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Ein wichtiger Schritt gegen die Wohnungsnot auf Föhr: Am Kortdeelsweg in Wyk entstehen 46 neue Wohnungen. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bauwirtschaft sehen in dem Projekt ein starkes Signal für die Zukunft der Insel.
Bezahlbarer Wohnraum gehört zu den größten Herausforderungen auf Föhr. Für viele Insulaner ist die Wohnungssuche längst zu einer Geduldsprobe geworden. Umso größer war die Freude bei der Grundsteinlegung am Kortdeelsweg in Wyk. Dort entstehen in den kommenden Monaten insgesamt 46 neue Wohnungen – ein Projekt, das weit über die Insel hinaus Aufmerksamkeit erregen könnte. Unsere Redaktion war bei der Grundsteinlegung dabei und hat mit Landrat Florian Lorenzen, Wyks Bürgermeister Uli Hess sowie Bauunternehmer Sönke Kähler über die Bedeutung des Bauvorhabens gesprochen.
Für Landrat Florian Lorenzen ist die Grundsteinlegung weit mehr als der Start einer neuen Baustelle. Er sieht darin ein gemeinsames Signal aller Kommunen auf Föhr und Amrum, den Wohnraummangel aktiv anzugehen. Mit der Gründung der Wohnungsbaugenossenschaft Föhr-Amrum sei früh erkannt worden, dass bezahlbarer Wohnraum zu den größten Zukunftsaufgaben der Inseln gehört. Die jetzt entstehenden 46 Wohnungen seien deshalb nur der Anfang. Das Ziel sei klar: Auch auf Amrum und an weiteren Standorten auf Föhr soll künftig neuer Wohnraum geschaffen werden. Lorenzen bezeichnet das Projekt als echtes Vorzeigeprojekt. Besonders der genossenschaftliche Gedanke überzeuge ihn. Weil keine Gewinne erwirtschaftet werden müssten, könne Wohnraum entstehen, der dauerhaft bezahlbar bleibe. Er ist überzeugt, dass sich künftig viele Gemeinden und Regionen dieses Modell genau anschauen werden.
Auch Wyks Bürgermeister Uli Hess sprach von einem besonderen Moment. Nach Jahren der Planung werde aus einer Idee nun endlich Realität. Besonders wichtig sei ihm dabei, dass das Projekt nicht nur Wyk betreffe, sondern gemeinsam von allen Kommunen auf Föhr und Amrum getragen werde. Vier Wohngebäude mit insgesamt 46 Wohnungen seien ein starkes Signal für die gesamte Inselregion. Gleichzeitig betonte Hess, dass bezahlbarer Wohnraum ein entscheidender Baustein sei, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wer auf Föhr arbeiten solle, brauche schließlich auch eine Wohnung. Besonders erfreulich sei deshalb, dass die angestrebte Kaltmiete bei rund 14,50 Euro pro Quadratmeter liegen soll. Schon jetzt gebe es großes Interesse an den Wohnungen. Gleichzeitig kündigte der Bürgermeister an, dass bereits weitere Wohnbauprojekte vorbereitet werden. Sein Fazit fiel entsprechend deutlich aus: Für ihn ist die Grundsteinlegung ein wichtiger Meilenstein und ein Tag, auf den viele Menschen lange hingearbeitet haben.
Damit aus den Plänen tatsächlich Wohnraum wird, braucht es erfahrene Unternehmen. Den Zuschlag für das Bauvorhaben erhielt die Firma Kähler Bau aus Büsum. Geschäftsführer Sönke Kähler erklärte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass vor allem eine intelligente Planung dabei helfe, die Baukosten niedrig zu halten. Wiederkehrende Bauteile wie Balkone oder Treppen sowie eine optimierte Statik sorgen dafür, dass wirtschaftlicher gebaut werden kann. Gleichzeitig erfüllen die Gebäude mit dem KfW-40-Standard den höchsten energetischen Standard. Das komme später auch den Mietern zugute, weil die Nebenkosten möglichst gering ausfallen sollen. Eine besondere Herausforderung bleibe allerdings die Insellage. In der Hochphase der Bauarbeiten werden zeitweise rund 45 Handwerker gleichzeitig auf der Baustelle im Einsatz sein. Trotzdem zeigt sich Kähler optimistisch. Bereits im März sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Dass Landrat und Bürgermeister das Projekt als Leuchtturm bezeichnen, freut ihn natürlich – und auf weitere ähnliche Bauvorhaben wäre sein Unternehmen bestens vorbereitet.
Die Grundsteinlegung am Kortdeelsweg steht deshalb symbolisch für weit mehr als vier neue Gebäude. Sie zeigt, dass Kommunen, Politik und Bauwirtschaft gemeinsam Lösungen finden können, wenn alle an einem Strang ziehen. Gerade auf einer Insel wie Föhr, wo Wohnraum knapp und Bauen besonders anspruchsvoll ist, hat dieses Projekt eine besondere Bedeutung. Sollten Zeitplan und Kosten wie vorgesehen eingehalten werden, könnten die neuen Wohnungen schon bald vielen Insulanern ein neues Zuhause bieten. Gleichzeitig könnte das Vorhaben zu einem Modell werden, das auch auf anderen Inseln und sogar auf dem Festland Schule macht. Für Föhr ist die Grundsteinlegung deshalb nicht nur der Beginn eines Bauprojekts, sondern auch ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der Insel.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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Ulrike Kampe am Juli 21, 2026
Es ist wichtig, bezahlbaren Wohnraum auf der Insel für die Menschen und Familien zu schaffen, die uns Touristen stets immer gut versorgen und für uns da sind, denn ohne sie geht es nicht.