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Gemeinsam mit dem Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede der DGzRS-Station Deutsche Bucht/Helgoland sind die Seenotretter aus Büsum im Einsatz für einen Holzkutter mit starkem Wassereinbruch. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Dramatische Situation im Wattenmeer: In den Krabbenkutter „Eltje Looden“ mit Heimathafen Wyk auf Föhr drang immer mehr Wasser ein. Zwei Seenotrettungskreuzer der DGzRS kamen den beiden Fischern zu Hilfe.
Bange Stunden für zwei Fischer eines Krabbenkutters mit Heimathafen Wyk auf Föhr: Mitten im schleswig-holsteinischen Wattenmeer drang am Mittwochmorgen immer mehr Wasser in die rund 15 Meter lange „Eltje Looden“ ein. Zunächst konnte die Besatzung den Wassereinbruch noch mit der bordeigenen Pumpe kontrollieren, doch die Situation verschärfte sich. Schließlich waren gleich zwei Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Einsatz. Die beiden Fischer blieben unverletzt.
Kurz nach 9 Uhr meldete sich die Besatzung bei der deutschen Rettungsleitstelle See der DGzRS in Bremen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die „Eltje Looden“ etwa sechs Seemeilen – rund elf Kilometer – westlich des nordfriesischen Außensandes Süderoogsand, ungefähr auf Höhe der Ansteuerungstonne des Fahrwassers Schmaltief. Die Fischer berichteten von starkem Wassereinbruch und baten um Unterstützung.
Von der DGzRS-Station Büsum machte sich daraufhin der Seenotrettungskreuzer Theodor Storm auf den Weg. Der Kutter konnte weiterhin aus eigener Kraft fahren und lief den Seenotrettern entgegen. Doch während beide Schiffe aufeinander zuhielten, verschlechterte sich die Situation an Bord: Immer mehr Wasser drang ein, ohne dass die Fischer zunächst erkennen konnten, wo die Ursache lag. Die Besatzung sah ihren Kutter nach Angaben der DGzRS inzwischen in großer Gefahr. Die Rettungsleitstelle reagierte auf die veränderte Lage und alarmierte vorsorglich einen zweiten Seenotrettungskreuzer: Auch die Hermann Marwede von der Station Deutsche Bucht/Helgoland nahm Kurs auf den Havaristen.
Als die Theodor Storm den Kutter erreichte, herrschten rund eineinhalb Meter Seegang und südöstlicher Wind mit Böen bis Stärke sechs Beaufort. Ein Seenotretter stieg mit einer leistungsstarken Tauchpumpe und einem Lecksegel auf die „Eltje Looden“ über. Im Inneren des Kutters stand das Wasser zu diesem Zeitpunkt bereits etwa 20 bis 30 Zentimeter hoch. Mit der zusätzlichen Pumpe gelang es, den Wasserstand zumindest stabil zu halten.
Als mögliche Ursache stellte sich eine undichte Stelle an einer Kalfaterung des Rumpfes heraus. Mit einer solchen Kalfaterung werden bei Holzschiffen die Zwischenräume zwischen den einzelnen Planken abgedichtet. Offenbar gelangte oberhalb der Wasserlinie Seewasser durch eine solche Stelle ins Innere des Kutters. Wenig später erreichte auch die Hermann Marwede den Einsatzort. Mit ihrem Tochterboot Verena wurden ein weiterer Seenotretter und eine dritte Lenzpumpe zur „Eltje Looden“ gebracht. Die zusätzliche Pumpe musste allerdings nicht mehr eingesetzt werden: Die bereits vorhandene Pumpenleistung reichte aus, um den Kutter schwimmfähig zu halten. Gleichzeitig wurde die See auf dem Weg in Richtung Küste ruhiger, wodurch auch weniger Wasser eindrang.
Unter der Sicherungsbegleitung beider Seenotrettungskreuzer setzte die „Eltje Looden“ ihre Fahrt mit eigener Maschine nach Büsum fort. Gemeinsam mit der Theodor Storm erreichte der Kutter schließlich sicher den Hafen und wurde dort an der Pier festgemacht. Weitere Hilfe war anschließend nicht erforderlich. Im ruhigen Hafenbecken drang nach Angaben der Seenotretter kein weiteres Wasser in das Schiff ein. Noch am selben Tag sollte eine Werft untersuchen, was den starken Wassereinbruch genau verursacht hatte. Für die beiden Fischer endete der Einsatz damit glimpflich: Beide blieben unverletzt – und ihr Kutter erreichte trotz des zeitweise starken Wassereinbruchs aus eigener Kraft den sicheren Hafen.
Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Geschrieben von: admin
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