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Die Zukunft der Inselklinik Föhr-Amrum bleibt umstritten. Politiker von Föhr und Amrum wollen sich gemeinsam für eine gesicherte Notfallversorgung einsetzen und erwägen, auch den Kreistag Nordfriesland einzuschalten.
Die geplante Umwandlung der Inselklinik in Wyk sorgt auch auf Amrum für Sorgen. Ein Kreistagsabgeordneter warnt vor möglichen Versorgungslücken. Nun ist eine Resolution geplant, auch der Kreistag könnte sich befassen.
Auf dem Festland bedeutet ein weiter entferntes Krankenhaus meist eine längere Fahrt. Auf Amrum ist das anders. Wenn Fähren nicht verkehren und schlechtes Wetter auch Rettungsflüge erschwert, kann ein Patiententransport zur Herausforderung werden. Deshalb wächst auf Amrum die Sorge um die Inselklinik Föhr-Amrum. Inselpolitiker wollen gemeinsam Druck machen.
Ab Januar 2028 soll das Krankenhaus in Wyk zu einer sogenannten sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung werden. Die bisherige rund um die Uhr geöffnete Notaufnahme soll in dieser Form entfallen. Welche Leistungen bleiben, ist noch offen.
Der Kreistagsabgeordnete Jürgen Jungclaus von Amrum war Bürgermeister von Wittdün und Amtsvorsteher. Die Klinik in Wyk sei für die Amrumer seit Jahrzehnten eine wichtige Anlaufstelle. „Wir können uns überhaupt nicht vorstellen, dass es ein weiteres Leben gibt ohne dieses Krankenhaus, ohne diese Vorsorge“, sagt Jungclaus.
Dabei gehe es nicht nur um Notfälle. Schon bei einem vermuteten Knochenbruch seien die Untersuchungsmöglichkeiten auf Amrum begrenzt. Patienten würden deshalb gegebenenfalls nach Föhr gebracht, etwa zum Röntgen. Sollte diese Möglichkeit künftig eingeschränkt werden, könnte stattdessen ein Transport zum Festland notwendig sein.
Jungclaus sorgt sich besonders um das Wetter. „Denn wir reden ja über Jahreszeiten, wo eben keine Fähre fährt, wo auch kein Rettungskreuzer mehr fahren kann, wo auch kein Hubschrauber mehr fliegen kann“, erklärt er. Wie die medizinische Versorgung dann gewährleistet werden soll, sei für ihn bislang nicht beantwortet. „Bei mir ist noch keine verlässliche Antwort angekommen. Da steht ein riesengroßes Fragezeichen.“
Reformen stellt Jungclaus nicht grundsätzlich infrage. Die Inseln dürften aber nicht mit dem Festland gleichgesetzt werden. „Wir reden hier nicht über die Schließung eines kleinen Krankenhauses irgendwo am Festland, wo man den Patienten zumutet, nun zukünftig 20 Kilometer weiter zu fahren“, betont er. Seine Forderung: „Aber wir müssen auch über die Ausnahmen nachdenken.“
Nun zeichnet sich eine politische Initiative ab. Wyks Bürgermeister Uli Hess bestätigt, dass eine Resolution zur Zukunft der Inselklinik vorbereitet wird. „Wir haben vor, in der Stadtvertretung, gegebenenfalls auch noch in einer Sitzung des Amtsausschusses, eine Resolution zu verabschieden“, sagt Hess. Darin soll die Forderung nach einer gesicherten Notfallversorgung für Föhr und Amrum formuliert werden.
Dabei soll es womöglich nicht bleiben. Gemeinsam mit den Kreistagsabgeordneten der beiden Inseln wird nach Angaben von Hess überlegt, das Thema in der nächsten Sitzung des Kreistags Nordfriesland am 13. November aufzugreifen. Beschlossen ist das noch nicht. Zudem möchte der Bürgermeister den Landrat einbeziehen.
Hess fordert, dass die internistische, chirurgische und anästhesiologische Versorgung sowie der Zugang zur Radiologie gesichert bleiben. Besonders wichtig seien die Tagesrandzeiten und Wochenenden. „Das wirklich berechtigte Interesse und die Forderung der Insulaner, aber auch der Gäste, macht eigentlich deutlich, wie wichtig eine Zusage des Landes sein wird“, erklärt der Bürgermeister.
Ob die Initiativen die Krankenhausplanung beeinflussen, ist offen. Für Jungclaus und Hess steht jedoch fest, dass die besondere Insellage bei der künftigen medizinischen Versorgung berücksichtigt werden muss.
Geschrieben von: admin
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todayOktober 19, 2026 331 73
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