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Kieler Hochschule wird erneut keine Exzellenzuniversität

todayOktober 2, 2026

Hintergrund
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Kiel (dpa/lno) – Die Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel ist erneut mit ihrer Bewerbung um den Titel Exzellenzuniversität gescheitert. Nach einem dreijährigen Auswahlprozess wurden die fünf neuen Exzellenzuniversitäten in Deutschland bekanntgegeben. Die CAU war nicht darunter.

Als neue Exzellenzunis gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) in Bonn die Universitäten Freiburg, Jena und Köln bekannt. Als Verbund sind zudem die Rhein-Main-Universitäten in Darmstadt, Mainz und Frankfurt am Main sowie die TU Dortmund und die Uni Bochum bei der Förderung neu dabei. 

«Die heutige Entscheidung ist für die CAU zunächst eine Enttäuschung», sagte Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Dorit Stenke (CDU). Doch schon mit dem erneuten Einzug in die Endrunde des Auswahlverfahrens sei der Kieler Uni «ein großer Erfolg gelungen».

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Uni profitiert dennoch von Bewerbungsprozess 

«Natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht», sagte der CAU-Vizepräsident Eckhard Quandt. Man habe die Bewerbung aber von Anfang an auch als Chance verstanden, die strategische Entwicklung der Universität voranzutreiben. «Vieles, was in diesem Prozess entstanden oder bereits angestoßen worden ist, bleibt für die CAU richtig und von Bedeutung.»

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Die Bewerbung habe Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Universität und darüber hinaus zusammengebracht, sagte Vizepräsidentin Catherine Cleophas. «Dabei sind neue Ideen und Kooperationen entstanden, aber auch Vertrauen, Kontakte und ein besseres Verständnis füreinander gewachsen.»

Vierte vergebliche Bewerbung seit 2005 

Für die Kieler Uni war es bereits die vierte gescheiterte Bewerbung seit 2005. Insgesamt hatten sich acht Universitäten und vier Verbünde auf die fünf neuen Exzellenzstandorte beworben.

Das Programm soll Spitzenforschung stärken und Hochschulen international sichtbarer machen. Exzellenzuniversitäten müssen sich alle sieben Jahre einer Überprüfung der Fördervoraussetzungen stellen. 

Jährlich stellen Bund und Länder im Rahmen der Exzellenzstrategie 687 Millionen Euro zur Verfügung. 75 Prozent der Förderung kommen jeweils vom Bund, 25 Prozent vom Land, in dem die Einrichtung ihren Sitz hat. Die neue Förderperiode beginnt am 1. Januar 2027 und läuft sieben Jahre.

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