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todaySeptember 21, 2026 259 58 5
Einbruch in der Nacht zum Montag: Im Aquamarin am AquaFöhr wurde die Seiteneingangstür aufgehebelt. Unter anderem wurden ein Tresor und zwei mobile Videokameras gestohlen. Die Polizei ermittelt auch zu zwei weiteren Taten in Wyk.
Drei Gewerbebetriebe in Wyk waren in der Nacht vom 20. auf den 21. September betroffen. Die Polizei geht von einem Zusammenhang aus. Im Aquamarin am AquaFöhr wurde unter anderem ein Tresor gestohlen.
Drei Gewerbebetriebe, drei Tatorte in fußläufiger Entfernung und alles innerhalb einer Nacht: In Wyk ist es von Sonntag auf Montag, 20. auf 21. September, zu mehreren Einbrüchen beziehungsweise unbefugten Zutritten gekommen. Betroffen waren Objekte im Stockmannsweg, im Promenadenweg und im Fehrstieg. Die Polizei geht nach aktuellem Ermittlungsstand von einem Zusammenhang zwischen den Taten aus. Einen der betroffenen Betriebe kennt unsere Redaktion aus eigener Recherche: Im Strandcafé und Bistro Aquamarin am Aquaföhr wurde eine Seiteneingangstür aufgehebelt, im Inneren entstand Schaden – und die Täter nahmen unter anderem einen Tresor mit. Für die Betreiber Mubash-Shir und Dayna Hasan ist der Einbruch mehr als nur ein materieller Verlust.
Am Sonntagabend war im Aquamarin noch alles wie gewohnt. Das Bistro hatte geöffnet, erst danach muss sich der Einbruch ereignet haben. Da montags normalerweise Ruhetag ist, wurde die Tat nicht unmittelbar am frühen Morgen bemerkt. Ein Mitarbeiter der Stadt entdeckte den Einbruch im Laufe des Montagvormittags, anschließend wurde die Polizei verständigt. Wann genau der oder die Täter in das Bistro eingedrungen sind, lässt sich nicht näher eingrenzen.
Die Spuren des Einbruchs waren bei unserem Besuch deutlich zu erkennen. Nach Angaben der Polizeidirektion Flensburg wurde die Seiteneingangstür des Bistros aufgehebelt. Im Inneren wurde unter anderem die Kassenlade beschädigt. Entwendet wurde ein Tresor, in dem nach Angaben der Betreiber Wechselgeld aufbewahrt wurde. Eine konkrete Summe lässt sich nicht beziffern. Darüber hinaus bestätigt die Polizei, dass zwei mobile Videokameras gestohlen wurden. Gerade für Mubash-Shir und Dayna Hasan sitzt der Schreck tief. Mubash-Shir Hasan lebt und arbeitet bereits seit 2009 auf Föhr und ist seit vielen Jahren eng mit dem Aquamarin verbunden. Dass jemand gewaltsam in den Betrieb eindringt und die Räume durchsucht, hinterlässt deshalb nicht nur kaputte Gegenstände. Das Betreiberpaar beschreibt den Einbruch vor allem als einen Schock. Nach all den Jahren auf der Insel hätten sie etwas Derartiges hier bislang nicht erlebt.
Besonders Dayna Hasan zeigt sich von dem Geschehen enttäuscht und erschüttert. Für ihren Mann hat sich mit dem Einbruch auch ein Stück des bisherigen Sicherheitsgefühls verändert. Föhr sei für ihn nicht mehr dieselbe „heile Welt“ wie noch vor Jahren, sagt Mubash-Shir Hasan im Gespräch mit unserer Redaktion. Sein Blick richtet sich deshalb auch auf andere Gewerbetreibende auf der Insel: Sie sollten das Geschehen ernst nehmen und überprüfen, wie ihre Betriebe abgesichert sind. Auch Björn Hoppe, Geschäftsführer des Aquaföhr, reagiert auf den Einbruch in das unmittelbar am Erlebnisbad gelegene Bistro. Seine Haltung bringt er dabei kurz auf den Punkt: „Föhr ohne kriminelle Machenschaften gefällt mir einfach besser.“
Dass der Einbruch ins Aquamarin offenbar kein einzelner Vorfall war, bestätigte die Polizeidirektion Flensburg am Montagnachmittag. Nach aktuellem Stand wurden der Polizei insgesamt drei Fälle aus derselben Nacht gemeldet. Die Tatorte liegen im Stockmannsweg, Promenadenweg und Fehrstieg und damit nach Angaben der Polizei in fußläufiger Entfernung voneinander. Die Ermittler gehen von einem Tatzusammenhang aus.
Während unsere Redaktion den betroffenen Betrieb im Stockmannsweg durch eigene Recherche als das Aquamarin identifizieren konnte, nennt die Polizei zu den beiden anderen Tatorten bewusst keine Namen. Im Promenadenweg wurde demnach ebenfalls die Nebentür eines Lokals aufgehebelt. Dort wurde Bargeld im unteren dreistelligen Bereich entwendet. Im Fehrstieg verschaffte sich jemand unbefugt Zutritt zum Gelände eines Gewerbebetriebes. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es dort jedoch nicht zu einem Diebstahl. Ob eine einzelne Person oder mehrere Täter hinter den Fällen stecken, geht aus den bisherigen Angaben der Polizei nicht hervor. Der von den Ermittlern angenommene Tatzusammenhang bedeutet deshalb zunächst nur, dass die Polizei die drei Fälle miteinander in Verbindung bringt. Die Ermittlungen der Polizeistation Wyk laufen.
Bei einer der Taten liegt der Polizei eine Personenbeschreibung vor. Gesucht werden deshalb Zeugen, denen in der Nacht von Sonntag auf Montag möglicherweise eine entsprechende Person aufgefallen ist. Beschrieben wird ein Mann mit stämmiger Figur, der eine Bauchtasche wie eine Umhängetasche getragen haben soll. Außerdem wird eine Tätowierung an der rechten Hand genannt. Besonders auffällig: Die Person soll geschlossene Hausschuhe mit Felleinlagen getragen haben. Wichtig dabei: Die Polizei ordnet diese Beschreibung ausdrücklich einer der Taten zu. Ob die beschriebene Person auch mit den beiden anderen Fällen in Verbindung steht, ist bislang nicht geklärt.
Die Polizeistation Wyk bittet nun Menschen, die in der betreffenden Nacht an einem der drei Tatorte verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder andere sachdienliche Hinweise geben können, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter 04681 758980 oder per E-Mail an Wy*****@************sh.de entgegen.
Für Mubash-Shir und Dayna Hasan bleibt derweil vor allem der Schock darüber, dass es ihren eigenen Betrieb getroffen hat. Wo sonst Gäste mit Blick auf die Nordsee sitzen, essen und trinken, zeugen nun eine gewaltsam geöffnete Tür und die Schäden im Inneren davon, was sich nach Feierabend abgespielt hat. Und spätestens mit der Bestätigung zweier weiterer Fälle ist klar: Was im Aquamarin passiert ist, war in dieser Nacht offenbar kein isolierter Vorfall.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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