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Ein besonderer Schulstart in Wyk: 34 Erstklässler beginnen an der Rüm-Hart-Schule ihre Schulzeit – 30 von ihnen besuchen den Offenen Ganztag
34 Kinder sind an der Rüm-Hart-Schule in Wyk eingeschult worden. Gleichzeitig startet für die Schule ein besonderes Jahr: 30 Erstklässler nutzen den Offenen Ganztag, und durch den neuen Rechtsanspruch auf Ganztags- und Ferienbetreuung bleibt die Schule künftig fast das gesamte Jahr geöffnet.
Mit Schultüten, Schulranzen und jeder Menge Aufregung hat für 34 Mädchen und Jungen an der Rüm-Hart-Schule in Wyk ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Doch der Einschulungsjahrgang 2026 ist auch für die Schule selbst ein besonderer: Mit dem neuen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung verändert sich der Schulalltag deutlich. 30 der 34 Erstklässler nehmen bereits die Offene Ganztagsschule in Anspruch – und durch die neue Ferienbetreuung bleibt die Schule künftig fast das gesamte Jahr geöffnet.
Am Mittwochvormittag gehörte die Rüm-Hart-Schule zunächst ganz den neuen Schulkindern und ihren Familien. Um 10 Uhr begann die Einschulungsfeier, bei der die jetzigen Zweitklässler ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler willkommen hießen. Die Frosch- und die Schmetterlingsklasse hatten dafür ein kleines Programm vorbereitet. Neben dem Lied „Herzlich willkommen“ führten die Kinder das Theaterstück „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ auf. Mit „Ich bin anders als du bist anders“ folgte ein weiteres Lied, bevor die Schulanfängerinnen und Schulanfänger einzeln aufgerufen wurden und gemeinsam mit ihren neuen Klassen zu ihrer ersten Schulstunde aufbrachen.
Die 34 Erstklässler verteilen sich auf zwei Klassen. Die Klasse 1a startet als „Marienkäferklasse“. Klassenlehrerin ist Merle Sievers, unterstützt wird die Klasse von den Poolkräften Thomas Lehfeld und Rolf Ganzel. Die Klasse 1b geht als „Bienenklasse“ ins neue Schuljahr. Klassenlehrerin ist Silke Nelius. Zusätzlich begleitet Christiane Asmussen als Schulassistenz der Rüm-Hart-Schule die Kinder.
Während für die Erstklässler mit Schulranzen und Schultüte die erste Unterrichtsstunde begann, konnten Eltern und Gäste bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse zusammenkommen und sich zugleich die Räume der Offenen Ganztagsschule anschauen.
Hinter dem fröhlichen Einschulungstag steht in diesem Jahr eine große Veränderung. Mit Beginn des neuen Schuljahres greift für die Erstklässler schrittweise der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Dieser umfasst auch die Ferienzeiten. Familien haben damit Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder im Umfang von acht Stunden pro Werktag. In den kommenden Jahren wird der Rechtsanspruch Jahrgang für Jahrgang auf weitere Klassenstufen ausgeweitet.
Wie groß der Bedarf auf Föhr bereits jetzt ist, zeigen die Zahlen der Rüm-Hart-Schule besonders deutlich: Von den 34 neu eingeschulten Kindern sind 30 für die Offene Ganztagsschule angemeldet. Schulleiter Christoph Steier bezeichnete diese Quote als außergewöhnlich hoch. Insgesamt besuchen derzeit 149 Schülerinnen und Schüler die Rüm-Hart-Schule, eine Grundschule mit Förderzentrum. Schon im vergangenen Schuljahr nutzten 111 Kinder die Angebote des Offenen Ganztages. Die Gesamtquote liegt damit bei mehr als 75 Prozent. „Unsere Erfahrung ist, dass, wenn das OGS-Angebot da ist, es auch immer mehr angenommen wird“, sagt Steier. Mit dem neuen Rechtsanspruch steigen allerdings nicht nur die Nachfrage, sondern auch die Anforderungen an Schule, Schulträger und Betreuungskräfte erheblich.
Besonders deutlich wird die Veränderung beim Blick auf den Kalender. Die Rüm-Hart-Schule wird in diesem Schuljahr lediglich noch vier Wochen komplett geschlossen sein. Auch während eines großen Teils der Schulferien muss künftig Betreuung angeboten werden. Schon in den bevorstehenden Herbstferien bleibt die Schule nach Angaben des Schulleiters lediglich eine Woche geschlossen, während in den beiden anderen Ferienwochen eine Betreuung stattfindet. Für diese Ferienbetreuung stehen 14 Kräfte des Amtes Föhr-Amrum, von „Familie im Mittelpunkt“ und der Lebenshilfe zur Verfügung. Damit entwickelt sich die Schule zunehmend von einem reinen Lernort zu einem Ort, an dem Kinder einen großen Teil ihres Tages und künftig auch einen erheblichen Teil ihrer Ferienzeit verbringen. Genau darin liegt eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre: Die zusätzliche Zeit soll nicht lediglich mit Betreuung gefüllt werden. Den Kindern sollen auch außerhalb des klassischen Unterrichts abwechslungsreiche und sinnvolle Angebote gemacht werden.
Deshalb möchte die Rüm-Hart-Schule künftig noch stärker mit der Inselgemeinschaft zusammenarbeiten. Gesucht werden Vereine, Institutionen und andere mögliche Kooperationspartner, die sich mit eigenen Ideen in die Gestaltung des Ganztags und der Ferienbetreuung einbringen können. Denkbar sind beispielsweise Angebote aus den Bereichen Sport, Kultur, Musik, Natur oder anderen Freizeitbereichen. Die Schule hofft dabei auf Synergieeffekte, von denen nicht nur die Kinder, sondern auch die beteiligten Vereine und Institutionen profitieren können. Unter dem Motto „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ – von der Schule passend zu „eine ganze Insel“ erweitert – soll deshalb gemeinsam darüber gesprochen werden, wie ein vielfältiges Angebot entstehen kann.
Dazu lädt die Rüm-Hart-Schule am Donnerstag, 20. August, um 19.30 Uhr zu einem Austausch- und Informationsabend in den Musikraum der Schule ein. Vorgestellt werden sollen die Offene Ganztagsschule, der neue Rechtsanspruch und mögliche Kooperationsideen. Eingeladen sind ausdrücklich Interessierte, Vereine, Institutionen und Menschen, denen die Entwicklung und Förderung der Kinder auf Föhr am Herzen liegt.
Zum Start in das neue Schuljahr gab es darüber hinaus eine weitere positive Nachricht. Die Sporthalle der Rüm-Hart-Schule wurde erneuert und steht den Schülerinnen und Schülern damit wieder entsprechend zur Verfügung. So beginnt an der Wyker Grundschule in diesem August nicht nur für 34 Erstklässler ein neuer Abschnitt. Auch für die Rüm-Hart-Schule selbst verändert sich mit dem Rechtsanspruch auf Ganztags- und Ferienbetreuung vieles grundlegend. Dass gleich 30 von 34 Schulanfängern den Offenen Ganztag nutzen, zeigt bereits im ersten Jahr, welche Bedeutung dieses Angebot für Föhrer Familien hat.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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todayAugust 24, 2026 240 132
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