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Zwei Jahre nach ihrer Eröffnung wurde die Wyker Mittelbrücke mit einem großen Fest, White Dinner, Live-Musik und zahlreichen Aktionen gefeiert.
Die Mittelbrücke in Wyk feierte ihren zweiten Geburtstag mit Minidisco, White Dinner, Live-Musik, DJ Manu und Aktionen in der Innenstadt. Erst kurz vor Schluss machten Stromausfall und Regen dem sommerlichen Brückenfest einen Strich durch die Rechnung.
Minidisco, Seifenblasen, Workshops in der Innenstadt, das erste White Dinner in Wyk, Live-Musik und ein DJ-Set bis in den späten Abend: Zwei Jahre nach ihrer Eröffnung ist die Mittelbrücke am Sonntag selbst zum Mittelpunkt eines großen Geburtstagsfestes geworden. Zahlreiche Besucher feierten auf und rund um eines der inzwischen beliebtesten Wahrzeichen der Insel. Das Wetter spielte lange mit – erst kurz nach 21 Uhr sorgten ein Stromausfall und anschließend kräftiger Regen für ein ungeplantes Finale. Unsere Redaktion war vor Ort, hat den Tag mit der Kamera begleitet und am frühen Nachmittag mit FTG-Geschäftsführer Jochen Gemeinhardt über einen Geburtstag gesprochen, der eigentlich gar kein klassisches Jubiläum war.
Zwei Jahre – normalerweise kein Geburtstag, zu dem gleich eine ganze Innenstadt zum Feiern eingeladen wird. Genau diese Frage habe die Föhr Tourismus GmbH (FTG) im Vorfeld häufiger gehört, erzählte Geschäftsführer Jochen Gemeinhardt im Gespräch mit unserer Redaktion. Seine Antwort fiel unkompliziert aus: „Warum nicht? Feste feiert man, wie sie fallen.“ Und der Zeitpunkt hätte zumindest am Nachmittag kaum besser gewählt sein können. Bei strahlendem Sonnenschein füllten sich Sandwall und Mittelbrücke, Gastronomen und Einzelhändler beteiligten sich mit eigenen Angeboten und schon vor dem eigentlichen Start des Bühnenprogramms herrschte rund um das Wyker Wahrzeichen reger Betrieb. Gemeinhardt sprach von einem „richtig schönen Miteinander“ und freute sich darüber, dass sich nicht nur die FTG, sondern mehrere Akteure aus der Innenstadt in den Geburtstag eingebracht hatten.
Genau dieses Miteinander sollte den Tag prägen. Während die einen bei einem Getränk am Sandwall das Sommerwetter genossen, warteten andere bereits gespannt auf den offiziellen Beginn des Programms. „Ich glaube, die lassen sich auch einfach treiben“, beschrieb Gemeinhardt die entspannte Atmosphäre am frühen Nachmittag. Für die FTG war der Geburtstag gleichzeitig eine Gelegenheit, Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln. Einige Dinge habe man bereits gesehen, die man beim dritten Geburtstag im kommenden Jahr möglicherweise anders machen werde. Veranstaltungen dieser Art entwickelten sich schließlich weiter – und manchmal seien es gerade die kleinen Angebote, die besonders gut angenommen würden.
Ab 16 Uhr gehörte die Mittelbrücke zunächst den Kindern. Maike Jensen alias „MaikeMoin“ eröffnete das Programm mit ihrer Minidisco und sorgte anschließend mit einer großen Seifenblasenaktion für Unterhaltung. Schon vor Beginn hätten Kinder gespannt gewartet, erzählte Gemeinhardt. MaikeMoin selbst sei mit glitzerndem Gesicht bereits startklar gewesen. Zwischen Musik, Seifenblasen und dem sommerlichen Blick über den Strand bekam der zweite Geburtstag damit zunächst einen ausgesprochen familiären Auftakt.
Doch gefeiert wurde längst nicht nur direkt auf der Mittelbrücke. Auch verschiedene Geschäfte in der Wyker Innenstadt hatten sich Aktionen einfallen lassen. Bei Mango konnten Besucher im Rahmen eines Schmuck-Workshops selbst kreativ werden, Uwe’s Bernsteintruhe bot Bernsteinschleifen an und bei der Augenweide drehte sich das Glücksrad mit kleinen Gewinnen. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte am Nachmittag Magier Ralf Gagel, der als Walking Act durch die Innenstadt zog und seine Zauberkunst direkt zu den Besucherinnen und Besuchern brachte. Gemeinhardt hatte sich selbst auf den Weg durch die Stadt gemacht und sich angeschaut, „was die Geschäfte so auf die Beine gestellt haben“. Dabei seien „echt tolle Sachen“ entstanden. Der Geburtstag sollte damit bewusst über die eigentliche Brücke hinausreichen und auch den Sandwall und die Innenstadt einbeziehen.
Auch kulinarisch mussten die Besucher nicht lange suchen. Rund um die Mittelbrücke gab es verschiedene Angebote für den kleinen und größeren Hunger. Das Team der Confiserie Föhr sorgte unter anderem für die passenden Kaltgetränke, dazu kamen der Lütt Mats und ein Crêpes-Stand. So entwickelte sich rund um die Brücke über den Nachmittag hinweg eine kleine Festmeile, bei der Familienprogramm, Innenstadtaktionen, Gastronomie und später auch die Musik ineinander übergingen. Gerade diese Mischung war auch für Gemeinhardt ein wichtiger Bestandteil des Tages. Für die FTG sei die Sommersaison ohnehin von zahlreichen Veranstaltungen geprägt. „Wir haben ja aktuell wirklich jeden Tag eine Veranstaltung“, sagte der Tourismuschef. Genau dafür sei die Saison aber auch da: „Dafür sind wir da, um es den Gästen hier schön zu machen.“ Beim Brückengeburtstag kam hinzu, dass sich viele Betriebe mit eigenen Ideen beteiligten und die Veranstaltung dadurch nicht allein auf das Programm der Tourismusgesellschaft beschränkt blieb.
Ab 18 Uhr bekam das Fest schließlich ein ganz anderes Bild. Neben der Mittelbrücke fand erstmals in Wyk ein White Dinner statt. Ganz in Weiß gekleidete Teilnehmer konnten an den gedeckten Tafeln Platz nehmen, ihr selbst mitgebrachtes Essen auspacken und den Abend unmittelbar am Strand verbringen. Eine Anmeldung war nicht notwendig – und schon am frühen Nachmittag hatte Gemeinhardt bei seinem Rundgang durch die Stadt erste Menschen getroffen, die ihm erzählten, dass sie sich für das White Dinner fertig machen würden. Für den FTG-Geschäftsführer war das ein besonders spannender Programmpunkt, denn ein White Dinner hatte es in Wyk in dieser Form bislang noch nicht gegeben. Parallel dazu übernahm Tone Fish den musikalischen Teil des frühen Abends. Damit wandelte sich die Atmosphäre auf der Mittelbrücke langsam vom Familiennachmittag zum sommerlichen Abendprogramm: weiße Tafeln am Strand, Live-Musik auf der Brücke und zahlreiche Besucher, die zwischen Sandwall und Veranstaltungsgelände unterwegs waren.
Ab 20 Uhr übernahm schließlich DJ Manu von Föhr und sollte den zweiten Geburtstag musikalisch bis 22 Uhr ausklingen lassen. Eine gewisse Unsicherheit hatte es schon Stunden vorher gegeben. Ausgerechnet für den Abend war Regen angekündigt worden. „Wir hoffen nur, dass das Wetter hält“, sagte Gemeinhardt im Gespräch mit dem Inselradio noch am Nachmittag. Sein größter Wunsch für den Abend: Am Ende sagen zu können, dass alle zufrieden waren – und es nicht geregnet hatte. Zumindest für einen großen Teil des Geburtstags sollte dieser Wunsch in Erfüllung gehen. Bis kurz nach 21 Uhr spielte das Wetter mit und die Feier konnte weitgehend wie geplant stattfinden. Dann bekam der Abend allerdings doch noch seine ganz eigene Wendung.
Zunächst sorgte ein kleiner Stromausfall für eine unfreiwillige Unterbrechung des DJ-Sets. Für rund 15 Minuten war Schluss mit der Musik. Doch das Problem konnte behoben werden und DJ Manu machte anschließend weiter. Viel Zeit zum Durchatmen blieb allerdings nicht: Kurz darauf setzte stärkerer Regen ein. Nach einem langen sommerlichen Nachmittag und Abend öffnete der Himmel schließlich doch noch seine Schleusen. Nach und nach leerte sich dadurch die Mittelbrücke. Viele Besucher machten sich auf den Heimweg oder suchten einen trockenen Platz. DJ Manu ließ sich davon jedoch nicht ausbremsen. Nachdem der Strom wieder da war, zog er sein Programm trotz des Regens bis zum geplanten Ende um 22 Uhr durch. So endete der zweite Geburtstag der Mittelbrücke zwar deutlich nasser, als er begonnen hatte – aber eben auch mit Musik bis zum Schluss.
Unterm Strich blieb ein Tag, der gezeigt hat, welche Rolle die Mittelbrücke nur zwei Jahre nach ihrer Eröffnung bereits im Wyker Stadtleben spielt. Sie war an diesem Sonntag nicht nur Aussichtspunkt und Fotomotiv, sondern Bühne, Treffpunkt und Mittelpunkt einer Veranstaltung, die weit über die Brücke selbst hinausging. Familienprogramm, White Dinner, Live-Musik, Gastronomie und die Aktionen der Einzelhändler machten aus dem zweiten Geburtstag ein gemeinsames Fest rund um Sandwall und Innenstadt.
Und vielleicht passt gerade das etwas turbulente Finale zu Gemeinhardts Satz vom Nachmittag: Feste feiert man, wie sie fallen. Am Sonntag fiel dieses Fest zunächst in einen sonnigen Föhrer Sommertag – und am Ende eben doch noch in einen kräftigen Regenschauer. Die Musik lief trotzdem bis 22 Uhr.
Unsere Redaktion war beim zweiten Geburtstag der Mittelbrücke mit der Kamera vor Ort. Hier kommt unsere große Bildergalerie mit zahlreichen Eindrücken vom Fest.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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