Inselradio Föhr Friesische Karibik für die Ohren
Viele Gäste und Insulaner haben sich gefragt, was derzeit am Teich „An De Meere“ in Nieblum passiert. Die Gemeinde lässt das stark verschlammte Gewässer ausbaggern und wieder herrichten. Künftig soll dort auch ein Springbrunnen für Bewegung im Wasser sorgen.
Kaum noch Wasser, dafür jede Menge Schlamm: Am Teich „An De Meere“ in Nieblum laufen derzeit umfangreiche Arbeiten. Die Gemeinde erklärt, warum ausgebaggert wird und was anschließend geplant ist.
Wer in den vergangenen Tagen am Park „An De Meere“ in Nieblum vorbeigekommen ist, dürfte die Arbeiten am dortigen Teich bereits bemerkt haben. Auch beim Inselradio Föhr sind dazu zahlreiche Nachfragen von Gästen und Insulanern eingegangen: Was passiert dort – und warum wird das Wasser aus dem bekannten Teich abgepumpt? Norbert Clausen, Vorarbeiter der Gemeinde Nieblum, erklärt, was dahintersteckt.
Der Zustand des Teiches hatte sich in der vergangenen Zeit deutlich verschlechtert. Das Wasser sei grün und abgestanden gewesen, berichtet Clausen. Vor allem aber habe sich über die Jahre so viel Schlamm angesammelt, dass in der Mitte teilweise nur noch rund zehn Zentimeter Wasser standen.
Ursprünglich wollte die Gemeinde dort unter anderem einen Springbrunnen installieren. Bei der Vorbereitung zeigte sich allerdings, dass die geringe Wassertiefe dafür nicht ausreicht. Deshalb wurde nun eine grundlegendere Reinigung notwendig.
„Heute haben wir das Wasser abgesogen und morgen Mittag geht das los mit Ausbaggern“, erklärt Clausen. Der Schlamm wird aus dem Teich geholt und zunächst unmittelbar vor Ort gelagert, damit das darin enthaltene Wasser ablaufen und das Material trocknen kann. Erst anschließend soll er abtransportiert werden. Damit möchte die Gemeinde zugleich verhindern, dass nasser Schlamm beim Transport auf die Straßen gelangt.
Hinter den Arbeiten steckt allerdings nicht nur die Optik des beliebten Parks. Der Teich hat nach Angaben Clausens auch eine Funktion für den Brandschutz. Für die Feuerwehr besteht dort eine entsprechende Möglichkeit zur Wasserentnahme. Durch die starke Verschlammung und den niedrigen Wasserstand sei diese zuletzt jedoch nicht mehr wie vorgesehen nutzbar gewesen.
Nach dem Ausbaggern soll sich der Teich wieder auf natürliche Weise mit Wasser füllen. „Das ist ja Grundwasserspiegel. Das sollte eigentlich kein Problem sein“, sagt Clausen. Ziel sei anschließend wieder ein sauberer und ausreichend tiefer Teich im Herzen Nieblums.
Mit dem Ausbaggern ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Für den Teich hat die Gemeinde bereits einen Springbrunnen mit schwimmender Konstruktion besorgt. Dieser soll nach Abschluss der Arbeiten eingesetzt werden und künftig für Bewegung im Wasser sorgen. Und Clausen hat bereits das kommende Jahr im Blick. Wenn der Teich wieder ausreichend tief und mit Wasser gefüllt ist, soll dort nach seinen Worten auch wieder Tauziehen möglich sein. „Nächstes Jahr können wir da Tauziehen machen und einen Springbrunnen haben wir auch besorgt“, sagt er.
Damit ist auch die Frage beantwortet, die in den vergangenen Tagen viele Gäste und Insulaner beschäftigt hat: Der Teich „An De Meere“ verschwindet nicht. Im Gegenteil – er wird entschlammt, wieder ausreichend tief gemacht und neu hergerichtet. Danach soll sich das Gewässer auf natürliche Weise wieder mit Grundwasser füllen.
So bekommt der bekannte Treffpunkt mitten in Nieblum nicht nur sein Wasser zurück, sondern mit Springbrunnen und Tauziehen auch wieder das, was dort dazugehört: Leben rund um den Teich.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
An De Meere De Meere Föhr Gemeinde Nieblum Löschteich Nieblum Norbert Clausen Park Nieblum Springbrunnen Teich Nieblum
Die perfekte Begleitung für euren Nachmittag. Gute Musik, beste Unterhaltung und die passende Portion Inselgefühl bis zum Feierabend.
close
Beitrags-Kommentare (0)