ein heiterer Moment bei der ansonsten emotionalen Verabschiedung des Feuerwehrautos in Utersum. Foto: Stefan Gaul

Ein neuer Einsatzort nahe Charkiw

Bestimmt ist „Hauke“ für die Gemeinde Zirkuny nahe der ukrainischen Großstadt Charkiw. Dort wurde das örtliche Löschfahrzeug nach Angaben der Hilfsorganisation am 1. August 2026 bei einem Drohnenangriff schwer beschädigt. Zunächst schien eine Reparatur möglich. Doch Pumpe, Tank und Elektronik waren so stark beschädigt, dass das Fahrzeug nicht mehr instand gesetzt werden konnte. Das ehemalige Föhrer Tanklöschfahrzeug soll diese Lücke schließen.

Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Verein UA-DE e. V. bereiten die Helfer die Überführung vor. Einschließlich Kauf, Transport und Vorbereitung rechnen sie mit Projektkosten von rund 9.000 Euro. Die Abholung verlangte Improvisation: Weil ein Kurzzeitkennzeichen zunächst nicht zu bekommen war, half ein Föhrer Landmaschinenhandel mit roten Kennzeichen für die Fahrt zum Wyker Hafen aus. Auch die Wyker Dampfschiffs-Reederei unterstützte die Aktion. Über das Vereinslager in Wittstock in Brandenburg soll „Hauke“ für den Einsatz vorbereitet werden. Die Überführung in die Ukraine ist noch für 2026 vorgesehen.

Noch einmal Hand anlegen vor der großen Reise: Wehrführer Karsten Rosteck und Gerätewart Andreas Brodersen kontrollierten den Ölstand und füllten bei Bedarf Öl nach. Schließlich soll das ehemalige Föhrer Tanklöschfahrzeug auch an seinem neuen Einsatzort zuverlässig seinen Dienst verrichten. Foto: Stefan Gaul

„Den Glauben an die Zukunft zurückgebracht“

Warum engagiert sich Andreas Graf für diese Transporte? „Ich denke, es ist einfach ein Gebot der Menschlichkeit.“ Sechsmal war seine Organisation bereits in der Ukraine. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm die Begegnung mit der Bürgermeisterin von Oleksandrivka in der Region Donezk. Dort hatten die Helfer ein vergleichbares Feuerwehrfahrzeug übergeben. Die technische Hilfe werde dringend gebraucht. Mindestens ebenso wichtig sei aber das Gefühl, nicht vergessen zu sein. Mit dem Fahrzeug hätten die Helfer den Menschen auch den Glauben an die Zukunft zurückgebracht.

„Für mich ist das einfach entscheidend, der Bevölkerung dort vor Ort eine Perspektive zu bieten. Und ein Signal der Solidarität zu senden, was wirklich zählbar ist“, sagte Graf. Es gehe um konkrete Hilfe.

Für die Feuerwehr Utersum-Dunsum-Hedehusum endet mit der Übergabe ein Stück ihrer Geschichte. Für die Menschen nahe Charkiw könnte damit etwas Neues beginnen: Wo ein Drohnenangriff ein Löschfahrzeug unbrauchbar gemacht hat, soll künftig eines von Föhr ausrücken. „Hauke“ verlässt seine Heimat – aber nicht seine Aufgabe: Menschen zu schützen.

Geschrieben von:

Porträt von Stefan Gaul

Stefan Gaul

Reporter & Redaktion | Inselradio Föhr

Stefan Gaul ist mit Mikrofon, Kamera und Notizblock auf Föhr unterwegs. Als Gründer und Betreiber vom Inselradio Föhr berichtet er als Radiomoderator und Reporter über das Leben auf der Insel. Besonders am Herzen liegen ihm die Menschen und ihre Geschichten – von den kleinen Momenten des Alltags bis zu den großen Themen, die Föhr bewegen. Ein besonderes Interesse gilt auch der Blaulichtberichterstattung und der Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Seit 2026 schreibt er als freier Mitarbeiter für den Insel-Boten. Er ist überzeugt, dass sich durch die journalistische Zusammenarbeit noch aktueller und vielfältiger über das Geschehen auf den Inseln berichten lässt.

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Geschrieben von: admin

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