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Gemeinsam begutachteten Bürgermeister Hark Riewerts, Erschließungsmanager Olaf Engelbrecht und weitere Projektbeteiligte die fertiggestellten Erschließungsarbeiten im neuen B-Plan 8 in Oldsum.
Mit der offiziellen Abnahme der Erschließungsarbeiten ist der nächste Meilenstein des B-Plans 8 in Oldsum erreicht. Das Projekt schafft Platz für Gewerbe, Dauerwohnen und eine nachhaltige Energieversorgung.
Für Oldsum ist es ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zukunft: Mit der offiziellen Abnahme der Erschließungsarbeiten ist der Weg für die nächsten Bauabschnitte im B-Plan 8 frei. Dort entstehen nicht nur ein neues Gewerbegebiet und ein Mischgebiet für Dauerwohnen, sondern auch die Voraussetzungen für eine klimafreundliche Wärmeversorgung durch den bereits geplanten Energiepark. Bei der Abnahme war auch unsere Redaktion vor Ort und sprach mit Erschließungsmanager Olaf Engelbrecht sowie Oldsums Bürgermeister Hark Riewerts über eines der bedeutendsten Entwicklungsprojekte der Gemeinde.
Ein Baugebiet mit drei Zielen
Bereits 2020 fiel der Startschuss für den Bebauungsplan 8. Seitdem hat das Planverfahren mehrere Jahre in Anspruch genommen. Bürgermeister Hark Riewerts machte im Gespräch deutlich, dass ihm dieser Zeitraum deutlich zu lang gewesen sei. Umso erfreulicher sei es, dass die eigentliche Erschließung anschließend vergleichsweise zügig umgesetzt werden konnte. Das Besondere an dem Projekt: Es verfolgt gleich mehrere Ziele gleichzeitig. Neben einem neuen Gewerbegebiet entsteht ein Bereich für Dauerwohnen, während der Energiepark künftig eine alternative Wärmeversorgung für zahlreiche Häuser in Oldsum ermöglichen soll. „Wir schlagen damit quasi drei Fliegen mit einer Klappe“, fasste Riewerts die Idee hinter dem Projekt zusammen.
Seit Jahren beschäftigt die Gemeinde ein Problem: Viele der rund 70 Gewerbebetriebe im Ort sind räumlich an ihre Grenzen gestoßen. Erweiterungen waren oftmals nicht möglich, weil sich die Betriebe mitten in Wohngebieten befinden oder schlicht kein Platz mehr vorhanden war. „Immer wieder kamen Gewerbetreibende auf mich zu und fragten nach Flächen – und ich hatte nichts anzubieten“, berichtete Riewerts. Mit dem neuen Gewerbegebiet ändere sich das nun. Von den rund 12.000 Quadratmetern Gewerbefläche seien bereits etwa 4.000 Quadratmeter reserviert. Weitere Flächen stehen interessierten Unternehmen noch zur Verfügung. Zusätzlich hält die Gemeinde rund 3.000 Quadratmeter für eigene künftige Planungen zurück.
Für die technische Planung zeichnete Diplom-Ingenieur Olaf Engelbrecht von der Ingenieurgesellschaft Steinburg verantwortlich. Gemeinsam mit seinem Team plante er die komplette Erschließung – von den Straßen über die Ver- und Entsorgung bis hin zur Koordination der Bauarbeiten.
Eine besondere Herausforderung sei dabei der hohe Grundwasserstand gewesen. Damit die notwendigen Schmutzwasserkanäle überhaupt verlegt werden konnten, musste das Grundwasser während der Bauarbeiten aufwendig abgesenkt werden. Zusätzlich entstand ein neues Pumpwerk, das das Abwasser künftig zuverlässig in das bestehende Kanalnetz der Gemeinde befördert. Parallel wurden Regenwasserleitungen verlegt und zunächst eine Erschließungsstraße gebaut, damit die ersten Unternehmen ihre Grundstücke bebauen können.
Sowohl Olaf Engelbrecht als auch Bürgermeister Hark Riewerts hoben die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. Die Bauarbeiten wurden von den Schleswiger Asphalt-Splitt-Werken (SAW) ausgeführt. Besonders Bauleiter Tom Ingwersen habe durch seine Erfahrung auf Föhr und den engen Kontakt zu den Anwohnern wesentlich zum reibungslosen Ablauf beigetragen. Ein weiterer Vorteil: Weil das Unternehmen zeitgleich bereits bei den Straßen- und Kreiselarbeiten auf Föhr im Einsatz war, konnte die Gemeinde die Erschließung im „Windschatten“ dieser Maßnahmen vergleichsweise schnell und wirtschaftlich umsetzen. Auch das erste größere Starkregenereignis habe bereits gezeigt, dass das neue Entwässerungssystem wie geplant funktioniert.
Mit der offiziellen Abnahme beginnen nun die Gewährleistungsfristen für die Bauarbeiten. Gleichzeitig können die nächsten Entwicklungsschritte des B-Plans 8 vorbereitet werden. Für Bürgermeister Hark Riewerts ist das Projekt weit mehr als nur ein neues Baugebiet. Es schaffe neue Perspektiven für Unternehmen, verbessere die Voraussetzungen für dringend benötigten Wohnraum und lege gleichzeitig den Grundstein für eine nachhaltige Energieversorgung. Für Oldsum ist damit ein lang vorbereitetes Zukunftsprojekt einen entscheidenden Schritt weitergekommen – und die Gemeinde sieht sich für die kommenden Jahre deutlich besser aufgestellt.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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