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Wie hier in Kiel hatten Beschäftigte im Sommer mit Streikaktionen ihren Forderungen Nachdruck verliehen. (Archivbild) Foto: Frank Molter/dpa
Kiel (dpa/lno) – Die rund 124.000 Beschäftigten im Einzelhandel in Schleswig-Holstein bekommen mehr Geld. Nach vier Verhandlungsrunden haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Handelsverband Nord auf einen Tarifabschluss geeinigt, wie die Gewerkschaft mitteilte.
Demnach erhalten die Beschäftigten rückwirkend zum 1. August drei Prozent mehr Entgelt und ab dem 1. Mai 2027 weitere zwei Prozent. In den unteren Entgeltgruppen und bei der Ausbildungsvergütung habe eine überproportionale Erhöhung erzielt werden können. Nach Verdi-Angaben wurde ein tariflicher Mindestlohn in Höhe von 14,20 Euro pro Stunde rückwirkend ab August und von 14,90 Euro ab Mai 2027 vereinbart. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 25 Monaten.
«Der Tarifabschluss in Schleswig-Holstein orientiert sich an den Abschlüssen anderer Tarifbereiche und wurde dennoch hart erkämpft», sagte Verdi-Verhandlungführer Bert Stach. Mit starken Streikaktionen hätten die Kolleginnen und Kollegen im Handel der Tarifkommission den Rücken gestärkt und damit diesen Tarifabschluss durchgesetzt.
Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Michael Fink, sprach von einer mehr als herausfordernden Tarifrunde. «Die Unternehmen sind dabei bis an die Grenze des Machbaren gegangen. Dennoch sind wir froh, dass es heute gelungen ist, eine für Arbeitnehmer und Arbeitgeber machbare Einigung erzielt zu haben.» Sie bietet beiden Seiten eine Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre.
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