Wie sich die Welt der Nachrichten verändert, zeigt die neue Ausstellung im Museum der Arbeit. (Symbolbild) Foto: David Hammersen/dpa
Hamburg (dpa) – Wie sich Nachrichten in Zeiten von Desinformation, künstlicher Intelligenz und sozialen Medien verändern, zeigt eine neue Ausstellung im Hamburger Museum der Arbeit. Die Schau «Nachrichten – News» beleuchte dabei nicht nur die Geschichte der Nachrichten, sondern auch die Arbeit der Menschen, die hinter den Nachrichten stehen, sagte Kuratorin Sandra Schürmann. Beide Perspektiven würden eingenommen: die der Nachrichtenproduzenten und der Nachrichtenkonsumenten.
Vor dem Hintergrund eines schwindenden Vertrauens in die Medien behandele die Ausstellung «topaktuelle Themen», sagte Museumsdirektorin Rita Müller. «Es geht um den Umgang mit Informationen, mit Nachrichten, es geht um Desinformation, Fake News, Glaubwürdigkeit, Vertrauen, es geht um Pressefreiheit und schließlich geht es auch um unsere Demokratie.»
Ausstellung zeigt Wandel der Nachrichten
Besuchern wird ab Dienstag im Museum der Arbeit ein Blick hinter die Kulissen verschiedener Medien und die Arbeit von Agenturen, Korrespondenten und Redaktionen geboten. Die interaktiven und multimedialen Angebote richten sich an alle Altersgruppen ab der neunten Schulstufe.
Die Nachrichten seien durch die Entwicklung des Internets, der sozialen Medien und nicht zuletzt der Künstlichen Intelligenz großen Verwerfungen unterworfen, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Presse-Agentur dpa, Peter Kropsch. «Nachrichten unterscheiden zu können – was sind Fakten, was ist Desinformation, wem kann ich vertrauen -, das ist eine Kulturtechnik, die in Zukunft noch viel, viel wichtiger werden wird.»
Die dpa unterstützt die Ausstellung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation, die 2024 in Berlin gestartet ist und im vergangenen Jahr in Frankfurt zu sehen war, mit zahlreichen Leihgaben – neben Nachrichtentechnik auch mit Pressefotos aus den vergangenen 77 Jahren.
Hamburgs Medienlandschaft im Blick
Neu ist in der Hansestadt ein besonderes Hamburg-Modul zur Bedeutung der Verlags- und Medienstadt. «Ich habe dafür mit elf JournalistInnen aus Hamburg gesprochen und sie gefragt, was ihre Arbeit auszeichnet, was sie motiviert, was sie gerade besonders umtreibt – sowohl in positiver wie auch in negativer Hinsicht», sagte Schürmann. Das Ergebnis kann der Besucher in einer Art multimedialem Stuhlkreis erleben.
Die Ausstellung im Museum der Arbeit ist noch bis Mitte Mai kommenden Jahres zu sehen. Anschließend soll sie in Nürnberg gezeigt werden.
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