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Autofährverkehr aus vergangenen Zeiten: Die „Pidder Lyng“ mit Fahrzeugen an Bord. Historische Aufnahmen wie diese zeigen, wie sich die Fährschifffahrt im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Foto: Archiv W.D.R./FotoFlite, Sammlung Frederik Erdmann
Heute sind Autofähren zwischen Föhr, Amrum und dem Festland selbstverständlich. Doch wie begann diese Entwicklung eigentlich? Ein Vortrag in Alkersum nimmt Besucher mit auf eine Reise durch 65 Jahre nordfriesische Fährgeschichte – von den ersten Autofähren bis zu den heutigen Verbindungen. Der Eintritt ist frei.
Wer heute mit dem Auto nach Föhr oder Amrum reist, fährt ganz selbstverständlich auf eine Fähre. Fahrzeuge rollen an Bord, die Leinen werden gelöst und wenig später beginnt die Überfahrt. Doch was heute zum Alltag der Inseln gehört, war vor 65 Jahren noch eine vergleichsweise neue Entwicklung. Wie sich der Autofährverkehr in Nordfriesland entwickelte und welche Unternehmen dabei eine entscheidende Rolle spielten, steht im Mittelpunkt eines Vortrags in Alkersum.
Die Ferring Stiftung lädt dazu am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 19:30 Uhr in ihre Räumlichkeiten in der Hauptstraße 7 ein. Referent ist Frederik Erdmann, der sich mit der Entwicklung der Autofähren in und aus Nordfriesland beschäftigt.
Der Blick zurück beginnt vor genau 65 Jahren. Damals lieferte die Husumer Schiffswerft ihren ersten Autofährenneubau ab – allerdings zunächst nicht für den Einsatz in Nordfriesland, sondern für den europäischen Markt. Wenige Jahre später kamen auch in der Region die ersten Autofähren zum Einsatz und veränderten die Verkehrsanbindung der Inseln und Halligen.
Damit begann eine Entwicklung, die den Verkehr zwischen Festland und Inseln nachhaltig prägen sollte. Der Transport von Fahrzeugen wurde zunehmend zu einem festen Bestandteil der Schifffahrt. Gleichzeitig entwickelten sich die Anforderungen an die Schiffe und ihre Einsatzmöglichkeiten weiter.
Frederik Erdmann beleuchtet in seinem Vortrag sowohl bekannte als auch weniger bekannte Schiffe. Eine besondere Rolle spielt dabei die Husumer Schiffswerft, die über 35 Jahre lang zu den angesehenen nordfriesischen Adressen im Fährschiffbau gehörte.
Für Besucher von Föhr und Amrum dürfte insbesondere der Blick auf die regionalen Reedereien interessant sein. Der Vortrag beschäftigt sich unter anderem mit der Entwicklung der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.), die den Fährverkehr zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum prägt.
Darüber hinaus geht es um die Geschichte der Norddeutschen Personen-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (NPDG), die Fährverbindungen zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark sowie um die FRS Syltfähre und ihre deutsch-dänische Vergangenheit.
Die Veranstaltung verspricht damit nicht nur einen Rückblick auf die technische Entwicklung der Autofähren, sondern auch Einblicke in ein wichtiges Stück nordfriesischer Verkehrsgeschichte.
Der Vortrag „65 Jahre Autofähren in und aus Nordfriesland“ beginnt am Mittwoch, 28. Oktober, um 19:30 Uhr in der Ferring Stiftung, Hauptstraße 7 in Alkersum. Der Eintritt ist frei. Die Stiftung freut sich über Spenden.
Geschrieben von: admin
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