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Pokémon verbindet auf Föhr die Generationen: Mehr als 80 Kinder und Erwachsene waren in der Spitze beim Tausch- und Spieltag im Störtebeker in Wrixum dabei.
Mehr als 80 Kinder und Erwachsene kamen in der Spitze zum Pokémon-Tausch- und Spieltag ins Störtebeker in Wrixum. Organisiert hatten den Treff Stefan Peetz vom Wyker Schaukelpferd und Christian vom Störtebeker. Zum 30. Geburtstag von Pokémon trafen dabei aktuelle Karten auf echte Erinnerungsstücke aus den Anfangsjahren.
Karten wurden getauscht, Decks zusammengestellt, Partien gespielt und so manches seltene Sammlerstück ganz genau unter die Lupe genommen: Im Störtebeker in Wrixum drehte sich am Sonntag, 9. August, alles um Pokémon. Stefan Peetz vom Wyker Spielwarengeschäft Schaukelpferd und Christian Schmidt vom Störtebeker hatten zum Pokémon-Tausch- und Spieltag eingeladen – und trafen damit offenbar genau den richtigen Nerv. In der Spitze waren mehr als 80 Kinder und Erwachsene gleichzeitig im Restaurant unterwegs. Dass längst nicht mehr nur die jüngsten Pokémon-Fans dabei waren, hat einen besonderen Grund: Das Sammelkartenspiel begleitet inzwischen mehrere Generationen – und feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag.
Entstanden war die Idee für den Tausch- und Spieltag bereits einige Zeit zuvor. Stefan Peetz und Christian Schmidt wollten das Jubiläumsjahr zum Anlass nehmen, Pokémon-Fans auf Föhr an einem Ort zusammenzubringen. Dabei sollte es nicht ausschließlich ums Sammeln gehen: Karten tauschen oder kaufen, miteinander spielen, Goodies entdecken und vor allem andere Menschen treffen, die dieselbe Leidenschaft teilen – all das gehörte zum Konzept des Tages. Dass die Veranstaltung schließlich auf so große Resonanz stieß, überraschte die beiden Organisatoren durchaus positiv. Zeitweise waren mehr als 80 Kinder und Erwachsene im Störtebeker unterwegs. Während an einigen Tischen gespielt wurde, wechselten andernorts Karten ihre Besitzer. Dazu konnten die Besucher verschiedene vorbereitete Goodies sammeln. Vor allem die Mischung der Generationen machte deutlich, wie sehr sich Pokémon in den vergangenen drei Jahrzehnten verändert hat. Aus einem Spiel, das Ende der 1990er-Jahre vor allem Kinder begeisterte, ist für viele längst ein Hobby geworden, das sie bis ins Erwachsenenalter begleitet.
Für Stefan Peetz ist der 30. Geburtstag des Pokémon-Sammelkartenspiels gleichzeitig mit ganz persönlichen Erinnerungen verbunden. 1996 übernahm er das Spielwarengeschäft Schaukelpferd in Wyk – und erlebte damit die Anfänge der Pokémon-Begeisterung praktisch von Beginn an mit. Damals gehörten Kinder und Jugendliche, die gemeinsam ihre Karten sortierten und Spielstrategien ausprobierten, zum Bild vor dem Geschäft. Auch Christian war einer von ihnen. Als Schüler traf er sich dort mit Freunden, lernte die Regeln, stellte eigene Spieldecks zusammen und spielte mit anderen Pokémon-Fans. Peetz selbst war damals ebenfalls aktiv dabei. Vom Pokémon-Anbieter hatte er einen eigenen Spieltisch erhalten, und gerade in der Anfangszeit setzte sich der Geschäftsinhaber auch selbst dazu und spielte mit. Drei Jahrzehnte später standen Stefan und Christian Schmidt nun gemeinsam hinter einer Veranstaltung, die genau dieses Gefühl wieder aufleben ließ – nur dass aus einem Teil der damaligen Kinder inzwischen Erwachsene geworden sind, die Pokémon bis heute treu geblieben sind.
Einen besonderen Schatz hatte Peetz am Sonntag selbst dabei: sein altes Pokémon-Deck aus dem Jahr 1996. Bei den heutigen Sammlern blieb das nicht lange unbemerkt. Die alten Karten zogen zahlreiche anerkennende Blicke auf sich und besitzen inzwischen teilweise einen entsprechenden Sammlerwert. Ohnehin ist das Sammeln längst zu einem wesentlichen Bestandteil des Pokémon-Phänomens geworden. Neue Editionen sind nach Peetz‘ Erfahrungen extrem gefragt. Im Schaukelpferd gebe es kaum einen anderen Artikel, bei dem die Nachfrage derart konsequent sei: Neue Pokémon-Ausgaben seien häufig praktisch unmittelbar ausverkauft. Selbst kleine Restbestände blieben nicht übrig. Dabei geht es längst nicht jedem Käufer darum, die Karten tatsächlich zum Spielen einzusetzen. Während einige Fans Decks zusammenstellen und gegeneinander antreten, interessieren sich andere vor allem für seltene Karten, bestimmte Editionen oder den Aufbau einer eigenen Sammlung. Beim Tausch- und Spieltag kamen diese unterschiedlichen Seiten des Hobbys zusammen.
Gerade die Altersmischung unter den Besuchern zeigte, warum Pokémon auch nach drei Jahrzehnten noch funktioniert. Kinder entdecken die Karten heute neu, während Erwachsene mit ihnen Erinnerungen an ihre eigene Schulzeit verbinden. Manche Eltern gehören inzwischen selbst zu jener Generation, die damals mit Pokémon aufgewachsen ist. Damit wurde der Sonntag im Störtebeker gleichzeitig zu einer kleinen Zeitreise. Wo früher Schüler vor dem Schaukelpferd saßen und sich gegenseitig die Regeln erklärten, trafen sich nun alte und neue Fans gemeinsam an den Spieltischen in Wrixum. Für Stefan Peetz schließt sich damit nach 30 Jahren gewissermaßen ein Kreis: Im selben Jahr, in dem er das Schaukelpferd übernahm, begann auch die Geschichte von Pokémon – und aus einem damaligen Trend ist ein Sammel- und Spielphänomen geworden, das bis heute neue Generationen erreicht.
Für die Organisatoren war am Ende aber nicht allein die Besucherzahl entscheidend. Besonders die Reaktionen während und nach der Veranstaltung bestätigten Stefan Peetz und Christian Schmidt darin, mit ihrer Idee richtig gelegen zu haben. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv gewesen. Zahlreiche Teilnehmer erkundigten sich bereits vor Ort danach, ob es einen weiteren Pokémon-Tausch- und Spieltag geben werde. Einen konkreten Termin für eine Wiederholung gibt es bislang zwar nicht – an Interesse dürfte es nach dem ersten Treffen allerdings kaum mangeln.
Mehr als 80 Pokémon-Fans gleichzeitig im Störtebeker, Karten aus den Anfangsjahren neben aktuellen Editionen und Erwachsene, die plötzlich wieder über ein Hobby ins Gespräch kommen, das sie bereits als Kinder begleitet hat: Der erste Pokémon-Tausch- und Spieltag auf Föhr zeigte vor allem eines – nach 30 Jahren ist die Begeisterung für die kleinen Sammelkarten auf der Insel noch lange nicht vorbei.
Fotos: Stefan Peetz
Geschrieben von: admin
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todaySeptember 14, 2026 71 23
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