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Die von Weimer geplanten Kürzungen bei der Bundesförderung des Reeperbahnfestivals stoßen in Hamburg auf scharfe Kritik. (Archivbild) Foto: Georg Wendt/dpa

Hamburg (dpa/lno) – Die SPD in der Hamburgischen Bürgerschaft hat eine von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer geplante weitere Kürzung der Fördermittel für das Reeperbahn-Festival scharf kritisiert. «Wer das Reeperbahn-Festival schwächt, schwächt den Musikstandort Deutschland», sagte der für die Kreativwirtschaft zuständige Sprecher der Fraktion, Hansjörg Schmidt. Weimers Kulturpolitik habe «deutliche Schlagseite».
Auch Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) zeigte sich von den Kürzungsplänen besorgt.
Laut seiner Behörde sieht der vom Bundeskabinett beschlossene Haushaltsentwurf für das kommende Jahr nur Fördermittel in Höhe von drei Millionen Euro vor. Im vergangenen Jahr hatte der Bund das Reeperbahn-Festival noch mit 6,27 Millionen Euro gefördert. Für dieses Jahr wurden die Mittel den Angaben zufolge bereits auf rund 4,5 Millionen Euro gekürzt.
«Wir hoffen, dass sich in der Beratung des Haushalts im Bundestag noch Möglichkeiten ergeben, eine Bundesfinanzierung sicherzustellen, die der herausragenden Bedeutung des Reeperbahn-Festivals als einer der global wichtigsten Musikveranstaltungen und als Leuchtturm der deutschen und europäischen Musikwirtschaft weiterhin gerecht wird», sagte Brosda der Deutschen Presse-Agentur.
Schmidt kritisierte, dass – während am Reeperbahn-Festival gespart werde – die Bundeszuschüsse für die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele offenbar steigen sollen. «Diese einseitige Schwerpunktsetzung ist eines Kulturstaatsministers nicht würdig.»
Das Reeperbahn-Festival sei kein Hamburger Nischenprojekt, «sondern die wichtigste Plattform der deutschen Musik- und Kreativwirtschaft», betonte der SPD-Abgeordnete. Die bisherigen Kürzungen habe Hamburg mit erheblichen zusätzlichen Landesmitteln abgefedert. «Doch die Förderung der gesamten deutschen Musikbranche kann und darf nicht allein Aufgabe Hamburgs sein.»
Auch Brosda warnte: Sollten die Kürzungen wie vom Kabinett beschlossen kommen, «droht eine empfindliche Schwächung des Musikstandorts Deutschland».
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