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todaySeptember 16, 2026 171 28 5
Gemeinsam für saubere Föhrer Strände: Am 19. September können Einheimische und Urlaubsgäste in Wyk und Nieblum bei der großen „FLENS Küstenwette“ mit anpacken.
Föhr macht am 19. September bei der großen „FLENS Küstenwette“ mit. Von 10 bis 12 Uhr wird in Wyk und Nieblum Müll am Strand gesammelt. Schleswig-Holsteinweit sollen sich 10.000 Menschen am Coastal Cleanup Day beteiligen.
Zwei Stunden gemeinsam anpacken, Müll aus Sand und Spülsaum holen und damit Teil einer landesweiten Aktion werden: Am Samstag, 19. September, beteiligt sich Föhr an der „FLENS Küstenwette“. Zwischen 10 und 12 Uhr wird gleichzeitig an den Stränden in Wyk und Nieblum gesammelt. Mitmachen können Einheimische ebenso wie Urlaubsgäste. Das Ziel, das sich die Initiatoren zum zehnjährigen Bestehen der „FLENS StrandGut-Aktion“ gesetzt haben, ist durchaus ambitioniert: 10.000 Menschen sollen an diesem Tag in ganz Schleswig-Holstein gemeinsam für saubere Küsten sorgen.
Der Termin ist dabei nicht zufällig gewählt. Die Aktion findet am internationalen Coastal Cleanup Day statt, an dem weltweit Menschen losziehen, um Küsten, Strände und Ufer von Müll zu befreien. Auf Föhr wird daraus am kommenden Samstag eine Gemeinschaftsaktion an gleich zwei Orten. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst viele Säcke zu füllen. Die Teilnehmer sollen gleichzeitig erfahren, welche Folgen insbesondere Plastikmüll für Meer und Küste haben kann – und was sich zwischen natürlichen Bestandteilen des Spülsaums alles findet, was dort eigentlich nicht hingehört.
Wer auf Föhr mitmachen möchte, kann sich für einen der beiden Sammelpunkte entscheiden. In Wyk ist der Treffpunkt um 10 Uhr am Sandwall 38 vor dem Veranstaltungszentrum. In Nieblum treffen sich die Helfer am Surfstrand am Ende des Heidweges. Gesammelt wird an beiden Orten bis 12 Uhr. Eine vorherige besondere Ausrüstung ist nicht notwendig: Müllsäcke werden zur Verfügung gestellt, außerdem gibt es vor Ort einige Müllgreifer. Wer beim Sammeln Handschuhe benutzen möchte, sollte diese allerdings selbst mitbringen.
Begleitet werden beide Gruppen von Freiwilligen der Schutzstation Wattenmeer. Bevor die Teilnehmer ausschwärmen, gibt es eine kurze Einführung zum Thema Plastikmüll im und am Meer. Gleichzeitig erklären die Fachleute, was sich am Spülsaum entdecken lässt und welche Fundstücke dort auf natürliche Weise angespült werden. Damit soll aus der klassischen Müllsammelaktion zugleich eine kleine Entdeckungstour am Föhrer Strand werden. Gerade bei kleinen Kunststoffteilen zeigt sich schließlich häufig erst beim genaueren Hinsehen, wie viel menschengemachter Müll zwischen Muscheln, Pflanzenresten und anderen natürlichen Materialien liegen kann.
Die Föhrer Beteiligung wird von der Föhr Tourismus GmbH (FTG) begleitet. Für die Insel ist die Aktion nicht neu: In den vergangenen Jahren hat Föhr bereits regelmäßig bei der „FLENS StrandGut-Aktion“ mitgemacht. Zum zehnten Geburtstag wird das Konzept nun deutlich größer gedacht. Die Flensburger Brauerei ruft Menschen entlang der schleswig-holsteinischen Küsten dazu auf, am selben Tag gemeinsam aktiv zu werden. Aus vielen einzelnen Sammelaktionen soll so ein sichtbares Signal für den Schutz von Nord- und Ostsee entstehen.
Warum Föhr wieder dabei ist, bringt Zag Below aus der Veranstaltungsabteilung der FTG auf den Punkt: „Die Küste ist für Föhr Lebensraum, Naturraum und ein wichtiger Teil unseres Urlaubserlebnisses.“ Deshalb habe man sich auch in den vergangenen Jahren gerne an der StrandGut-Aktion beteiligt. Nun hofft Below, dass am Samstag möglichst viele Menschen den Weg zu einem der beiden Treffpunkte finden: „Wir freuen uns, wenn auch dieses Jahr wieder viele Menschen auf Föhr mitmachen und wir so einen Beitrag zum Küstenschutz und auch zum Gelingen der ‚FLENS Küstenwette‘ leisten können.“
Gerade auf einer Insel wie Föhr bekommt die Aktion damit noch einmal einen besonderen Bezug. Strand und Wattenmeer sind nicht nur Kulisse für den Urlaub, sondern Lebensraum, Wirtschaftsgrundlage und für viele Insulaner ein Stück Heimat. Was achtlos weggeworfen oder über das Meer angespült wird, landet deshalb unmittelbar vor der eigenen Haustür. Die zwei Stunden am Samstag sollen zeigen, dass Küstenschutz auch ganz praktisch funktionieren kann: Müllsack nehmen, gemeinsam losgehen und einsammeln, was dort nicht hingehört.
Am Ende steht über dem Aktionstag dennoch eine große Zahl. 10.000 Helferinnen und Helfer möchte die Flensburger Brauerei bei ihrer Jubiläumsaktion landesweit mobilisieren. Ob diese Marke tatsächlich erreicht wird, zeigt sich erst nach dem Coastal Cleanup Day. Auf Föhr stehen dafür jedenfalls gleich zwei Strandabschnitte bereit – und teilnehmen kann jeder, der am Samstagvormittag zwei Stunden Zeit hat.
Dabei muss man weder Mitglied eines Vereins sein noch sich mit Meeresbiologie auskennen. Müllsäcke schnappen, mitlaufen und aufmerksam hinschauen reicht. Und selbst wenn Schleswig-Holstein die 10.000 am Ende verfehlen sollte, hat die Wette einen angenehmen Nebeneffekt, der sich ziemlich sicher erfüllen lässt: Was am Samstag in Wyk und Nieblum eingesammelt wird, kann anschließend weder am Föhrer Strand liegen bleiben noch zurück ins Meer gelangen.
Samstag, 19. September 2026, 10 bis 12 Uhr
Wyk: Treffpunkt Sandwall 38, vor dem Veranstaltungszentrum
Nieblum: Surfstrand, Ende Heidweg
An beiden Standorten begleitet die Schutzstation Wattenmeer die Aktion. Müllsäcke und einige Müllgreifer stehen zur Verfügung. Handschuhe sollten bei Bedarf selbst mitgebracht werden.
Fotos: Stefan Gaul
Geschrieben von: admin
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