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Movember auf Föhr: Stefan Peetz färbt seinen Schnurrbart für Spenden und verdoppelt jeden Euro

todayNovember 4, 2026 27 56 5

Hintergrund
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Bunter Schnurrbart für den guten Zweck: Föhrer Spielzeughändler verdoppelt Spenden

Ein pinker, blauer oder vielleicht sogar regenbogenfarbener Schnurrbart? Für Stefan Peetz ist im November wieder fast alles möglich. Der Inhaber des Spielwarengeschäfts „Schaukelpferd“ in Wyk beteiligt sich erneut an der weltweiten Movember-Aktion, um auf Männergesundheit aufmerksam zu machen. Wer spendet, darf sich sogar eine Bartfarbe wünschen. Und in diesem Jahr hat sich der Föhrer etwas Besonderes vorgenommen: Bis zu 300 Euro an Spenden will er aus eigener Tasche verdoppeln.

Noch ist unter der Nase von Stefan Peetz nicht besonders viel zu sehen. Pünktlich zum 1. November hat sich der bekannte Föhrer Spielzeughändler frisch rasiert. Doch das wird sich in den kommenden Wochen ändern. Denn wie schon in den vergangenen Jahren lässt sich der Inhaber des „Schaukelpferds“ in der Großen Straße in Wyk einen Schnurrbart wachsen. Nicht aus modischen Gründen, sondern für eine Herzensangelegenheit: die Männergesundheit.

Hinter der Aktion steckt die internationale Movember-Bewegung. Der Name setzt sich aus den Wörtern „Moustache“ für Schnurrbart und „November“ zusammen. Weltweit machen Männer mit ihren Schnurrbärten auf Themen wie Prostata- und Hodenkrebs, psychische Gesundheit und Suizidprävention aufmerksam. Auch Spenden für Forschungs- und Präventionsprojekte werden gesammelt. Stefan Peetz ist schon seit mehreren Jahren dabei und hat im Gespräch mit unserer Redaktion verraten, was ihn antreibt.

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Vom HSV inspiriert – heute selbst ein Movember-Botschafter

Aufmerksam wurde Peetz durch seinen Lieblingsverein, den Hamburger SV. Als dort plötzlich mehrere Männer im November mit Schnurrbart auftauchten, wollte er wissen, was dahintersteckt. Er informierte sich über die Bewegung und war schnell überzeugt. Denn der Bart ist für ihn vor allem ein Gesprächsöffner, um Fragen anzusprechen, die im Alltag häufig zu kurz kommen.

„Wann warst du das letzte Mal bei einer Vorsorgeuntersuchung? Warst du überhaupt schon mal bei einer Vorsorgeuntersuchung?“, nennt Peetz Beispiele für solche Gespräche. Besonders wichtig ist ihm dabei auch die psychische Gesundheit. Männer seien seiner Ansicht nach noch immer häufig darauf geprägt, keine Schwäche zu zeigen und Probleme mit sich selbst auszumachen. Zwar beobachte er inzwischen Veränderungen, doch das Thema brauche weiterhin Aufmerksamkeit.

Kleine Dose, wichtige Botschaft: Im Spielwarengeschäft „Schaukelpferd“ in der Großen Straße in Wyk können Kundinnen und Kunden die Movember-Aktion von Stefan Peetz mit einer Spende unterstützen. Der Erlös kommt dem Engagement für Männergesundheit zugute. Wer spendet, darf außerdem die Farbe bestimmen, in der Peetz seinen Schnurrbart am nächsten Tag präsentiert. Foto: Stefan Gaul

Wunschfarbe gegen Spende: Vom blauen bis zum pinken Bart

Im vergangenen Jahr hatte Peetz eine besonders auffällige Idee: Gegen eine Spende konnten sich Kunden und Unterstützer eine Farbe für seinen Schnurrbart aussuchen. Am nächsten Tag erschien er dann mit entsprechend gefärbtem Bart. Mal blau, mal rosa und schließlich sogar regenbogenfarben. Die ungewöhnlichen Bartkreationen sorgten für zahlreiche Gespräche und brachten insgesamt 240 Euro für die Movember Foundation zusammen – einschließlich seines eigenen Beitrags.

Auch 2026 soll der Schnurrbart wieder Farbe bekommen. Wer im „Schaukelpferd“ vorbeischaut und eine Spende abgibt, kann sich eine Wunschfarbe aussuchen. Berührungsängste kennt Peetz dabei nicht. „Der pinke Bart hat mir im letzten Jahr sehr gut gestanden“, erzählt er schmunzelnd. Seine Frau und die Mitarbeiterinnen müssten sich während des Novembers eben wieder an den ungewohnten Anblick gewöhnen.

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Aus 300 Euro sollen 600 Euro werden

Für die diesjährige Aktion hat sich der Föhrer Spielzeughändler ein konkretes Ziel gesetzt. Bis zu einer Spendensumme von 300 Euro will er jeden eingehenden Euro aus eigener Tasche verdoppeln. Sollten also 300 Euro zusammenkommen, würden daraus insgesamt 600 Euro für den guten Zweck.

Eine Spendendose steht direkt in seinem Geschäft in der Großen Straße. Alternativ können Unterstützer auch über die Movember Foundation spenden und dabei Stefan Peetz als Teilnehmer angeben. Das gesammelte Geld soll die Arbeit der Organisation unterstützen, die sich unter anderem für Forschung, Prävention und die Behandlung von Erkrankungen einsetzt.

Doch mindestens genauso wichtig wie die Spenden ist Peetz die Botschaft hinter der Aktion. Er appelliert an Männer, Vorsorgeangebote wahrzunehmen, auf den eigenen Körper zu achten und auch bei psychischen Problemen offen miteinander zu sprechen. Gleichzeitig ruft er dazu auf, Freunde und Bekannte nicht aus dem Blick zu verlieren, wenn sie sich zurückziehen oder Unterstützung benötigen.

Und wie soll sein Schnurrbart am Ende des Monats aussehen? Eigentlich träumt Peetz jedes Jahr von einem Bart wie dem des verstorbenen Motörhead-Sängers Lemmy Kilmister. Doch meist reiche es eher für eine Variante im Stil von Freddie Mercury, erzählt er lachend. Welche Farbe sein Schnurrbart diesmal bekommt, entscheiden jedenfalls auch die Spender.

Fest steht: Hinter dem bunten Bart steckt eine ernste Botschaft – und die Hoffnung, dass aus einem ungewöhnlichen Anblick möglichst viele wichtige Gespräche entstehen.

Autor - Autorin

Porträt von Stefan Gaul

Stefan Gaul

Reporter & Redaktion | Inselradio Föhr

Stefan Gaul ist mit Mikrofon, Kamera und Notizblock auf Föhr unterwegs. Als Gründer und Betreiber vom Inselradio Föhr berichtet er als Radiomoderator und Reporter über das Leben auf der Insel. Besonders am Herzen liegen ihm die Menschen und ihre Geschichten – von den kleinen Momenten des Alltags bis zu den großen Themen, die Föhr bewegen. Ein besonderes Interesse gilt auch der Blaulichtberichterstattung und der Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Seit 2026 schreibt er als freier Mitarbeiter für den Insel-Boten. Er ist überzeugt, dass sich durch die journalistische Zusammenarbeit noch aktueller und vielfältiger über das Geschehen auf den Inseln berichten lässt.

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Geschrieben von: admin

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