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Von Alters- und Erwerbsminderungsrente bis zum Hinzuverdienst: Am 3. Oktober können sich Interessierte im Haus des Gastes in Nieblum informieren und ihre Fragen an Rentenreferent Christian Schultz richten. Der Eintritt ist frei.
Wann kann ich in Rente gehen, welche Abschläge drohen und was gilt beim Hinzuverdienst? Der SoVD Föhr-Amrum und die LandFrauen Insel Föhr laden am 3. Oktober zu „Aktuelles zur Rente 2026“ nach Nieblum ein.
Wann kann ich in Rente gehen? Was bleibt am Ende tatsächlich übrig? Wie werden Kindererziehungszeiten berücksichtigt, was gilt beim Hinzuverdienst – und was passiert, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr voll arbeiten kann? Fragen wie diese begegnen dem SoVD-Ortsverband Föhr-Amrum nach Angaben seiner Vorsitzenden Heike Zimmermann immer häufiger. Deshalb holt der Verband gemeinsam mit den Landfrauen der Insel am Samstag, 3. Oktober, einen Rentenexperten nach Föhr. Ab 16.30 Uhr informiert Rentenreferent Christian Schultz im Haus des Gastes in Nieblum bei freiem Eintritt über „Aktuelles zur Rente 2026“.
Dabei richtet sich die Veranstaltung ausdrücklich nicht nur an Menschen, deren letzter Arbeitstag bereits in Sichtweite ist. „So früh wie möglich“, antwortet Zimmermann auf die Frage, wann man beginnen sollte, sich mit der eigenen Altersvorsorge und Rente auseinanderzusetzen. Auch 30-Jährige könnten von dem Nachmittag profitieren – genauso wie Menschen, die kurz vor dem Renteneintritt stehen oder bereits Rente beziehen. Denn Veränderungen bei Rentenanpassungen, Altersrente oder Hinzuverdienst können unterschiedliche Generationen betreffen.
Zimmermann erlebt in ihrer Arbeit, wie groß die Verunsicherung inzwischen ist. „Was wird denen abgezogen? Was kriegen die überhaupt noch an Rente raus? Wie funktioniert das mit den Rentenpunkten?“, zählt sie einige der Fragen auf, mit denen Menschen an den SoVD herantreten. Andere wollten wissen, wie Kindererziehungszeiten berücksichtigt werden oder ob zusätzliche Vorsorge notwendig sei. „Also es ist wirklich gerade das Thema Rente.“
Auch Menschen aus ihrer eigenen Generation würden sich zunehmend Gedanken darüber machen, wie ihre finanzielle Situation später aussehen wird, berichtet die 52-Jährige. Genau deshalb wollte der Ortsverband keine Veranstaltung, bei der komplizierte Vorschriften lediglich vorgelesen werden. Mit Christian Schultz habe man einen Referenten eingeladen, der das Thema verständlich vermitteln könne. Zimmermann beschreibt ihn als „locker-flockig“ und hebt hervor, dass er Rententhemen so erkläre, „dass es auch jeder verstehen kann“.
Inhaltlich soll es unter anderem um aktuelle Änderungen im Rentenrecht, Rentenanpassungen, Altersrente, Erwerbsminderungsrente und Hinzuverdienst gehen. Gerade der letzte Punkt beschäftigt den SoVD nach Zimmermanns Angaben regelmäßig. Sie verweist dabei unter anderem auf Fragen rund um die Anrechnung von Einkommen bei Hinterbliebenenrenten. Der Verband setzt sich politisch für Veränderungen bestehender Regelungen ein.
Der Nachmittag soll deshalb auch keine reine Vortragsveranstaltung werden. Nach Zimmermanns Vorstellung wird ungefähr die Hälfte der Zeit der Information durch den Referenten gehören, die andere Hälfte dem Austausch mit den Besuchern. Eigene Fragen dürfen und sollen ausdrücklich mitgebracht werden.
Dabei zieht Zimmermann allerdings eine klare Grenze: Die Veranstaltung ersetzt keine individuelle Rentenberatung. Allgemeine Fragen – beispielsweise zu Voraussetzungen für bestimmte Rentenarten oder möglichen Abschlägen – könne Schultz einordnen und erläutern. Wenn es um einen komplizierten persönlichen Einzelfall geht, müsse dagegen individuell beraten werden.
Hier kann wiederum der SoVD weiterhelfen. Der Ortsverband Föhr-Amrum selbst organisiert neben Informationsveranstaltungen unter anderem Sommerfeste, Weihnachtsfeiern und Tagesausflüge. Für sozialrechtliche Beratung, Anträge oder Widersprüche steht das Beratungszentrum des SoVD-Kreisverbandes in Husum zur Verfügung. Wer zunächst wissen möchte, welche Unterstützung möglich ist, könne sich auch ohne Mitgliedschaft an Zimmermann wenden. Wird anschließend eine Beratung durch das SoVD-Beratungszentrum benötigt, ist eine Mitgliedschaft erforderlich.
Für den Informationsnachmittag am Samstag ist keine Eintrittskarte erforderlich und der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung wünschen sich die Veranstalter dennoch, um besser planen zu können. Im Haus des Gastes stehen nach Angaben von Zimmermann etwa 100 bis 120 Sitzplätze zur Verfügung. Wer spontan vorbeikommt, werde nicht grundsätzlich abgewiesen – bei entsprechend großem Andrang könne allerdings nicht garantiert werden, dass noch ein Sitzplatz frei ist.
Anmeldungen sind per E-Mail über so********@*eb.de oder in**@**************hr.de und auch per WhatsApp unter 015203640627 möglich. Los geht es am Samstag, 3. Oktober, um 16.30 Uhr im Haus des Gastes in Nieblum. Für die Veranstaltung sind ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden vorgesehen.
Dass der Termin überhaupt an einem Samstag stattfinden kann, erforderte zusätzliche Unterstützung. Schultz kommt aus Kiel und bietet entsprechende Termine laut Zimmermann normalerweise unter der Woche an. Weber Immobilien Föhr stellt deshalb für den Referenten eine Ferienwohnung für zwei Nächte zur Verfügung. Die Gemeinde Nieblum überlässt den Veranstaltern das Haus des Gastes kostenfrei, Getränke Tadsen unterstützt mit Getränken, die während der Veranstaltung zum Selbstkostenpreis angeboten werden.
Für Zimmermann ist der Nachmittag vor allem eine Gelegenheit, ein Thema anzugehen, das viele gern auf später verschieben. „Ich finde es so wichtig, dass man einfach mal ein bisschen den Kopf klar kriegt: Wie geht überhaupt die Zukunft weiter, was die Rente anbetrifft.“ Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft vor dem Samstag: Mit der eigenen Rente muss man sich nicht erst beschäftigen, wenn der letzte Arbeitstag unmittelbar bevorsteht.
Foto: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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