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Der Seenotrettungskreuzer Theo Fischer brachte am Dienstag einen manövrierunfähigen Fischkutter mit vier Besatzungsmitgliedern sicher in den Hafen von Helgoland. Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS/Felix Kersten
Maschinenschaden auf hoher See: Rund 13 Kilometer nordnordöstlich von Helgoland konnte ein Fischkutter mit vier Besatzungsmitgliedern nicht mehr weiterfahren. Bei kräftigem Wind und bis zu zwei Meter hohen Wellen rückte der Seenotrettungskreuzer Theo Fischer aus. Nach mehreren Stunden erreichte das Fischereifahrzeug sicher den Hafen.
Für die vierköpfige Besatzung eines Fischkutters aus Greetsiel endete die Fangreise am Dienstag, 20. Oktober 2026, anders als geplant. Rund sieben Seemeilen nordnordöstlich von Helgoland war die Antriebsanlage des etwa 22,5 Meter langen Fischereifahrzeugs ausgefallen. Der Kutter war nicht mehr manövrierfähig und auf Hilfe angewiesen. Gegen 9.30 Uhr meldete sich die Besatzung bei der Rettungsleitstelle See der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen.
Die Seenotretter alarmierten daraufhin den Seenotrettungskreuzer Theo Fischer, der erst kurz zuvor auf Helgoland eingetroffen war. Das Schiff vertritt dort vorübergehend den normalerweise stationierten Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede. Für die Besatzung der Theo Fischer ging es unmittelbar nach der Ankunft wieder hinaus auf die Nordsee.
Die Bedingungen auf See waren anspruchsvoll. Südöstlicher Wind der Stärke 6, in Böen bis Stärke 7, sorgte für anderthalb bis zwei Meter hohe Wellen. Gegen 10.45 Uhr erreichten die Seenotretter den Fischkutter und konnten eine Schleppverbindung herstellen. Anschließend begann die Rückfahrt gegen Wind und Wellen in Richtung Helgoland.
Für die Einfahrt in den Südhafen änderten die Seenotretter schließlich ihre Vorgehensweise. Ab der Nebeninsel Düne nahmen sie den Kutter für das letzte Stück längsseits, um ihn besser durch die Hafeneinfahrt manövrieren zu können. Gegen 13 Uhr war der Einsatz erfolgreich beendet: Der Fischkutter lag sicher im Hafen von Helgoland.
Die Ursache für den Schaden an der Antriebsanlage ist bislang ungeklärt. Angaben über Verletzte machte die DGzRS nicht.
Geschrieben von: admin
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