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Die vier Häuser am Kortdeelsweg nehmen immer mehr Gestalt an. Insgesamt entstehen hier 46 Dauerwohnungen, die bis Ende Juli 2027 bezugsfertig sein sollen. Foto: Stadt Wyk auf Föhr/Andreas Hansen
Am Kortdeelsweg in Wyk entstehen 46 neue Dauerwohnungen für Föhr. Die vier Häuser nehmen sichtbar Gestalt an, der Innenausbau läuft bereits. Bis Ende Juli 2027 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.
Wo vor wenigen Monaten noch eine große Baustellenfläche zu sehen war, nehmen inzwischen vier neue Wohnhäuser deutlich Gestalt an. Am Kortdeelsweg in Wyk entstehen derzeit 46 Dauerwohnungen, die nach aktuellem Stand bis Ende Juli 2027 bezugsfertig sein sollen. Die Wohnungsbaugenossenschaft Föhr-Amrum eG (WoeG) sieht das Projekt weiterhin voll im Zeitplan – und an einigen Stellen laufen die Arbeiten sogar schneller als ursprünglich vorgesehen.
Gebaut wird zwischen Fliederweg und Sanddornweg. Die vier Häuser entstehen im Energiestandard KfW 40 und bieten später Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen zwischen 49,6 und 88,4 Quadratmetern. Entscheidend ist dabei der Zweck des Projekts: Hier entsteht kein weiterer Ferienwohnraum, sondern dauerhaft verfügbarer und bezahlbarer Wohnraum für Menschen, die auf Föhr leben.
Auf der Baustelle ist inzwischen ein wichtiger Abschnitt erreicht. Die Dachstühle sind aufgesetzt, gleichzeitig laufen an verschiedenen Stellen bereits Arbeiten im Inneren. Besonders weit fortgeschritten ist Haus 3. Dort sind Trockenbauer und Elektriker beschäftigt, als nächster Schritt steht der Innenputz an. Auch der Zementestrich ist bereits eingebracht. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um anschließend die Fußbodenheizung zu verlegen.
Nach Angaben der Projektverantwortlichen läuft der Bau so planmäßig, dass inzwischen sogar darüber nachgedacht wird, einzelne Hausanschlüsse früher als zunächst vorgesehen herzustellen. Einen wichtigen Anteil daran haben zahlreiche beteiligte Handwerksbetriebe. Fast alle eingesetzten Firmen kommen aus Nordfriesland oder Dithmarschen, viele direkt von Föhr. Manfred Kögler, Oberbauleiter von Kähler Bau, zeigt sich insbesondere vom Zusammenspiel auf der Insel angetan: „Ich bin sehr positiv überrascht, wie verlässlich hier alles abläuft.“ Gerade die Insel-Nachunternehmer hätten einen großen Anteil daran, dass das Projekt weiterhin im Zeitplan liege.
Während draußen an Dächern und Fassaden gearbeitet wird, müssen längst Entscheidungen getroffen werden, die später in den einzelnen Wohnungen sichtbar werden. Bemusterungen für Bodenbeläge und Fliesen gehören ebenso dazu wie Fragen zur Gestaltung der Treppenhäuser, der Sanitärausstattung, der Schließanlage oder der Briefkästen. Allein bei den Küchen müssen aufgrund der unterschiedlichen Wohnungsgrundrisse sechs verschiedene Typen berücksichtigt werden.
Auch Amtsdirektor Christian Stemmer, Vorstandsmitglied der WoeG, zieht zum derzeitigen Stand ein positives Zwischenfazit. „Rundherum bin ich mit der Qualität mehr als zufrieden“, sagt Stemmer. Das gelte vom Rohbau bis hin zu Materialien, Farben und technischen Details. Für ihn gehören die vier Gebäude zu den wichtigen Bausteinen der allgemeinen Daseinsvorsorge auf Föhr.
In den kommenden Wochen geht es nun darum, die Gebäude möglichst weit wetterfest zu bekommen. Sobald die Dächer vollständig geschlossen sind, können die Arbeiten während der Wintermonate weitgehend im Inneren fortgesetzt werden. Auch Wyks Bürgermeister Uli Hess blickt deshalb optimistisch auf die nächsten Bauabschnitte. Wenn alles weiterhin nach Plan läuft, könne über Winter und Frühjahr in Ruhe im Inneren gearbeitet werden. Hess sieht in dem Projekt vor allem einen wichtigen Beitrag zur Schaffung des auf der Insel benötigten Dauerwohnraums.
Bis dahin bleibt auf der Baustelle allerdings noch einiges zu tun. Das Ziel steht fest: Ende Juli 2027 sollen alle 46 Wohnungen bezugsfertig sein. Damit würde innerhalb vergleichsweise kurzer Bauzeit ein Wohnprojekt fertiggestellt, das angesichts des angespannten Dauerwohnungsmarktes auf Föhr eine besondere Bedeutung hat.
Wer beobachten möchte, wie sich die vier Häuser bis dahin verändern, kann den Baufortschritt mittlerweile auch von zu Hause verfolgen. Kähler Bau hat eine Webcam mit Blick auf die Baustelle eingerichtet. Woche für Woche lässt sich damit beobachten, wie aus den Rohbauten Schritt für Schritt neue Wohnungen werden – und wenn der aktuelle Zeitplan hält, im kommenden Sommer schließlich ein neues Zuhause für zahlreiche Menschen auf Föhr.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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