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Lars Das in der heutigen Zeit gemeinsam auf einer Insel wie Föhr geht ist lobenswert und ihr habt unseren Respekt!! Liebes Team vom Radiosender und von der Zeitung ganz großartig . Und diese Kombi aus gemeinsamen Artikel und dann die Interviews zum Hören macht das Paket noch stärker und seitdem kaufen wi Iris Christiansen Ocke Hansen - Südstrand von Wyk Das Interview über Macani ist so schön geworden :-) MaxI Haben gesehen ihr macht mit dem Inselboten jetzt anscheinend etwas zusammen. Endlich , wurde auch Zeit und längst überfällig. Gefällt uns sehr gut also glückwunsch zu diesem Entschluss (Anm. Admin - wir freuen uns, das es euch gefällt)

Inselnews

Meinung: Wenn jede Minute zählt – Ein Menschenleben ist unbezahlbar!

todayOktober 14, 2026 284 3 228 4

Hintergrund
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Thema Geplante Umwandlung der Inselklinik Föhr-Amrum: Meinung von Inselradio Reporter Stefan Gaul

Die Zukunft der Notaufnahme auf Föhr steht auf dem Spiel. Ab 2028 soll die Inselklinik grundlegend umstrukturiert werden. Zwar wird eine medizinische Erstversorgung rund um die Uhr zugesagt, doch entscheidende Fragen bleiben offen. Für mich geht es dabei um weit mehr als eine Krankenhausreform. Es geht um Sicherheit, Vertrauen und im schlimmsten Fall um Menschenleben.

Ein Mensch bricht zusammen. Ein Kind verletzt sich schwer. Ein Angehöriger bekommt mitten in der Nacht keine Luft mehr. In solchen Momenten interessiert niemanden, was medizinische Versorgung kostet oder welches Reformmodell gerade diskutiert wird. Dann zählt nur eines: schnelle Hilfe. Und die Gewissheit, dass sie auch tatsächlich da ist.

Wir leben auf zwei wunderschönen Nordseeinseln. Doch zwischen Föhr, Amrum und dem Festland liegt die Nordsee. Fähren fahren nach Fahrplan, das Wetter bestimmt mit und ein Rettungshubschrauber kann nicht unter allen Bedingungen fliegen. Wer hier lebt, kennt diese Realität. Umso größer ist meine Sorge darüber, was ab 2028 aus unserer Notaufnahme werden soll.

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Menschen, die seit Jahren für uns da sind

Was bei dieser Diskussion niemals vergessen werden darf, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Inselklinik. Menschen, die seit Jahren rund um die Uhr für Patienten da sind. Die helfen, versorgen, beruhigen und Verantwortung übernehmen – nachts, an Feiertagen und dann, wenn andere längst schlafen. Ihnen gebührt nicht nur unser Dank, sondern auch eine verlässliche Perspektive.

Genauso gilt mein größter Respekt den Rettungskräften: dem Rettungsdienst vor Ort, den Besatzungen der Rettungshubschrauber und den Seenotrettern. Sie leisten unter teilweise schwierigsten Bedingungen Außergewöhnliches. Doch ein Rettungshubschrauber ist kein fliegendes Krankenhaus, ein Rettungswagen keine Notaufnahme und die Seenotretter können nicht jede Versorgungslücke schließen. Diese Menschen brauchen funktionierende medizinische Strukturen, auf die sie sich verlassen können.

Die Sorgen sind endlich angekommen

Zugegeben: Anfangs hatte ich manchmal das Gefühl, über einen Hundehaufen auf dem Bürgersteig werde sich mehr aufgeregt als über die mögliche Zukunft unserer medizinischen Notfallversorgung. Das hat sich zum Glück geändert. Mehr als 15.000 Unterschriften unter einer Petition zeigen, wie sehr dieses Thema inzwischen die Menschen bewegt.

Und das ist wichtig. Denn es geht nicht nur um die Einwohner von Föhr und Amrum, sondern auch um unsere zahlreichen Urlaubsgäste. Um Familien, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Medizinische Sicherheit gehört für mich genauso zur Lebensqualität wie zur Zukunft unserer Inseln als Urlaubsziel. Wer möchte schon dort Urlaub machen, wo er im medizinischen Notfall um eine rechtzeitige Versorgung fürchten muss?

Was ich mir allerdings noch wünsche, ist ein deutlicheres öffentliches Signal aus unserer Kommunalpolitik. Bislang nehme ich die politischen Stimmen vor Ort in dieser Diskussion als eher zurückhaltend wahr. Vielleicht laufen hinter den Kulissen längst intensive Gespräche. Das wäre zu hoffen. Doch gerade jetzt wäre es wichtig, dass die Menschen auf Föhr und Amrum erfahren, wie ihre politischen Vertreter die Zukunft der medizinischen Versorgung einschätzen. Und ob es bei diesem existenziellen Thema eine gemeinsame Haltung über Parteigrenzen hinweg gibt. Denn die Sorgen der Bevölkerung verdienen nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch klare Antworten.

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Versprechen allein reichen nicht

Natürlich verstehe ich, dass sich unser Gesundheitssystem verändern muss. Und ich erkenne an, dass aus Kiel eine medizinische Erstversorgung rund um die Uhr zugesagt wurde. Aber was bedeutet das konkret? Wer ist nachts vor Ort? Was passiert bei schweren Verletzungen? Und was, wenn ein Transport aufs Festland nicht sofort möglich ist?

Besonders nachdenklich macht mich, dass für die geplante neue Versorgungsform bislang kaum praktische Erfahrungen vorliegen sollen. Ausgerechnet auf Inseln, auf denen ein schneller Transport ins nächste Krankenhaus nicht selbstverständlich ist, müssen neue Konzepte deshalb besonders sorgfältig geprüft werden.

Ich möchte niemandem unterstellen, die Sorgen der Inselbewohner nicht ernst zu nehmen. Aber wir brauchen mehr als Zusagen. Wir brauchen Antworten und ein Konzept, das auch bei Sturm, nachts und unter schwierigsten Bedingungen funktioniert. Entwickelt gemeinsam mit den Ärzten, den Beschäftigten der Inselklinik und unseren Rettungskräften.

Ein Menschenleben hat keinen Preis

Ich hoffe sehr, dass am Ende eine tragfähige Lösung gefunden wird. Doch bis dahin müssen wir kritisch bleiben, Fragen stellen und deutlich machen, was auf dem Spiel steht.

Als Reporter erlebe ich immer wieder, mit wie viel Herzblut Menschen für unsere Inseln arbeiten. Umso mehr bewegt mich die Vorstellung, irgendwann darüber berichten zu müssen, dass medizinische Hilfe zu spät kam. Und mich dann zu fragen, ob wir vorher genug getan haben. Die Nordsee lässt sich nicht wegdiskutieren. Ein Notfall hält sich nicht an Fährzeiten. Und ein Menschenleben darf nicht davon abhängen, ob gerade ein Rettungshubschrauber fliegen kann.

Natürlich kostet medizinische Versorgung Geld. Natürlich müssen Verantwortliche auch wirtschaftlich denken. Aber wo ziehen wir die Grenze? Wie viel Einsparung rechtfertigt das Risiko, dass ein Mensch möglicherweise nicht rechtzeitig die Hilfe bekommt, die er dringend benötigt?

Über Kosten kann man verhandeln. Über den Wert eines Menschenlebens nicht.

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Geschrieben von: admin

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Beitrags-Kommentare (3)

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  1. Ulla Dutz am Oktober 14, 2026

    Besser kann man es nicht schreiben vielen Dank für dieses deutliche Statement Stefan. Hoffentlich lesen es die richtigen Personen.

  2. Torsten Kraft am Oktober 14, 2026

    Moin Stefan!

    So ist es … wir sind auch schon lange mit Verbrennungen, Fußverletzungen etc. gute Kunden in der Notaufnahme. 😉
    Unser Sohn lebt im Haus Schöneberg und wurde nachts mit einer Medikamentenvergiftung mit dem RTW in die Notaufnahme gebracht. Dort wurde alles wunderbar geregelt und er am nächsten Morgen auch wieder entlassen. Danke 🙏!
    Einen behinderten Menschen dafür nachts ausfliegen zu müssen stellt noch eine besondere Eskalation auf der Dramaskala dar. Ein Rettungshubschrauberflug kostet übrigens 6‘-7tausend € die Stunde – und die ist dafür regelmäßig schnell zusammen.
    Auch fehlt der dann auf dem Festland. Ein neuer für die Inseln kostet 10-12 Mio €.
    Wieviel will man denn einsparen, um das rechtfertigen?
    Die Schließung der Kinderstation (keine Föhrer mehr) war schon ein schwerer Schlag, der korrigiert werden muss … was denn noch ?!?

    Torsten Kraft & Familie
    Zweitwohner am Flugplatz


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Lars Das in der heutigen Zeit gemeinsam auf einer Insel wie Föhr geht ist lobenswert und ihr habt unseren Respekt!! Liebes Team vom Radiosender und von der Zeitung ganz großartig . Und diese Kombi aus gemeinsamen Artikel und dann die Interviews zum Hören macht das Paket noch stärker und seitdem kaufen wi Iris Christiansen Ocke Hansen - Südstrand von Wyk Das Interview über Macani ist so schön geworden 🙂 MaxI Haben gesehen ihr macht mit dem Inselboten jetzt anscheinend etwas zusammen. Endlich , wurde auch Zeit und längst überfällig. Gefällt uns sehr gut also glückwunsch zu diesem Entschluss (Anm. Admin - wir freuen uns, das es euch gefällt)

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