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todayAugust 12, 2026 155 33 5
Bratwurst auf drei Rädern: Mit seiner neuen „Inselwurst“ ist Daniel Raulf überwiegend entlang der Wyker Promenade unterwegs.
Ein umgebautes Lastenfahrrad, ein Grill und regionale Zutaten: Daniel Raulf ist mit seiner neuen „Inselwurst“ auf der Promenade in Wyk auf Föhr unterwegs. Unsere Redaktion hat ihn an einem seiner ersten Verkaufstage besucht.
Ein Lastenfahrrad, ein Grill und der Duft von frisch gebratener Wurst: Seit wenigen Tagen gibt es auf Föhr ein neues gastronomisches Angebot, das schon optisch kaum zu übersehen ist. Daniel Raulf ist mit seiner „Inselwurst“ auf der Wyker Promenade unterwegs und verkauft vom eigens umgebauten Fahrrad aus frische Metzger-Bratwurst. Unsere Redaktion hat den Neu-Föhrer an einem seiner ersten Verkaufstage besucht – und natürlich musste die Inselwurst dabei auch probiert werden.
Erst im Oktober vergangenen Jahres ist Daniel Raulf gemeinsam mit seiner Familie nach Föhr gezogen. Nun wagt er bereits den Schritt in die Selbstständigkeit. Seine Geschäftsidee ist ebenso einfach wie auffällig: Statt eines festen Imbisswagens oder Verkaufsstandes fährt Daniel mit einem speziell angefertigten Lastenfahrrad los. Darauf befinden sich unter anderem Grill, Kühlschrank, Waschbecken und die notwendige Technik. Ein Dach schützt den Arbeitsplatz von oben, für schlechteres Wetter gibt es zusätzlich eine komplett schließbare Lösung. „Ich habe mich selbstständig mit meinem Wurstfahrrad gemacht“, erzählt Daniel im Gespräch mit unserer Redaktion. Und auch der Name war schnell gefunden: Insel plus Wurst ergibt „Inselwurst“. Seine Philosophie dahinter bringt er noch einfacher auf den Punkt: „Wurst geht immer.“
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Bei seiner Inselwurst war Daniel wichtig, möglichst auf Föhrer Partner zu setzen. Die große Metzger-Bratwurst stammt von der Fleischerei Friedrichs in der Wyker Mittelstraße, die frischen Brötchen kommen von der Bäckerei Hansen. „Das war mir auch wichtig, dass wir die von hier beziehen, von der Insel“, erklärt Daniel. Auf dem Grill landet eine 120 Gramm schwere Metzger-Bratwurst, serviert im Brötchen mit Senf oder Ketchup. Kostenpunkt: fünf Euro. „Ich denke mal, das ist sehr fair“, sagt der Betreiber. Das Angebot hält er bewusst überschaubar. Neben der Bratwurst gibt es eine ganz kleine Getränkeauswahl mit unter anderem Cola oder Cola Zero. Mehr lässt der begrenzte Platz auf dem mobilen Gefährt derzeit kaum zu.
Und selbstverständlich blieb es bei unserem Besuch nicht beim Anschauen und Schnacken: Wenn unsere Redaktion schon direkt neben dem Grill steht und der Bratwurstduft durch die Luft zieht, gehört der Geschmackstest schließlich dazu. Unser Fazit: Die Inselwurst kann sich definitiv schmecken lassen.
Wer Daniel sucht, sollte in diesen ersten Wochen vor allem entlang der Wyker Promenade die Augen offen halten – oder einfach der Nase folgen. Einen dauerhaft festen Standort hat die Inselwurst dort nämlich nicht. Daniel muss mit seinem mobilen Verkaufsstand regelmäßig ein Stück weiterziehen. Mal steht das auffällige Lastenfahrrad in Richtung Sandwall, mal weiter entlang der Promenade. „Am Geruch wird man mich auch finden“, sagt er lachend. Gerade diese Mobilität gehört zum Konzept und macht den kleinen Imbiss zu einem echten Hingucker. Die ersten Reaktionen seien überwiegend positiv. Kein Wunder: Ein Lastenrad mit Grill, Kühlschrank, Dach und Inselwurst-Schriftzug begegnet einem schließlich nicht jeden Tag.
Aktuell plant Daniel, montags bis freitags ungefähr ab 11.30 beziehungsweise 12 Uhr bis etwa 16.30 oder 17 Uhr unterwegs zu sein. Gerade in der Anfangsphase möchte er ausprobieren, welche Zeiten und Standorte am besten funktionieren. Bei gutem Wetter liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Promenade. Wer wissen möchte, wo Daniel aktuell steht, kann zudem über den Social-Media-Auftritt der Inselwurst den jeweiligen Tagesstandort verfolgen.
Mit dem Ende der Hauptsaison soll für Daniel und sein Wurstfahrrad keineswegs Schluss sein. Für die kommenden Monate hat er bereits weitere Standorte im Blick. Neben der Promenade sollen künftig unter anderem der Bereich am Flutentor sowie der Parkplatz beim REWE-Markt von Lukas Müller dazukommen. Die genauen Tage müssen dort teilweise noch mit anderen mobilen Verkaufsangeboten abgestimmt werden. Auch auf kühlere Temperaturen ist Daniel vorbereitet: Für das Fahrrad gibt es einen zusätzlichen Wetterschutz, der den Verkaufsbereich vollständig schließen kann – und für Wärme sorgt schließlich auch der Grill.
Damit ist die Inselwurst für Daniel mehr als nur eine kurzfristige Sommeridee. Wenige Monate nach seinem Umzug nach Föhr hat er sich mit einem ungewöhnlichen Konzept selbstständig gemacht und möchte Einheimischen wie Urlaubsgästen eine unkomplizierte Möglichkeit bieten, direkt in Strandnähe eine frisch gegrillte Bratwurst zu bekommen. Viel braucht es dafür offenbar nicht: ein Fahrrad, einen Grill, gute regionale Zutaten – und jemanden, der die Idee einfach umsetzt. Wer in den nächsten Tagen über die Wyker Promenade läuft und plötzlich Bratwurstduft in der Nase hat, dürfte Daniel und seine Inselwurst jedenfalls nicht weit entfernt finden.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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