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Aus einer Leidenschaft, die schon in ihrer Kindheit begann, wird ein eigenes Unternehmen: Maren Carina Nissen startet auf Föhr mit Macani Productions und möchte mit ihren Filmen vor allem echte Momente und Emotionen festhalten.
Mit zehn oder elf Jahren begann Maren Carina Nissen, eigene Videos zu drehen. Jetzt wagt die 29-jährige Föhrerin mit Macani Productions den Schritt in die Selbstständigkeit – und möchte mit ihren Filmen vor allem eines: Menschen berühren.
Manchmal beginnt eine neue Geschichte nicht mit einem ausgefeilten Plan. Manchmal ist da zunächst nur dieser Gedanke, der über Jahre immer wieder auftaucht: Eigentlich könnte ich aus dem, was ich liebe, doch mehr machen. Bei Maren Carina Nissen war dieser Gedanke ungefähr sechs Jahre lang da – und verschwand genauso oft wieder in der Schublade. Bis er eines Tages plötzlich zurückkam. Diesmal so stark, dass für die 29-Jährige feststand: Jetzt mache ich es wirklich.
Mit Macani Productions wagt die Föhrerin den Schritt in die Selbstständigkeit und macht aus einer Leidenschaft, die sie schon seit ihrer Kindheit begleitet, ihren Beruf. Sie möchte Menschen, Paare, Familien und Tiere ebenso mit der Kamera begleiten wie Fahrzeuge, kreative Projekte oder Unternehmen und Marken. Doch eigentlich geht es ihr um etwas, das sich nur schwer in eine Angebotsliste schreiben lässt: um Gefühle, echte Momente und Geschichten, die in bewegten Bildern weiterleben. „Ich war schon immer ein sehr kreativer Mensch. Ich liebe es, Dinge zu erschaffen und gleichzeitig bin ich sehr emotional“, erzählt Maren im Gespräch mit unserer Redaktion. Genau diese beiden Seiten seien es, die auch Macani ausmachen sollen: Kreativität und Emotion.
Die Kamera begleitet Maren schon viel länger als die Idee eines eigenen Unternehmens. Etwa zehn oder elf Jahre alt war sie, als sie ihre erste Digitalkamera bekam. Gemeinsam mit Freundinnen entstanden Videos, dazu kamen die Songs, die damals gerade angesagt waren – und anschließend wurde daraus am Computer ein eigenes kleines Musikvideo.
Schon damals faszinierte sie nicht nur das Filmen. Fast noch wichtiger war das, was anschließend passierte. Aus einzelnen Aufnahmen entstand im Schnitt etwas Neues. Bilder und Musik bekamen einen Zusammenhang, plötzlich erzählten sie eine Geschichte. „Dieses daraus dann was zu erschaffen, was künstlerisch ist und mit der Musik passt und einfach Spaß macht anzuschauen, da ging es schon los.“ Vielleicht, glaubt Maren, liegt diese Begeisterung sogar ein Stück weit in der Familie. Ihr Großvater habe früher seine Filmkamera nahezu überallhin mitgenommen – „seit ich denken kann bis zum Schluss“. Sie lächelt, als sie davon erzählt: „Ich glaube, das ist ein bisschen auch auf mich übergeschwappt.“
Aus den ersten Musikvideos wurde über die Jahre eine Leidenschaft, die nie verschwand. Und immer wieder hörte Maren von anderen, sie könne daraus doch mehr machen und ihre Filme auch für andere Menschen produzieren. Der Gedanke gefiel ihr. Wirklich greifbar fühlte er sich lange trotzdem nicht an. „Ich war dann in meiner Komfortzone und dachte mir: Ach, passt doch alles so, wie es ist.“ Rund sechs Jahre lang kam und ging die Idee einer Selbstständigkeit. Bis zu diesem einen Moment.
Das Überraschende daran: Es gab keinen besonderen Auftrag, kein einschneidendes Erlebnis und keinen lange vorbereiteten Stichtag. Der Gedanke war einfach plötzlich wieder da. „Das kam wirklich urplötzlich aus dem Nichts“, erinnert sich Maren. „Hey, da war doch was. Du kannst doch damit was machen.“ Und diesmal verschwand die Idee nicht wieder. Im Gegenteil. „Dann habe ich richtig dafür gebrannt.“
Aus einem Gedanken wurden innerhalb kurzer Zeit Ideen, Brainstormings und konkrete Vorstellungen. Für Maren stand fest: Sie will es versuchen. Die Frage, ob alles genauso funktionieren würde wie erhofft, wollte sie dabei nicht zum Hindernis werden lassen. „Entweder es funktioniert oder es funktioniert halt nicht“, sagt sie. „Lieber versuche ich es, anstatt mich irgendwann zu ärgern, dass ich es nicht versucht habe.“ Selbst wenn es am Ende nicht klappen sollte, könne sie dann immer noch sagen, dass sie den Mut dazu hatte.
Nervös wurde sie erst, als aus der Idee etwas Öffentliches wurde. Nach Jahren ohne Social Media hatte Maren weitgehend „unter dem Radar“ gelebt. Nun sollte sie sich plötzlich mit ihrem eigenen Unternehmen zeigen. Würden andere verstehen, was sie mit ihren Filmen vermitteln möchte? Würden sie fühlen, was sie selbst darin sieht? Auch der Name ist dabei so persönlich wie das Projekt selbst. Macani setzt sich aus ihrem Namen Maren Carina Nissen zusammen. Auf die Idee kam ihr bester Freund, als Familie und Freunde gemeinsam nach einem passenden Künstlernamen suchten. Aus den einzelnen Bestandteilen wurde Macani – und schließlich Macani Productions.
Wer Maren nach dem Stil ihrer Filme fragt, bekommt keine Antwort über technische Perfektion oder möglichst aufwendige Inszenierungen. Sie möchte cineastische Filme produzieren, aber nicht um jeden Preis Bilder schaffen, die aussehen, als kämen sie aus einer Hollywood-Produktion. „Mir ist vielmehr wichtiger, welches Gefühl der Film vermittelt“, sagt sie. Im besten Fall soll der Zuschauer für einen Moment in diese Geschichte eintauchen und die Welt um sich herum vergessen.
Gerade deshalb möchte Maren Menschen vor ihrer Kamera nicht in starre Posen zwingen. Wer unsicher ist, bekommt Hilfestellung und Anregungen. Gleichzeitig lässt sie die Kamera bewusst auch dann weiterlaufen, wenn vermeintlich gerade nichts passiert. Denn häufig seien es genau die ungeplanten Sekunden, die später besonders wertvoll werden. „Ihr müsst euch nicht verstellen, ihr müsst nicht das Gefühl haben, dass ihr hier irgendwas perfekt machen müsst“, beschreibt sie ihren Ansatz. Jeder Mensch sei auf seine eigene Art besonders – und genau das wolle sie einfangen.
Manchmal entdecken ihre Kunden deshalb später Szenen im fertigen Film, an deren Entstehung sie sich selbst kaum erinnern können. Ein Blick, eine Bewegung oder ein kurzer Augenblick, in dem niemand daran gedacht hat, dass gerade gefilmt wird. Für Maren sind es genau diese Momente, nach denen sie sucht.
Wie unterschiedlich diese Geschichten aussehen können, zeigt das Angebot von Macani. Bei einem Paar beispielsweise beginnt die Arbeit mit Fragen: Gibt es einen Wunschort? Welche Musik passt zu den beiden? Welcher Stil gefällt ihnen? Was macht ihre gemeinsame Geschichte aus? Daraus entwickelt Maren ein individuelles Konzept. Eine fertige Idee müssen Kunden nicht mitbringen. Etwa die Hälfte entstehe in der Vorbereitung, die andere Hälfte spontan beim Dreh, schätzt sie. Zusätzlich können aus dem Filmmaterial ausgewählte Standbilder in Originalqualität exportiert und aufgewertet werden.
Auch Unternehmen auf Föhr und darüber hinaus möchte Maren ansprechen. Denkbar sind Imagefilme, kurze Social-Media-Clips oder Einblicke hinter die Kulissen. Dabei gilt für sie dasselbe Prinzip wie bei privaten Filmen: Ein Betrieb soll hochwertig präsentiert werden, aber trotzdem persönlich und nahbar bleiben. Nicht nur das Unternehmen, sondern die Menschen dahinter sollen sichtbar werden. Neben einzelnen Produktionen sind auch regelmäßige Kooperationen für Social-Media-Content möglich. Und Macani richtet sich ausdrücklich nicht nur an Menschen, die auf Föhr leben. Auch Urlauber können ihre Zeit auf der Insel von Maren begleiten lassen. Für sie liegt darin ein besonderer Reiz: Ein Paar oder eine Familie nimmt dann nicht nur Urlaubsfotos mit nach Hause, sondern einen Film, der Jahre später vielleicht Geräusche, Bewegungen und vor allem das Gefühl dieser Tage zurückbringt.
Einen bestimmten Traumauftrag hat Maren erstaunlicherweise nicht. Ob kleines persönliches Projekt oder größere Produktion, sei für sie zweitrangig. Entscheidend ist, ob der Film am Ende etwas auslöst. Und auf die Frage nach dem vielleicht größten Kompliment muss sie selbst ein wenig lachen: „Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber tatsächlich, wenn jemand weint.“ Natürlich meint sie Freudentränen. Sie habe bereits erlebt, dass Menschen beim Anschauen ihrer Filme emotional wurden. Dann weiß sie, dass Bilder, Schnitt und Musik genau das geschafft haben, was sie erreichen wollte. „Mich macht es einfach glücklich, andere damit glücklich zu machen.“
In zwei oder drei Jahren soll Macani gewachsen sein und möglichst mehr Menschen erreichen – vielleicht längst über Föhr hinaus. Maren wünscht sich, dass Menschen irgendwann ganz gezielt zu ihr kommen, weil sie genau ihre Art des Geschichtenerzählens suchen. Doch der vielleicht persönlichste Wunsch hat gar nichts mit Reichweite oder Unternehmensgröße zu tun. Am Ende unseres Gesprächs fragen wir sie, wie sie irgendwann auf diesen Anfang zurückblicken möchte. Ihre Antwort erzählt eigentlich die ganze Geschichte von Macani: „Ich wünsche mir, dass ich eines Tages zurückblicken kann und einfach nur mich freuen kann und stolz auf mich selber sein kann, dass ich mich getraut habe, diesen Schritt zu gehen.“ Sie möchte dann nicht darüber nachdenken müssen, was vielleicht gewesen wäre. Sondern sagen können: „Ich habe mich getraut, ich habe es gemacht.“
Und vielleicht ist genau das der eigentliche erste Film ihrer neuen Geschichte: eine 29-jährige Föhrerin, eine Leidenschaft, die mit zehn oder elf Jahren und einer Digitalkamera begann – und der Mut, viele Jahre später endlich herauszufinden, wohin sie führen kann.
Wer eine eigene Idee mit Maren umsetzen möchte, kann sich per WhatsApp, E-Mail oder Instagram bei ihr melden. Eine fertige Vorstellung ist dafür nicht notwendig – aus ersten Wünschen und gezielten Fragen entwickelt sie gemeinsam mit ihren Kunden das Konzept.
Website: macaniproductions.de
Instagram: macani_productions
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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BerndS am Oktober 2, 2026
Viel Erfolg der jungen Dame und das Interview war sehr ansprechend.
Inselkind am Oktober 2, 2026
Glückwunsch zu der Entscheidung und klasse das Stefan dich unterstüzt mit diesem echt wunderschönen Bericht 🙂