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todayOktober 26, 2026 330 121 5
Nach dem Föhrer Jahrmarkt wurde der Polizei ein Verdachtsfall auf K.-o.-Tropfen gemeldet. Ob tatsächlich entsprechende Substanzen im Spiel waren, ist bislang nicht geklärt. Foto: Stefan Gaul/ki-unterstützt
Beim diesjährigen Föhrer Jahrmarkt ist ein Verdachtsfall auf K.-o.-Tropfen gemeldet worden. Das bestätigt die Polizeidirektion Flensburg. Ob tatsächlich entsprechende Substanzen verabreicht wurden, ist bislang unklar.
Nach dem diesjährigen Föhrer Jahrmarkt gibt es einen Verdacht auf K.-o.-Tropfen. Nachdem entsprechende Hinweise bekannt geworden waren, hat die Polizeidirektion Flensburg bestätigt, dass im Zusammenhang mit der Veranstaltung ein Fall gemeldet wurde.
„Unseren Kollegen ist nur ein Verdachtsfall K.-o.-Tropfen gemeldet worden“, erklärt Sandra Otte von der Pressestelle der Polizeidirektion Flensburg. Weitere vergleichbare Verdachtsfälle sind der Polizei nach eigenen Angaben nicht bekannt.
Ob der betroffenen Person tatsächlich K.-o.-Tropfen verabreicht wurden, ist allerdings unklar. Aus der polizeilichen Auskunft geht nicht hervor, ob entsprechende Substanzen nachgewiesen werden konnten. Ob tatsächlich K.-o.-Tropfen im Spiel waren, ist damit weiterhin offen.
Im Zusammenhang mit dem gemeldeten Fall hat die Polizei auch ausführliche Präventionshinweise übermittelt. K.-o.-Tropfen können unter anderem Benommenheit, Schwindel, Übelkeit und Erinnerungslücken auslösen. Besonders gefährlich ist, dass sich die Substanzen häufig weder am Geschmack noch am Geruch oder Aussehen eines Getränks erkennen lassen.
Die Polizei empfiehlt deshalb, Getränke bei Veranstaltungen möglichst immer im Blick zu behalten und nicht unbeaufsichtigt stehen zu lassen. Wer sich etwas zu trinken bestellt, sollte das Getränk möglichst selbst an der Theke entgegennehmen oder beobachten, wie es zubereitet wird. Von fremden Personen angebotene offene Getränke sollten nicht angenommen werden.
Ebenso wichtig sei es, innerhalb einer Gruppe aufeinander zu achten. Freunde sollten sich möglichst nicht aus den Augen verlieren und bereits vor dem Feiern absprechen, wie sie gemeinsam nach Hause kommen. Wirkt jemand plötzlich ungewöhnlich müde, verwirrt oder orientierungslos, sollte die betroffene Person keinesfalls allein gelassen werden.
Wer befürchtet, dass ihm oder einer anderen Person unbemerkt eine Substanz verabreicht wurde, sollte möglichst schnell reagieren. Die Polizei empfiehlt, sich sofort Unterstützung bei Freunden, dem Veranstaltungspersonal oder einem Sicherheitsdienst zu holen und an einem sicheren Ort zu bleiben.
Bei Bewusstseinsstörungen, Atemproblemen oder Bewusstlosigkeit muss umgehend der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 verständigt werden. Betroffene sollten nicht allein gelassen werden, bis Hilfe eintrifft.
Darüber hinaus sollte möglichst frühzeitig die Polizei informiert werden. Hintergrund ist, dass manche der infrage kommenden Substanzen nur für einen begrenzten Zeitraum in Blut oder Urin nachgewiesen werden können. Eine schnelle medizinische Untersuchung kann deshalb entscheidend sein, um mögliche Beweise zu sichern.
„Achte aufeinander – ob auf der Insel, beim Feiern oder unterwegs. Wenn dir jemand plötzlich ungewöhnlich benommen erscheint, schau nicht weg, sondern biete Hilfe an.“

Reporter & Redaktion | Inselradio Föhr
Stefan Gaul berichtet für Inselradio Föhr und in Kooperation als freier Mitarbeiter für den Insel-Boten über das Leben auf der Insel. Ob aktuelle Ereignisse, Veranstaltungen, Interviews oder Fotoreportagen – er ist dort unterwegs, wo Geschichten entstehen. Mit einem Gespür für Menschen und besondere Momente macht er das Inselleben in seinen Beiträgen erlebbar.
Geschrieben von: admin
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