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Lars Das in der heutigen Zeit gemeinsam auf einer Insel wie Föhr geht ist lobenswert und ihr habt unseren Respekt!! Liebes Team vom Radiosender und von der Zeitung ganz großartig . Und diese Kombi aus gemeinsamen Artikel und dann die Interviews zum Hören macht das Paket noch stärker und seitdem kaufen wi Iris Christiansen Ocke Hansen - Südstrand von Wyk Das Interview über Macani ist so schön geworden :-) MaxI Haben gesehen ihr macht mit dem Inselboten jetzt anscheinend etwas zusammen. Endlich , wurde auch Zeit und längst überfällig. Gefällt uns sehr gut also glückwunsch zu diesem Entschluss (Anm. Admin - wir freuen uns, das es euch gefällt)

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Rotarische Vagabunden auf Föhr: 30 Rotarier entdecken die Insel mit zwölf Wohnmobilen

todaySeptember 15, 2026 195 19 5

Hintergrund
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Mit zwölf Wohnmobilen auf die Lieblingsinsel: Warum 30 Rotarier Föhr fünf Tage lang ganz besonders kennenlernen wollten

Zwölf Wohnmobile, rund 30 Teilnehmer und fünf Tage Föhr: Die Rotarischen Vagabunden trafen sich in Utersum. Neben Inselkultur und Gemeinschaft unterstützten sie auch ein Projekt des Rotary Clubs Föhr.

Kaum war die Fähre erreicht, begann für die ersten Teilnehmer schon das Föhr-Gefühl: entspannen, ein Flens trinken, eine Bockwurst essen und die Überfahrt genießen. Wenig später standen zwölf Wohnmobile auf dem Stellplatz in Utersum, Föhrer Käse und frisch gepulte Krabben waren vorbereitet – und auch das „Föhrer Nationalgetränk“ Manhattan durfte zur Begrüßung nicht fehlen. Rund 30 Rotarier aus verschiedenen Teilen Deutschlands waren Ende August auf die Insel gekommen. Was zunächst nach einem gewöhnlichen Wohnmobiltreffen klingen könnte, war allerdings weit mehr als das. Zu Gast waren die „Rotarischen Vagabunden“, eine Gemeinschaft innerhalb von Rotary, deren Mitglieder seit mittlerweile 20 Jahren ihre rotarische Verbundenheit mit der Leidenschaft für Reisen im Wohnmobil verbinden.

Unsere Redaktion war am 31. August beim Auftakt in Utersum dabei und traf Sylvia Reyers und Berndt Kruse, die das fünftägige Föhr-Programm organisiert hatten, Chrissy Klinke-Götz, Präsidentin der Rotarischen Vagabunden, sowie Meik Battermann, den amtierenden Präsidenten des Rotary Clubs Föhr. Zwischen Wohnmobilen, friesischen Spezialitäten und dem ersten Manhattan wurde schnell deutlich: Bei diesen Reisen geht es nicht nur darum, gemeinsam neue Orte zu entdecken. Viele der Teilnehmer kennen sich seit Jahren, haben gemeinsam einen erheblichen Teil Europas bereist – und unterstützen dort, wo sie zu Gast sind, immer wieder soziale oder gemeinnützige Projekte.

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Eine Föhr-Liebe, aus der eine gemeinsame Reise wurde

Dass die Rotarischen Vagabunden ausgerechnet in Utersum Station machten, hatte viel mit Sylvia Reyers zu tun. Seit fünf Jahren gehört sie selbst zur Gemeinschaft und ist Föhr bereits wesentlich länger verbunden. Seit mehr als 20 Jahren kommt sie auf die Insel und bezeichnet sie inzwischen als ihre Lieblingsinsel. Irgendwann entstand daraus die Idee, diese Begeisterung mit ihren rotarischen Freunden zu teilen. „Ich bin sehr verliebt in die Insel Föhr“, erzählt Reyers. Gemeinsam mit ihrem Partner Berndt Kruse stellte sie deshalb ein Programm zusammen, das den Gästen in fünf Tagen möglichst unterschiedliche Seiten der Insel zeigen sollte. Zwölf Wohnmobile kamen schließlich nach Utersum. Weil sich weitere Teilnehmer in Pensionen und Hotels einquartierten, wuchs die Reisegruppe auf insgesamt rund 30 Personen.

Die Gastgeber wollten ihren Freunden dabei nicht einfach die klassischen Sehenswürdigkeiten zeigen. Im Mittelpunkt sollte vor allem die friesische Lebensart stehen. Schon der Empfang gab die Richtung vor: regionale Spezialitäten, Krabben, Föhrer Käse und Manhattan. Dass Kruse scherzhaft behauptete, die Krabben zuvor gemeinsam mit Reyers in nächtelanger Arbeit selbst gepult zu haben, sorgte bei der Runde ebenso für Gelächter wie die Frage, wie viel von dieser Geschichte wohl der Wahrheit entsprach. Das eigentliche Programm war dagegen tatsächlich ambitioniert. Eine Inselrundfahrt gehörte ebenso dazu wie der Besuch des Museums Kunst der Westküste, eine Fahrradtour durch die Inseldörfer und ein Abstecher zur Kirche in Süderende. Auf der Hinrichsen Farm in Dunsum standen Landwirtschaft und Whisky im Mittelpunkt, beim Weingut Waalem wiederum Weinbau mitten im Wattenmeer. Gemeinsame Restaurantbesuche und reichlich Zeit für gutes Essen gehörten ebenfalls dazu. Schon am ersten Abend ging es zum Deich. Der Blick sollte von dort hinüber nach Amrum und Sylt gehen. Für Reyers gehörte gerade diese Mischung zusammen: Landschaft, friesische Kultur, regionale Besonderheiten, gutes Essen und vor allem gemeinsame Erlebnisse.

Was hinter den „Rotarischen Vagabunden“ steckt

Präsidentin Chrissy Klinke-Götz, die von ihren Freunden schlicht Chrissy genannt wird, erklärt die Idee hinter der Gemeinschaft so: Ihre Mitglieder sind Rotarier, die ein gemeinsames Hobby verbindet – das Reisen mit dem Wohnmobil. Organisiert sind sie als sogenannte Fellowship innerhalb der internationalen Rotary-Gemeinschaft. Solche Zusammenschlüsse gibt es für ganz unterschiedliche Interessen: vom Segeln über Motorräder bis zu Kochen und Wein. Bei den Rotarischen Vagabunden dreht sich eben vieles um das Reisemobil. Seit 20 Jahren gibt es die Gemeinschaft mittlerweile. Ihren Ursprung hat sie im Norden Deutschlands. Nach Angaben von Klinke-Götz gehören ihr heute rund 100 Mitglieder beziehungsweise etwa 50 Wohnmobile an. Über die Jahre seien bereits ungefähr 60 bis 80 gemeinsame Fahrten zusammengekommen. Manche Teilnehmer sind bei mehreren Reisen pro Jahr dabei.

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Genau dadurch sei aus dem gemeinsamen Hobby längst mehr entstanden. „Wir sind ein wirklich, wirklich netter Haufen“, sagt Klinke-Götz. Was das bedeutet, zeigt eine Geschichte, die sie beim Treffen in Utersum erzählt. Die ältesten Mitglieder der Gemeinschaft seien mittlerweile 94 Jahre alt und könnten selbst nicht mehr mit dem Wohnmobil an den Reisen teilnehmen. Nach zwei Jahrzehnten gemeinsamer Erlebnisse wollte die Gruppe aber nicht einfach ohne sie weiterziehen. Also wurde das Prinzip kurzerhand umgedreht: Die Wohnmobile fuhren zu ihnen nach Bremerhaven, damit die langjährigen Weggefährten weiterhin Teil der Gemeinschaft bleiben konnten. Auch Sylvia Reyers beschreibt, wie eng die Kontakte durch die Reisen geworden sind. Sie selbst sei mit Berndt Kruse häufig drei- oder viermal im Jahr bei gemeinsamen Unternehmungen dabei. Dadurch sehe man manche Freunde aus der Gruppe über das Jahr verteilt sogar häufiger als andere langjährige Bekannte. Für Klinke-Götz entstehen gerade während der gemeinsamen Fahrten besondere Gespräche. Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Regionen zusammen, erzählen von schönen Entwicklungen, aber auch von Krankheit oder persönlichen Herausforderungen. Man erfahre voneinander Dinge, die in einer kurzen Begegnung möglicherweise nie zur Sprache kämen. Entsprechend groß sei jedes Mal die Wiedersehensfreude, wenn die Wohnmobile aus verschiedenen Richtungen wieder an einem gemeinsamen Ziel eintreffen.

Reisen und gleichzeitig etwas auf der Insel hinterlassen

Bei aller Geselligkeit spielt der rotarische Gedanke auch unterwegs eine wichtige Rolle. Klinke-Götz bezeichnet ihn als Basis der Gemeinschaft: Ohne Rotary gäbe es auch die Rotarischen Vagabunden nicht. Deshalb gehört es zu den Reisen, Projekte an den jeweiligen Orten kennenzulernen und nach Möglichkeit zu unterstützen. Auf Föhr gab es bereits beim Empfang einen konkreten Beitrag. Die Rotarischen Vagabunden überreichten dem Rotary Club Föhr eine Spende über 400 Euro. Präsident Meik Battermann erklärte unserer Redaktion, dass das Geld in die geplante Restaurierung des Friedrich-VI.-Denkmals zwischen Wyk und Nieblum fließen soll. Das Projekt hatte Battermann von seinem Vorgänger übernommen. Das Denkmal blickt inzwischen auf eine rund 200-jährige Geschichte zurück, und die Arbeiten sollen nach Möglichkeit im Herbst abgeschlossen werden. Anschließend ist eine kleine Veranstaltung vorgesehen. Battermann möchte während seiner Amtszeit außerdem einen Schwerpunkt auf Sport und Inklusion legen. Für das Frühjahr seien dazu unter anderem Aktionen und ein Spendenlauf angedacht. Genau dieser Ansatz traf wiederum bei den Gästen einen Nerv. Klinke-Götz erinnerte an ein vorheriges Treffen der Rotarischen Vagabunden in Plau am See. Dort hatte der örtliche Rotary Club ein Inklusionsprojekt unterstützt, das Menschen mit Behinderung das Segeln ermöglicht. Auch die Vagabunden beteiligten sich damals. So verbindet die Gemeinschaft ihre Reisen mit dem Grundgedanken von Rotary: Menschen kennenlernen, Freundschaften pflegen und zugleich dort etwas beitragen, wo Unterstützung gebraucht wird.

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Aus fünf Tagen Föhr werden Erinnerungen, die länger bleiben

Dass die Stimmung beim Auftakt in Utersum ausgesprochen locker war, ließ sich kaum überhören. Als Meik Battermann erzählte, dass auch er mit einem Wohnmobil unterwegs sei, dauerte es nicht lange, bis ihm aus der Runde praktisch schon die Mitgliedschaft bei den Vagabunden angeboten wurde. Der Hinweis, sein Reisemobil sei möglicherweise etwas klein, wurde von Klinke-Götz kurzerhand beiseitegewischt: Das spiele keine Rolle – man werde ihn schon aufnehmen und auf ihn aufpassen. Es sind solche Momente, die erklären, warum sich die Mitglieder selbst als Vagabunden bezeichnen und teilweise seit vielen Jahren gemeinsam unterwegs sind. Das Wohnmobil bringt sie an neue Orte. Rotary schafft die Verbindung. Und aus den einzelnen Treffen sind Freundschaften entstanden, die längst über einen Stellplatz und ein paar gemeinsame Urlaubstage hinausgehen.

Für Sylvia Reyers wiederum war das Treffen auf Föhr auch etwas Persönliches. Mehr als 20 Jahre eigene Inselverbundenheit trafen für einige Tage auf eine Gemeinschaft, der sie selbst seit fünf Jahren angehört. Nun konnte sie ihren Freunden zeigen, warum sie immer wieder hierherkommt – vom Deichblick über friesische Kultur und Inseldörfer bis zu regionalen Produzenten. Und vielleicht brauchte es für die erste Erklärung gar nicht das gesamte fünftägige Programm. Am Nachmittag des 31. August standen die Wohnmobile in Utersum, die ersten Föhrer Spezialitäten waren verteilt, die Gastgeber vom Rotary Club Föhr waren da – und die Manhattan-Gläser ebenfalls. Ein ziemlich passender Anfang für fünf Tage „friesische Karibik“ mit den Rotarischen Vagabunden.

Fotos: Stefan Gaul

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Geschrieben von: admin

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