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Lars Das in der heutigen Zeit gemeinsam auf einer Insel wie Föhr geht ist lobenswert und ihr habt unseren Respekt!! Liebes Team vom Radiosender und von der Zeitung ganz großartig . Und diese Kombi aus gemeinsamen Artikel und dann die Interviews zum Hören macht das Paket noch stärker und seitdem kaufen wi Iris Christiansen Ocke Hansen - Südstrand von Wyk Das Interview über Macani ist so schön geworden :-) MaxI Haben gesehen ihr macht mit dem Inselboten jetzt anscheinend etwas zusammen. Endlich , wurde auch Zeit und längst überfällig. Gefällt uns sehr gut also glückwunsch zu diesem Entschluss (Anm. Admin - wir freuen uns, das es euch gefällt)

Ausbildung

Azubi auf der Insel: Keno (16) von Amrum – Vom Fähren-Fan zum W.D.R.-Azubi

todayOktober 17, 2026 189 86 5

Hintergrund
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Früher Fähren-Fan, heute Teil der Besatzung: Keno (16) von Amrum lebt seinen Kindheitstraum

Schon als kleiner Junge wollte Keno Behrens auf einer Fähre arbeiten. Jetzt lernt der 16-jährige Amrumer bei der W.D.R. Schiffsmechaniker. Auf der „Norderaue“ zeigt er, was hinter den Türen passiert, die Fahrgästen verschlossen bleiben.

Die Sonne scheint über dem Wattenmeer, die MS Norderaue ist auf dem Weg von Wyk auf Föhr nach Amrum. Während die Fahrgäste im Salon sitzen, einen Kaffee trinken oder die Aussicht genießen, läuft hinter den Kulissen der ganz normale Arbeitsalltag. Fahrzeuge müssen verladen, technische Anlagen kontrolliert und Anlegemanöver vorbereitet werden. Mittendrin ist Keno Behrens. Der 16-Jährige stammt von Amrum und gehört seit wenigen Wochen zur Besatzung der Wyker Dampfschiffs-Reederei. Für ihn ist die Überfahrt zu seiner Heimatinsel inzwischen nicht mehr nur eine Fahrt nach Hause, sondern ein ganz normaler Arbeitstag.

Unser Reporter durfte Keno auf einer dieser Überfahrten begleiten. Das Interview findet hoch oben auf der Brücke statt, während der Kapitän das Schiff durch das Wattenmeer steuert. Und schnell wird deutlich: Hier sitzt ein junger Mann, der seinen Beruf nicht zufällig gewählt hat, sondern schon lange davon geträumt hat.

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Auch technische Arbeiten gehören zur Ausbildung: Keno Behrens (16) beschäftigt sich an Bord der „Norderaue“ mit einer der zahlreichen Anlagen des Schiffes. Foto: Stefan Gaul

Schon als kleiner Junge träumte Keno davon, selbst auf einer Fähre zu arbeiten

Für Keno gehören die Fähren zwischen Amrum, Föhr und Dagebüll seit seiner Kindheit zum Alltag. Wer auf einer Insel aufwächst, kennt die Schiffe schließlich nicht nur als Verkehrsmittel, sondern als wichtige Verbindung zum Festland. Doch für ihn waren sie schon immer etwas Besonderes. „Ich war als kleines Kind immer schon großer Fan von den Fähren“, erzählt er. Hinzu kommt eine familiäre Verbindung zur Reederei. Schon früh habe er davon geträumt, irgendwann selbst auf einem der Schiffe zu arbeiten – vielleicht sogar als Kapitän.

Als vor etwa zwei Jahren die Frage nach seiner beruflichen Zukunft konkreter wurde, kam dieser Wunsch wieder auf. Im Gespräch mit seinem Vater entstand schließlich die Idee, eine Ausbildung zum Schiffsmechaniker zu beginnen. Ganz sicher war sich Keno zunächst nicht. Doch die Kombination aus Schifffahrt und Technik passte zu seinen Interessen. Denn auch privat schraubt der Amrumer gerne an seinem Moped, einer Simson.

Erste Erfahrungen bei der W.D.R. hatte er bereits gesammelt. Während eines einwöchigen Praktikums auf der Mole in Amrum lernte er die Abläufe an Land kennen. Im vergangenen Sommer arbeitete er außerdem rund zwei Monate an den Anlegern in Amrum und Dagebüll, kontrollierte Fahrzeuge beim Check-in und half bei der Einweisung. Die endgültige Entscheidung fiel nach einer Praktikumswoche im März auf der MS Schleswig-Holstein. Dort konnte Keno erstmals erleben, wie der Arbeitsalltag auf einer Fähre tatsächlich aussieht. Nur das frühe Aufstehen war zunächst gewöhnungsbedürftig. Als der Wecker auch am vierten Tag wieder um halb fünf klingelte, kamen kurzzeitig Zweifel auf. Am Ende stand für ihn trotzdem fest: Genau das möchte er machen.

Vom aufgeregten Azubi zum festen Bestandteil der Besatzung

Am 1. September begann Keno seine dreijährige Ausbildung. Seinen ersten Arbeitstag auf der MS Norderaue hat er noch gut in Erinnerung. Schon beim Warten am Anleger war die Aufregung groß. Doch die Besatzung nahm ihn freundlich auf, und die anfängliche Nervosität verschwand schnell. Lange nur zuschauen musste er nicht. Nach zwei oder drei Abfahrten, bei denen er zunächst die Arbeitsabläufe kennenlernte, durfte er bereits unter Aufsicht mithelfen. Mittlerweile übernimmt er verschiedene Aufgaben zunehmend selbstständig.

Sein Arbeitstag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend geht es auf die Brücke, wo mit dem Kapitän besprochen wird, welche Arbeiten anstehen. Spätestens beim nächsten Hafenaufenthalt ist Keno dann mittendrin: Fahrzeuge einweisen, Anhänger abkuppeln und bei der Verladung helfen. Weil er erst 16 Jahre alt ist, gelten für ihn die gesetzlichen Arbeitszeitbeschränkungen für Jugendliche. Mehr als acht Stunden täglich darf er grundsätzlich nicht arbeiten. Darüber spricht Keno mit einem Schmunzeln. Denn manchmal würde er am liebsten noch länger mit anpacken.

Und Feierabend bedeutet auf einer Fähre ohnehin nicht automatisch, dass es direkt nach Hause geht. Wenn das Schiff noch zwischen den Inseln und dem Festland unterwegs ist, bleibt Keno zunächst an Bord. Statt sich sofort in seine Kammer zurückzuziehen, schaut er lieber noch einmal bei den Kollegen vorbei und beobachtet die weiteren Abläufe. So vergeht die Zeit bis zum nächsten Hafenaufenthalt.

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Beim Anlegen ist Aufmerksamkeit gefragt. Keno Behrens kümmert sich um eine der schweren Festmacherleinen, mit denen die Fähre im Hafen gesichert wird. Foto: Stefan Gaul

Nicht nur Maschinenraum: Was ein Schiffsmechaniker wirklich macht

Wer den Begriff Schiffsmechaniker hört, denkt vermutlich zuerst an Motoren, Maschinen und Reparaturen tief im Inneren eines Schiffes. Doch die Ausbildung umfasst deutlich mehr. „Es ist anders, als man denkt“, erklärt Keno. Die Arbeit verteile sich auf unterschiedliche Bereiche. Neben der Technik im Maschinenraum gehören auch Tätigkeiten an Deck, das Verladen von Fahrzeugen, Reinigungsarbeiten und Aufgaben rund um den Schiffsbetrieb dazu. Unter Aufsicht darf der Auszubildende bereits verschiedene technische Einrichtungen bedienen und erste Erfahrungen beim Steuern des Schiffes sammeln. Die Verantwortung wächst dabei Schritt für Schritt.

Ein Bereich hat Keno besonders überrascht: die umfangreichen Vorbereitungen vor der ersten Abfahrt. Während die meisten Fahrgäste noch schlafen, ist die Besatzung längst im Einsatz. Unter anderem werden die Ölstände an Maschinen, Getrieben und Antrieben kontrolliert. „Man denkt dann: Okay, erste Abfahrt sechs Uhr, aber die Arbeit beginnt eigentlich schon gut eine Stunde früher“, erzählt der 16-Jährige. Gerade diese technischen Kontrollen findet er spannend. Sie zeigen, wie viel Arbeit erforderlich ist, bevor die ersten Fahrgäste überhaupt an Bord kommen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil seiner Ausbildung ist die Sicherheit. Bereits zu Beginn erhielt Keno eine ausführliche Schulung. Dabei ging es unter anderem um Sammelstationen, das richtige Verhalten in Notfällen und den Umgang mit verletzten Personen an Bord.

Wenn Amrum näher kommt, beginnt für Keno einer der schönsten Momente

Während unseres Gesprächs kommt Amrum langsam näher. Noch ungefähr zehn Minuten, schätzt Keno, dann wird die MS Norderaue seine Heimatinsel erreichen. Für ihn beginnt damit einer der schönsten Abschnitte seines Arbeitstages. Besonders gerne hilft er bei den Vorbereitungen für das Anlegemanöver. Wenn die Fähre in den Hafen einläuft, werden die entsprechenden Einrichtungen vorbereitet und die Leinen für das Festmachen bereitgelegt. Dabei beobachtet Keno auch gerne die Menschen am Anleger. Für viele ist die Ankunft einer Fähre noch immer ein besonderer Moment. Dass er inzwischen selbst daran mitwirken darf, macht ihn stolz.

Überhaupt hat sich sein Blick auf die Schiffe verändert. Früher saß er als Fahrgast an Bord und fragte sich, was sich wohl hinter den verschlossenen Türen verbirgt. Heute trägt er selbst einen Schlüssel und gehört zu den Menschen, die dort arbeiten. „Das, wo man früher immer zugeschaut hat, was die anderen gemacht haben, macht man jetzt selber. Das ist schon cool“, sagt er. Auch das Zusammenleben mit der Besatzung gefällt ihm. Auf einem Schiff arbeitet und verbringt man viel Zeit miteinander. Das gemeinsame Frühstück, die Gespräche mit den Kollegen und die gegenseitige Unterstützung haben ihm den Einstieg erleichtert.

Drei Jahre Ausbildung – und vielleicht eine Zukunft bei der W.D.R.

Noch steht Keno ganz am Anfang seines Berufslebens. In den kommenden drei Jahren wird er die verschiedenen Bereiche des Schiffsbetriebs kennenlernen und seine technischen Fähigkeiten weiterentwickeln. Ab dem 13. Januar steht zunächst der erste größere schulische Ausbildungsabschnitt in Lübeck beziehungsweise Travemünde an. Nach Kenos Angaben umfasst dieser unter anderem rund zwölf Wochen Unterricht, sieben Wochen Metallbearbeitung und zwei Wochen Sicherheitstraining. Auf den theoretischen Teil freut er sich durchaus. Noch lieber arbeitet er allerdings praktisch an Bord. Bis zu seiner Abschlussprüfung möchte er vor allem die Maschinen und technischen Anlagen besser verstehen. Auch die täglichen Arbeitsabläufe sollen ihm irgendwann ganz selbstverständlich von der Hand gehen. Noch sei er bei manchen Aufgaben vorsichtig, erklärt Keno. Mit zunehmender Erfahrung möchte er sicherer und schneller werden.

Und wie geht es danach weiter? Obwohl die Ausbildung gerade erst begonnen hat, kann sich der junge Amrumer bereits vorstellen, auch anschließend bei der W.D.R. zu bleiben und weiterhin auf den Fähren zwischen den Inseln und dem Festland zu arbeiten. Dass er für seinen Wunschberuf nicht dauerhaft von seiner Heimatinsel wegziehen musste, bedeutet ihm viel. Gerade für junge Menschen von Föhr und Amrum ist das keine Selbstverständlichkeit.

Zum Abschluss unserer gemeinsamen Überfahrt ist der Hafen von Amrum bereits in Sicht. Die Vorbereitungen für das Anlegemanöver laufen, und für Keno geht ein weiterer Arbeitstag an seinem neuen Arbeitsplatz weiter. Bleibt noch eine letzte Frage: War es wirklich die richtige Entscheidung, die Ausbildung zum Schiffsmechaniker zu beginnen? Keno muss nicht lange überlegen. „Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, da ich das mache, was ich machen möchte und mir das auch sehr viel Spaß macht.“

Aus dem kleinen Jungen, der früher begeistert mit der Fähre gefahren ist, ist ein junger Mann geworden, der heute selbst dafür mitarbeitet, dass die Schiffe zwischen Föhr, Amrum und Dagebüll unterwegs sein können. Und wenn man Keno zuhört, bekommt man den Eindruck: Für ihn hat die Reise gerade erst begonnen.

Interview 1 anhören
Inselradio Föhr
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Zwischen Autos und Wohnmobilen sorgt Keno Behrens mit seinen Handzeichen dafür, dass die Fahrzeuge ihren vorgesehenen Platz auf dem Autodeck finden. Foto: Stefan Gaul
Hier ist besonders viel Aufmerksamkeit nötig: Keno Behrens weist einen großen Lastwagen auf dem Autodeck der Fähre ein. Dabei kommt es auf klare Zeichen und ausreichend Abstand an. Foto: Stefan Gaul
Schwere Leinen gehören zum Alltag an Deck. Keno Behrens bereitet beim Hafenaufenthalt auf Amrum das Tauwerk für das An- und Ablegen vor. Foto: Stefan Gaul
Ein besonderer Moment für den 16-Jährigen: Auf der Brücke der „Norderaue“ darf Keno Behrens unter Aufsicht erste Erfahrungen mit der Schiffssteuerung sammeln. Vielleicht führt ihn sein beruflicher Weg eines Tages selbst auf den Kapitänssessel. Foto: Stefan Gaul
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Geschrieben von: admin

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