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todayOktober 27, 2026 226 113 5
Neue Wege, neue Ziele: Nach 15 Jahren bei der Föhr Tourismus GmbH hat Roberto Caso seine eigene Eventagentur „geht los.“ gegründet. Föhr bleibt dabei sein Zuhause. Am Wyker Binnenhafen, wo er auch privat gerne mit seinem Boot unterwegs ist, blickt er zuversichtlich auf seinen beruflichen Neustart. Foto: Stefan Gaul
Er hat den Wyker Jahrmarkt und zahlreiche weitere Veranstaltungen auf Föhr mitgestaltet. Nach 15 Jahren bei der Föhr Tourismus GmbH wollte Roberto Caso in Hannover beruflich neu anfangen. Doch es kam anders. Jetzt hat er seine eigene Eventagentur gegründet – und auch für die Insel bereits Ideen.
Eigentlich sollte Hannover für Roberto Caso der Beginn eines neuen beruflichen Kapitels werden. Nach 15 Jahren bei der Föhr Tourismus GmbH (FTG), zuletzt als Leiter der Veranstaltungsabteilung, wechselte er vor rund einem Jahr zu einer Künstlerbooking-Agentur. Dort sollte er perspektivisch die Geschäftsführung übernehmen und später die Nachfolge antreten. Doch aus dem Plan wurde nichts.
„Ich habe dann aber schnell gemerkt, dass es für mich doch nicht der richtige Weg ist und dass ich lieber was Eigenes machen möchte“, erzählt Caso. Einen einzelnen Auslöser habe es nicht gegeben. Bei der geplanten Unternehmensnachfolge seien unterschiedliche Vorstellungen zweier Generationen aufeinandergetroffen. Er sei froh, das früh erkannt zu haben.
Statt eine bestehende Agentur zu übernehmen, hat Caso nun sein eigenes Unternehmen gegründet: „geht los.“ Der Name soll seine Arbeitsweise beschreiben. „Wenn du mich jetzt irgendwie fragen würdest: Hey, kannst du das und das machen? Dann wäre meine Antwort ja auch: Jo, geht los.“ Eine Agentur mit seinem Nachnamen wollte er bewusst nicht gründen.
Sein Angebot reicht von der Entwicklung einer Veranstaltung über die Planung und Künstlerbuchung bis zur Umsetzung vor Ort. Auftraggeber können ganze Projekte abgeben oder einzelne Leistungen buchen. Caso arbeitet zunächst allein und greift je nach Bedarf auf ein Netzwerk von Dienstleistern zurück.
Von Föhr aus will er künftig vor allem überregional arbeiten. Im Blick hat er kleinere touristische Orte an Nord- und Ostsee, die niedersächsische Küste und Mecklenburg-Vorpommern. Hamburg dient ihm neben Föhr als weiterer Standort für Termine und Kontakte.
Sein Abschied von der FTG hatte mit dem Wunsch nach neuen Entwicklungsmöglichkeiten zu tun. „Den Zenit hatte ich erreicht“, sagt Caso. Eine Laufbahn an der Spitze der Tourismusgesellschaft sei nie sein Ziel gewesen. Seine Leidenschaft gelte weiterhin den Veranstaltungen. Aus 15 Jahren bei der FTG nimmt er Erfahrung und ein großes Netzwerk mit. Gerade die Herausforderungen bei Veranstaltungen auf einer Insel hätten ihn geprägt. Sein Grundsatz: „Nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken.“
Auch eine künftige Zusammenarbeit mit der FTG kann sich Caso durchaus vorstellen. Er habe dort gerne gearbeitet und weiterhin guten Kontakt zum früheren Team und zur Geschäftsführung. Konkrete Gespräche über gemeinsame Projekte gebe es derzeit allerdings nicht.
Dass Veranstaltungen, die er einst mitentwickelt hat, inzwischen verändert wurden oder nicht mehr angeboten werden, verfolgt Caso mit gemischten Gefühlen. Zugleich gehöre Veränderung dazu. Er traue dem neuen Veranstaltungsteam zu, eigene Ideen umzusetzen und erfolgreiche Angebote weiterzuentwickeln.
Erste Gespräche mit potenziellen Auftraggebern laufen bereits. Auch für Föhr hat Caso nach eigenen Worten ein oder zwei Ideen. Ob daraus schon im ersten Jahr konkrete Veranstaltungen werden, lässt er offen. Zunächst wolle er sehen, wie sich seine junge Agentur entwickelt. Gespräche mit möglichen Partnern auf der Insel kann er sich vorstellen.
Langfristig möchte er sich stärker im Musikbereich bewegen. Die Tourismusbranche sei aufgrund seiner Erfahrung zunächst ein guter Ausgangspunkt. Sein persönliches Ziel für das kommende Jahr formuliert er mit einem Lächeln: Er wünsche sich, mit seiner Agentur irgendwann so gut aufgestellt zu sein, dass er nicht jeden Auftrag annehmen müsse.
Bis dahin heißt es für Roberto Caso erst einmal das, was nun auch über seiner Selbstständigkeit steht: „geht los.“

Reporter & Redaktion | Inselradio Föhr
Stefan Gaul berichtet für Inselradio Föhr und in Kooperation als freier Mitarbeiter für den Insel-Boten über das Leben auf der Insel. Ob aktuelle Ereignisse, Veranstaltungen, Interviews oder Fotoreportagen – er ist dort unterwegs, wo Geschichten entstehen. Mit einem Gespür für Menschen und besondere Momente macht er das Inselleben in seinen Beiträgen erlebbar.
Geschrieben von: admin
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Feierabend. Durchatmen. Musik genießen. Mit dem passenden Soundtrack und einem Hauch Nordsee begleiten wir euch entspannt durch den Abend. Träumt euch nach Föhr.
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