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Ein verendeter Wildvogel liegt am Strand. Angesichts der aktuellen Geflügelpestlage auf Föhr und Amrum warnt das Amt Föhr-Amrum eindringlich davor, tote oder erkrankte Vögel anzufassen. Auch Hunde sollten von den Tieren ferngehalten werden. Foto: Stefan Gaul
Die Geflügelpest sorgt auf Föhr und Amrum für verschärfte Vorsichtsmaßnahmen. Nachdem die Tierseuche inzwischen auch einen Geflügelbetrieb auf Föhr erreicht hat, gelten besondere Schutzvorgaben für Geflügelhalter. Gleichzeitig warnt das Amt Föhr-Amrum davor, kranke oder verendete Wildvögel anzufassen. Auch Spaziergänger mit Hunden sollten derzeit besonders aufmerksam sein. Was Insulaner und Gäste jetzt beachten müssen.
Die Geflügelpest breitet sich in Nordfriesland weiter aus. Mit einer Pressemitteilung vom 29. Oktober informiert das Amt Föhr-Amrum über die aktuelle Lage und die geltenden Vorsichtsmaßnahmen. Dabei geht es nicht nur um die Geflügelhaltung, sondern auch um den richtigen Umgang mit auffälligen oder verendeten Wildvögeln an den Stränden.
Grundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises Nordfriesland vom 28. Oktober. Die Behörden wollen damit verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet.
Nach Angaben des Amtes gilt für Geflügelhaltungen mit mehr als 50 Tieren eine Aufstallungspflicht. Hühner, Enten, Gänse und anderes Geflügel müssen entsprechend den behördlichen Vorgaben in geschlossenen Ställen oder unter geeigneten Schutzvorrichtungen untergebracht werden.
Die Tierhalter werden außerdem aufgefordert, ihre Bestände aufmerksam zu beobachten. Hinweise auf eine mögliche Infektion können eine plötzlich nachlassende Legeleistung, ungewöhnlich geringe Bewegungsaktivität oder eine erhöhte Sterblichkeit sein.
Wer solche Auffälligkeiten feststellt, muss umgehend das Veterinäramt des Kreises Nordfriesland informieren.
Kontakt zum Veterinäramt: Telefon 04841 67827, E-Mail: ti************@***********nd.de.
Besonders eindringlich richtet sich das Amt an Spaziergänger und Strandbesucher. Hintergrund sind vermehrte Hinweise auf erkrankte und verendete Wildvögel. Die wichtigste Regel lautet: Abstand halten und die Tiere nicht berühren.
Das gilt ausdrücklich auch für Wildvögel, die noch leben, sich aber auffällig verhalten. Wer beispielsweise einen Vogel entdeckt, der orientierungslos wirkt oder ungewöhnliche Bewegungen zeigt, sollte nicht versuchen, ihn einzufangen oder ihm eigenständig zu helfen. Auch tote Tiere dürfen weder aufgehoben noch transportiert werden. Nach Angaben des Ordnungsamtes kann von infizierten Vögeln ein Ansteckungsrisiko ausgehen.
Besondere Vorsicht ist derzeit auch für Hundehalter geboten. Gerade bei Spaziergängen entlang der Strände und Küstenabschnitte besteht die Möglichkeit, dass Hunde auf erkrankte Vögel oder Tierkadaver stoßen.
Das Amt Föhr-Amrum bittet deshalb ausdrücklich darum, Hunde in diesen Bereichen an der Leine zu führen und jeden Kontakt mit auffälligen oder verendeten Wildvögeln zu verhindern.
Dabei geht es nicht nur darum, die Tiere vor einer möglichen Infektion zu schützen. Auch soll vermieden werden, dass Hunde mit möglicherweise belastetem Material in Berührung kommen und dieses weitertragen.
Wer am Strand einen toten Wildvogel entdeckt, muss diesen nach Angaben des Amtes nicht selbst melden. Die Mitarbeiter der örtlichen Bauhöfe und des Ordnungsamtes kontrollieren die Strandabschnitte auf Föhr und Amrum regelmäßig. Dabei werden gefundene Tierkadaver fachgerecht beseitigt und entsprechende Funde an das Veterinäramt des Kreises Nordfriesland weitergegeben. Die Behörden bitten deshalb darum, tote oder erkrankte Wildvögel an ihrem Fundort zu belassen und keinesfalls eigenständig einzugreifen.
Die aktuellen Maßnahmen sollen dazu beitragen, weitere Infektionen zu verhindern und die Ausbreitung der Geflügelpest einzudämmen. Für Insulaner und Gäste bedeutet das vor allem, bei Spaziergängen aufmerksam zu bleiben, Abstand zu auffälligen Wildvögeln zu halten und Hunde an den Küstenabschnitten anzuleinen.
Die wichtigste Botschaft des Amtes Föhr-Amrum: Kranke und tote Wildvögel nicht anfassen – und auch Haustiere von ihnen fernhalten.

Reporter & Redaktion | Inselradio Föhr
Stefan Gaul ist mit Mikrofon, Kamera und Notizblock auf Föhr unterwegs. Als Gründer und Betreiber vom Inselradio Föhr berichtet er als Radiomoderator und Reporter über das Leben auf der Insel. Besonders am Herzen liegen ihm die Menschen und ihre Geschichten – von den kleinen Momenten des Alltags bis zu den großen Themen, die Föhr bewegen. Ein besonderes Interesse gilt auch der Blaulichtberichterstattung und der Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Seit 2026 schreibt er als freier Mitarbeiter für den Insel-Boten. Er ist überzeugt, dass sich durch die journalistische Zusammenarbeit noch aktueller und vielfältiger über das Geschehen auf den Inseln berichten lässt.
Geschrieben von: admin
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