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Notfallreform in Deutschland: Rettungsorganisationen schlagen Alarm

todayOktober 21, 2026 158 92 5

Hintergrund
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Rettungsdienste schlagen Alarm: Acht Organisationen fordern Änderungen an geplanter Notfallreform

Rettungshubschrauber und Einsatzfahrzeuge vor dem Brandenburger Tor: Mit einer gemeinsamen Aktion in Berlin machen acht große Rettungs- und Hilfsorganisationen auf ihre Sorgen aufmerksam. Sie unterstützen die geplante Reform der Notfallversorgung grundsätzlich, warnen aber vor Problemen bei der Finanzierung und fordern mehr Mitsprache bei wichtigen Entscheidungen.

Vor dem Brandenburger Tor in Berlin haben acht große Rettungs- und Hilfsorganisationen gemeinsam ein deutliches Zeichen gesetzt. Unter dem Motto „Notfallversorgung sichern – Finanzierung verlässlich. Mitsprache verbindlich.“ machten sie auf dem Pariser Platz auf ihre Forderungen zur geplanten Reform der Notfallversorgung aufmerksam. Mit dabei waren zahlreiche Rettungsfahrzeuge und Rettungshubschrauber.

Die Aktion fand im Vorfeld der zweiten und dritten Lesung des Gesetzes im Bundestag statt. Die beteiligten Organisationen stehen nach eigenen Angaben für nahezu die gesamte medizinische Notfallversorgung in Deutschland. Ihr gemeinsames Ziel: Die Reform soll die Versorgung verbessern, darf aber die Einsatzbereitschaft der Rettungsdienste nicht gefährden.

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Gemeinsam für eine zukunftssichere Notfallversorgung: Vertreter verschiedener Rettungs- und Hilfsorganisationen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Sie fordern Nachbesserungen an der geplanten Notfallreform, um die Einsatzbereitschaft und Qualität der Rettungsdienste langfristig zu sichern. Foto: Wolf Lux/DRF Luftrettung

Finanzierung und Mitsprache stehen im Mittelpunkt

Bereits bei der ersten Anhörung des Gesetzentwurfs im Bundestag am 9. September hatten die Organisationen in einem gemeinsamen Positionspapier Nachbesserungen gefordert. Zwei Punkte stehen dabei besonders im Mittelpunkt.

Zum einen verlangen sie klare gesetzliche Regelungen für eine verlässliche Finanzierung der Notfallrettung. Denn Rettungsdienste müssen rund um die Uhr einsatzbereit sein – unabhängig davon, wie viele Einsätze tatsächlich stattfinden. Die Organisationen wollen sicherstellen, dass diese besonderen Anforderungen bei der künftigen Finanzierung ausreichend berücksichtigt werden.

Zum anderen geht es um die Mitsprache bei Entscheidungen. Die Organisationen fordern eine angemessene Beteiligung mit Stimmrecht in einem geplanten bundesweiten Fachgremium. Dieses soll künftig unter anderem Rahmenempfehlungen für die Notfallrettung erarbeiten.

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Ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung auf dem Pariser Platz in Berlin: Mit der gemeinsamen Aktion machen die Organisationen auf ihre Forderungen zur geplanten Notfallreform aufmerksam. Im Mittelpunkt stehen die Finanzierung der Notfallrettung und die Mitsprache bei politischen Entscheidungen. Foto: DRF Luftrettung

Auch DRF Luftrettung und Feuerwehrverband beteiligt

An der gemeinsamen Aktion beteiligten sich die ADAC Luftrettung, der Arbeiter-Samariter-Bund, der Deutsche Feuerwehrverband gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, das Deutsche Rote Kreuz, die DRF Luftrettung, die Johanniter-Unfall-Hilfe mit der Johanniter Luftrettung sowie der Malteser Hilfsdienst. Unterstützung erhielten sie vom Deutschen Städtetag und vom Deutschen Landkreistag.

Die Organisationen betonen, dass ein leistungsfähiger Rettungsdienst auch künftig ausreichend Fachkräfte gewinnen, hohe Qualitätsstandards erfüllen und jederzeit einsatzbereit sein müsse. Dafür brauche es nicht nur eine gesicherte Finanzierung, sondern auch die Einbindung derjenigen, die täglich Verantwortung für die Notfallversorgung übernehmen.

Die Botschaft aus Berlin ist damit eindeutig: Die Reform wird grundsätzlich unterstützt – bei Finanzierung und Mitspracherechten sehen die Rettungsorganisationen jedoch weiterhin dringenden Nachbesserungsbedarf.

Über den Autor*in

Porträt von Stefan Gaul

Stefan Gaul

Reporter & Redaktion | Inselradio Föhr

Stefan Gaul berichtet für Inselradio Föhr und in Kooperation als freier Mitarbeiter für den Insel-Boten über das Leben auf der Insel. Ob aktuelle Ereignisse, Veranstaltungen, Interviews oder Fotoreportagen – er ist dort unterwegs, wo Geschichten entstehen. Mit einem Gespür für Menschen und besondere Momente macht er das Inselleben in seinen Beiträgen erlebbar.

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Geschrieben von: admin

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