Der frühere EZB Präsident Mario Draghi erhält den Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung. (Archivbild) Foto: Henning Kaiser/dpa
Hamburg (dpa) – Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) und ehemaliger italienische Ministerpräsident Mario Draghi erhält in diesem Jahr den Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung. Er habe einen herausragenden Beitrag zur politischen und wirtschaftlichen Einheit Europas geleistet, teilte die Wochenzeitung «Die Zeit» mit. Der Förderpreis gehe an die gemeinnützige Organisation Elman Peace and Human Rights Center. Die mit jeweils 20.000 Euro dotierten Auszeichnungen sollen am 6. Dezember im Deutschen Schauspielhaus Hamburg übergeben werden.
Draghi steuerte Eurozone durch schwere finanzielle Krise
Als EZB-Präsident habe Draghi die Eurozone sicher durch eine schwere finanzielle Krise gesteuert, begründete die Jury ihre Entscheidung. Und als Ministerpräsident Italiens wiederum habe er eine politisch gespaltene Nation zusammengehalten und habe sich gegen den wachsenden Nationalismus und Populismus gestemmt. «Nach dem Ende seiner Amtszeit hat er mit dem Bericht über die Zukunft der europäischen Wettbewerbsfähigkeit Wege aufgezeigt, wie die Europäische Union sich in der Konkurrenz mit den Weltmächten USA und China behaupten kann», erklärte die Jury.
Das somalische Elman Peace and Human Rights Center werde für seinen besonderen Einsatz zur Friedensförderung und Versöhnung in dem vom Krieg zerrütteten Land geehrt. So setze sich das Zentrum unermüdlich für die Rehabilitation und Wiedereingliederung ehemaliger Kämpfer, insbesondere von Kindersoldaten, ein.
Zentrum hat Mut und Mitgefühl bewiesen
Zudem leiste es gemeinsam mit «Sister Somalia» einen unschätzbaren Beitrag zur Unterstützung der Opfer sexueller Gewalt. «Das Elman Peace and Human Rights Center hat Mut und Mitgefühl bewiesen, indem es den Opfern des Krieges geholfen und Mädchen und Frauen dabei unterstützt hat, ein Leben in Freiheit, Würde und Selbstbestimmung zu führen», erklärte die Jury.
Der Marion-Dönhoff-Preis der Zeitung «Die Zeit», der Zeit Stiftung Bucerius sowie der Marion Dönhoff-Stiftung wird in diesem Jahr zum 24. Mal vergeben. 2025 hatte ihn das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erhalten.
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