Inselradio Föhr Friesische Karibik für die Ohren
Inga Rumpf ist froh, dass sie ihre Karriere schon vor Jahrzehnten gestartet hat, weil es heutzutage ihrer Meinung nach viel schwieriger ist. (Archivbild) Foto: Christian Charisius/dpa
Hamburg (dpa) – Die Rocksängerin Inga Rumpf (79, «My Life Is A Boogie») bedauert Entwicklungen auf dem Musikmarkt, der sich von Schallplatten und CDs auf das Internet verlagert hat. «Spotify und Co. machen uns Künstler kaputt», sagte Rumpf der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.
«Ich habe Gott sei Dank immer noch Fans, die für einen Download aus dem Internet bezahlen – so einen Euro pro Stück. Aber andere Künstler verdienen heute gar nichts, es sei denn, sie haben Millionen Downloads», sagte Rumpf. Für junge Musiker sei es immer schwieriger, eine Produktion zu machen. Da nur noch wenige Menschen einen CD-Player besäßen, würden auch nur wenige der Tonträger hergestellt.
Mit der Technik hätten sich zudem die Hörgewohnheiten der Fans geändert. «Ich erinnere mich an eine Zeit, in der wir alle halbe Jahre einmal eine Langspielplatte gekauft haben – und die bis zum Rillenboden von morgens bis abends gehört haben. Wir kannten unsere Lieblingskünstler in- und auswendig, konnten jeden Ton mitsingen», sagte der Rockstar, der am Sonntag (2. August) 80. Geburtstag feiert. Heute seien die oft kostenlosen Downloads so inflationär, dass wohl nicht immer so intensiv zugehört werde.
Auch ihre eigenen Hörgewohnheiten sind mittlerweile anders: «Ich höre fast gar keine Musik mehr», gestand Rumpf. Dafür steht ein großes, bereits ausverkauftes Geburtstagskonzert in der Hamburger Elbphilharmonie in ihrem Terminkalender. Unter dem Motto «Inga 80 – Inga Rumpf & Friends + Very Special Guests» soll am 13. September die Post abgehen. Ende des Jahres soll davon ein Live-Mitschnitt erscheinen – auf CD.
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