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todayOktober 22, 2026 556 3 141 4
Großeinsatz am Holländerdeich in Dagebüll-Fahretoft: Rund 60 Einsatzkräfte versuchten am Mittwochabend, einen 500 Kilogramm schweren Bullen aus einem schlammigen Schilfgürtel zu befreien. Die schwierige Rettungsaktion musste nach mehr als zwei Stunden zunächst abgebrochen werden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Dagebüll
Nach dem gescheiterten Rettungsversuch mit rund 60 Einsatzkräften gibt es in Dagebüll-Fahretoft ein gutes Ende: Der im Schlamm feststeckende Bulle konnte am Donnerstag befreit werden. Das Tier ist unverletzt und soll noch am Nachmittag in seinen Stall zurückkehren.
Er steckte seit Mittwochabend im schlammigen Schilfgürtel eines Sees fest, rund 60 Einsatzkräfte hatten zunächst vergeblich versucht, ihn zu befreien. Am Donnerstag, 22. Oktober, kam dann die erlösende Nachricht aus Dagebüll-Fahretoft: Der rund 500 Kilogramm schwere Bulle ist gerettet. Das Tier konnte unter Betäubung aus dem Schilf geborgen werden und hat die Rettungsaktion nach Angaben von Gemeindewehrführer Klaus Jessen unverletzt überstanden.
Der Landwirt habe ihn am Donnerstag über den erfolgreichen Ausgang informiert, berichtet Jessen. Der Bulle sei betäubt und anschließend mithilfe von Schlingen aus dem schlammigen Untergrund zum Deich gezogen worden. Dort wurde er in einem Gittertreibewagen untergebracht, in dem er in Ruhe aus der Betäubung erwachen sollte. Anschließend sollte das Tier zurück in seinen Stall gebracht werden.
Der ungewöhnliche Einsatz hatte am Mittwoch um 17.48 Uhr begonnen. Der Bulle war von einem nahe gelegenen landwirtschaftlichen Betrieb ausgebrochen und in einen See am Holländerdeich geraten. Als die Feuerwehr eintraf, steckte das Tier bereits tief im Schlamm eines stellenweise rund 60 Meter breiten Schilfgürtels fest.
Die Feuerwehr setzte ein Boot mit einer Tierärztin ein, die versuchte, den Bullen mithilfe eines Blasrohrs und Medikamenten zu beruhigen. Gleichzeitig näherten sich Helfer von der Landseite. Doch die erhoffte Wirkung blieb zunächst aus. Das aufgebrachte Tier ließ sich nicht ausreichend beruhigen. Für die Retter wurde die Situation zunehmend gefährlich.
Neben der Gemeindefeuerwehr Dagebüll waren die auf Großtierrettung spezialisierten Feuerwehren aus Risum und Lindholm, das Technische Hilfswerk (THW), eine Drohneneinheit, Tierärzte und Polizei vor Ort. Insgesamt waren nach Schätzung von Jessen rund 60 Einsatzkräfte beteiligt.
Weil sich keine sichere Möglichkeit fand, den Bullen aus dem Schilf zu ziehen, mussten die Rettungsversuche nach zwei Stunden und zehn Minuten vorerst eingestellt werden. Der Landwirt brachte daraufhin zwei weibliche Rinder in einem Viehanhänger in die Nähe des Sees. Sie sollten den Bullen anlocken, sobald sich die Situation beruhigt hatte. Doch am Donnerstagmorgen steckte das Tier weiterhin fest.
Am Donnerstag gelang schließlich die Bergung. Nach Angaben von Jessen blieb nicht nur der Bulle unverletzt, auch bei den beteiligten Helfern gab es keine Verletzten.
Der Gemeindewehrführer blickt nach dem erfolgreichen Ausgang auch selbstkritisch auf den Einsatz zurück. Möglicherweise sei die Situation am Mittwochabend durch die vielen Menschen und die Unruhe zusätzlich erschwert worden. Zahlreiche Helfer und Taschenlampen könnten ein ohnehin aufgeregtes Tier noch nervöser machen. Für ähnliche Einsätze könne es deshalb sinnvoll sein, zunächst mehr Ruhe einkehren zu lassen und abzuwarten, ob sich das Tier beruhigt.
Entscheidend ist für Jessen jedoch der gute Ausgang: Der Bulle hat die Rettung wohlbehalten überstanden und sollte noch am Donnerstagnachmittag in seinen Stall zurückkehren.
Geschrieben von: admin
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Ulla Dutz am Oktober 22, 2026
Wie geht es dem Tier liebes Inselradio? Habt ihr Neuigkeiten?
Anja Lorenz am Oktober 22, 2026
Laut SHZ nicht befreit. Habt ihr Infos? Wäre schön zu erfahren
Judith am Oktober 22, 2026
Danke für eure Aktuelle Berichterstattung das ihr so gut informiert 🙂 Dem Tier alles Liebe