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Lars Das in der heutigen Zeit gemeinsam auf einer Insel wie Föhr geht ist lobenswert und ihr habt unseren Respekt!! Liebes Team vom Radiosender und von der Zeitung ganz großartig . Und diese Kombi aus gemeinsamen Artikel und dann die Interviews zum Hören macht das Paket noch stärker und seitdem kaufen wi Iris Christiansen Ocke Hansen - Südstrand von Wyk Das Interview über Macani ist so schön geworden :-) MaxI Haben gesehen ihr macht mit dem Inselboten jetzt anscheinend etwas zusammen. Endlich , wurde auch Zeit und längst überfällig. Gefällt uns sehr gut also glückwunsch zu diesem Entschluss (Anm. Admin - wir freuen uns, das es euch gefällt)

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Porträt: Meik Battermann – vom Bundesliga-Handballer zum Rotary-Präsidenten auf Föhr

todayNovember 2, 2026 170 2 79 5

Hintergrund
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Auf Föhr fand Meik Battermann ein Zuhause – und gibt viel zurück

Erst Inselurlaub, dann der große Umzug: Heute bringt ein früherer Bundesliga-Handballer auf Föhr Menschen zusammen. Was ihn antreibt – und warum Ruhestand für ihn keine Option ist.

Will er durch eine Tür gehen, knickt Meik Battermann kurz mit der Schulter weg, zieht routiniert seitlich den Kopf ein. Sein Haus in Wyk ist für Menschen seiner Größe nicht gebaut: 2,04 Meter misst der Ex-Bundesliga-Handballer aus Dankersen, der mit seiner Familie auf der Insel vor 13 Jahren eine neue Heimat gefunden hat. Der ein eigenes Unternehmen für individuelle Glaslösungen im Innen- und Außenbereich hat, nebenbei den Wyker Turnerbund mitführt und nun als neuer Präsident des Rotary Clubs Wyk Menschen zusammenbringen möchte. Für den Ruhestand scheint in diesem nun schon 66-jährigen Leben vorerst kein Platz. „Nee, da denke ich noch lange nicht dran“, lacht Battermann vergnügt, als sei die Frage völlig abwegig.

Das Verhältnis zu Föhr fängt Anfang der 2000er Jahre ganz unbeschwert an: mit Urlaub und Inlineskates. Auf den Radwegen erkunden Battermann und seine Frau Corinna auf Inlinern die Insel, er in voller Schutzausrüstung und damit visuell noch auffälliger als sowieso schon. „Wir haben uns auf Anhieb in die Insel verliebt“, erzählt er. Die Battermanns kommen immer wieder, auch mit ihren drei Kindern, am liebsten im Frühjahr oder Herbst.

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Auch Meiks Frau Corinna teilt das Handballfieber: Bei der Handball-EM in Dänemark im Januar 2026 war Insel-Boten-Reporter Jörg Brökel bei den Battermanns für einen gemeinsamen Sport-Fernsehabend zu Gast. Foto: Jörg Brökel

Als Urlaub auf Föhr nicht mehr genug war

Irgendwann reicht der Urlaub und das jährliche Wiederkommen nicht mehr. Die Fährfahrt Richtung Dagebüll, der Abschied von der Insel, fällt ihnen immer schwerer. Corinna spricht schließlich aus, was daraus werden könnte: ganz auf Föhr leben.

Meik Battermann will auch. Aber da ist sein Unternehmen daheim in Ostwestfalen und die Frage, ob der jüngste Sohn auf der Insel weiter Handball spielen könnte. Seine Frau nimmt ihm die Bedenken: „Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass wir nach einiger Zeit wieder zurück aufs Festland ziehen.“

2013 kaufen sie das Haus in der Strandstraße. Es folgen Jahre des Sanierens und zunächst viel Pendelei und ein Berufsleben zwischen Bad Salzuflen und Föhr. Schrittweise verlagert der Unternehmer Battermann seine Arbeit ganz auf die Insel.

Was aus einem Wohnort ein Zuhause macht, lässt sich allerdings nicht einbauen. Es wächst zwischen Menschen. Bei den Battermanns hilft dabei der Handball: Noch vor dem endgültigen Umzug auf die Insel hat Meik eine Trainerstelle in Aussicht, über Vereinskollegen findet die Familie umgehend Anschluss. „Dieser Zusammenhalt ist auf Föhr bemerkenswert, auf den Dörfern vielleicht sogar noch ausgeprägter als in Wyk direkt. Man hilft sich völlig unbürokratisch“, sagt Battermann beeindruckt. Aus anfänglichen Kontakten werden verlässliche Freundschaften. Eingewöhnungsprobleme? Eigentlich keine.

Bei aller Professionalität hat Meik Battermann sich sein inneres Kind immer erhalten: Er ist nicht nur Lego- und „Star Wars“-Fan, sondern liebt auch Disney-Klassiker. Foto: Julia Sassenberg

Vom Handball zur Inselgemeinschaft

Wer Battermann verstehen möchte, kommt am Handball nicht vorbei. Im deutschen „Handball-Mekka“ Dankersen aufgewachsen, wird er als Mitglied der A-Jugend Deutscher Meister und spielt später bis in die erste Liga. Über Mannschaftskameraden kommt er zum Maschinenbaustudium nach Hannover, über einen Vereinssponsor zu seinem heutigen Beruf. Seit rund 35 Jahren ist er selbstständig.

Auf Föhr wird aus der lebenslangen Handball-Leidenschaft ein Stück Inselarbeit. Anfangs trainiert Meik Battermann Jugend- und Männermannschaften, heute engagiert er sich als Vorsitzender des Wyker Turnerbundes. Gemeinsam mit einer Handvoll Mitstreitern hat er die Handballsparte nach der Corona-Pause wiederbelebt. Vier Föhrer Mannschaften stehen inzwischen im Spielbetrieb.

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Sohn Ben Connar geht mit 14 Jahren ins Handballinternat nach Kiel und ist heute, mit 22, Profi. Der Vater begleitet und berät ihn, anfangs mehr, heute etwas weniger. Er fährt zu Spielen, wann immer es geht. Dort begegnet er bis heute alten Weggefährten. „Die Handballszene ist wie ein großes Dorf“, lacht er.

Meik Battermann in seinem Garten in Wyk. Foto: Julia Sassenberg

Mit Sport auf Föhr etwas bewegen

Battermanns Handball-Identität prägt auch sein Rotary-Engagement: „Helfen mit Sport“ lautet sein Jahresmotto als Präsident des Rotary Clubs Wyk. Eine Parkinson-Tischtennisgruppe haben die Föhrer Rotarier auf Föhr ins Leben gerufen, der inklusive Schul-Spendenlauf am letzten Schultag vor den Sommerferien hat schon lange eine feste Tradition. Auch ein Turnier der deutsch-dänischen „Glücksliga“ würden sie gern auf die Insel holen: Handball für Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap, ohne Leistungs- und Ergebnisdruck.

„Mich beeindruckt, was man mit einer Gemeinschaft von rund 35 Rotary-Mitgliedern bewegen kann – von weltweiten Hilfsprojekten wie dem Brunnenbau in Uganda bis hin zu Initiativen direkt auf der Insel“, erklärt Battermann auf die Frage, was ihm die Rotarier bedeuten.

"Wir brauchen die Weite", sagt Meik Battermann zuerst, wenn man ihn fragt, was er an Föhr besonders liebt. Weite, die hat er hier sogar schon als Ausblick aus dem Garten - mitten in Wyk. Foto: Julia Sassenberg

Weite draußen, kleine Steine drinnen

Wenn mal Zeit zum Abschalten und das Wetter gut ist, steigt Meik Battermann gern aufs Rad, frühstückt mit seiner Frau am Strand. „Wir brauchen diese Weite.“ Ostwestfalen bleibt weiter ein vertrauter Bezugspunkt. „Aber unsere zweite Heimat ist Föhr.“

Und wenn zwischen Beruf, Sportverein und Ehrenamt Ruhe einkehrt, widmet sich der große Mann mit Geduld und Leidenschaft sehr kleinen Bauteilen. Lego begleitet ihn seit Kindertagen, besonders „Star Wars“ und anspruchsvolle Technikmodelle. „Zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenkt mir die Familie fast immer einen Bausatz, den ich zusammensetze, wenn Zeit ist.“ Draußen die weite Insel, drinnen ein Legomodell, das Stein für Stein wächst. Und Meik Battermann ist genau dort, wo er sein möchte: zu Hause.

Über den Autor*in

Porträt von Julia Sassenberg

Julia Sassenberg

Reporterin des Insel-Boten Föhr/Amrum

Baujahr 1976 in Bremen. Seit Kindertagen verliebt in Friesland (egal welche Himmelsrichtung), bis zum Alter von 21 fast alle Ferien auf Nordseeinseln verbracht. Journalismus-Studium in Bremen und Chennai/Indien, Studium Naturfilm und Wissenschaftskommunikation in Dunedin/Neuseeland. Nach Mitarbeit in ARD-Auslandsstudios in New Delhi und New York für elf Jahre bei einer deutsch-amerikanischen Filmproduktion in Washington D.C. hängengeblieben. 15 Jahre als Producer und Autorin für Dokumentarfilme und -serien gearbeitet, hauptsächlich in den USA, vier Jahre in Berlin. 2018-2025 Abstecher in den NGO-Sektor, u.a. als Pressesprecherin für Transparency International Deutschland. Im Sommer 2025 endgültig von der Großstadthektik verabschiedet, seit September 2025 Reporterin beim Insel-Boten auf Föhr.

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Geschrieben von: admin

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Beitrags-Kommentare (2)

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  1. Ulla Dutz am November 2, 2026

    Guten Abend und dickes Lob an das Inselradio Föhr und Inselbote für dieses gemeinsam auf der Insel berichten 🙂 Das tut in der heutigen Zeit richtig gut und ist auch ein Signal das es Funktioniert.

    Kann der Insel und ihren Fans nur helfen und macht euch noch besser.

    Das als Feedback von großen Inselradio Föhr Fans vom Festland

  2. Tanja E. am November 2, 2026

    Zeitung wird morgen gekauft 🙂 🙂 Sehr schöner Bericht Frau Sassenberg und wir finden das neue GEMEINSAM der Medien auf der Insel auch frisch und richtig !!!!


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