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Das Amt Föhr-Amrum informiert über Vorsorgemaßnahmen und die gesetzlichen Pflichten bei der Rattenbekämpfung. Symbolbild: Pixabay
Wie lässt sich einem Rattenbefall vorbeugen, woran erkennt man mögliche Anzeichen und wer ist im Ernstfall zuständig? Das Amt Föhr-Amrum informiert über die gesetzlichen Vorgaben und gibt praktische Tipps. Auch die Wyker Stadtvertretung beschäftigte sich am Mittwochabend mit der Rattenbekämpfung im städtischen Kanalnetz.
Vorbeugen, frühzeitig erkennen und im Bedarfsfall richtig handeln: Darauf kommt es bei der Rattenbekämpfung an. In einer aktuellen Pressemitteilung informiert das Amt Föhr-Amrum darüber, welche Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sind und welche Pflichten Grundstückseigentümer bei einem festgestellten Befall haben.
Auch die Wyker Stadtvertretung beschäftigte sich in ihrer Sitzung am Mittwochabend mit dem Thema. Dabei ging es um die Rattenbekämpfung innerhalb der städtischen Kanalisation. Die Mitglieder stimmten der entsprechenden Beschlussvorlage einstimmig zu.
Bürgermeister Uli Hess erläuterte in der Sitzung, dass sich die Anforderungen an eine tierschutzgerechte Bekämpfung verändert haben. Zur Sprache kamen unter anderem moderne Verfahren zur gezielten Überwachung und Bekämpfung. Ein weiterer Punkt war die Entsorgung von Lebensmittelresten über die Toilette. Diese können in der Kanalisation unerwünschte Nahrungsquellen schaffen.
Das Amt empfiehlt, mögliche Nahrungsquellen möglichst konsequent zu vermeiden. Lebensmittel sollten sicher aufbewahrt, Abfälle in geschlossenen Behältern gesammelt und Essensreste nicht über die Toilette entsorgt werden. Auch bei Kompostplätzen und der Lagerung von Tierfutter ist Vorsicht geboten.
Darüber hinaus sollten mögliche Zugänge zu Gebäuden verschlossen werden. Beschädigte Durchtrittsstellen, Öffnungen oder andere bauliche Mängel können es Nagetieren erleichtern, in Gebäude einzudringen.
Wer einen möglichen Befall vermutet, sollte auf verschiedene Hinweise achten. Dazu gehören nach Angaben des Amtes dunkle, längliche Kotspuren, Nagespuren an Holz oder Kabeln sowie auffällige Laufspuren.
Auch beschädigte Lebensmittelverpackungen, Nester aus zerkleinerten Materialien oder ungewöhnliche Gerüche können Hinweise sein. Einzelne Anzeichen sollten sorgfältig geprüft werden, bevor weitere Maßnahmen eingeleitet werden.
Die Rattenbekämpfungsverordnung des Kreises Nordfriesland regelt die Zuständigkeiten. Wird ein Befall festgestellt, sind grundsätzlich die Eigentümer beziehungsweise gegebenenfalls die Besitzer der betroffenen Grundstücke verpflichtet, unverzüglich tätig zu werden.
Der Befall muss außerdem dem zuständigen Ordnungsamt gemeldet werden. Dabei sind auch sein Umfang und bereits ergriffene Maßnahmen anzugeben. Bei dringendem Verdacht kann die Behörde eine Überprüfung veranlassen. Falls erforderlich, können weitere Maßnahmen angeordnet werden.
Für die Bekämpfung dürfen ausschließlich zugelassene Mittel und Verfahren eingesetzt werden. Menschen und Haustiere dürfen dabei nicht gefährdet werden. Da für bestimmte Präparate ein Sachkundenachweis erforderlich ist, empfiehlt das Amt gegebenenfalls die Unterstützung durch einen Fachbetrieb.
Für Meldungen auf Föhr ist beim Ordnungsamt Anni Christiansen zuständig. Sie ist über die Telefonnummer 04681 5004-0 erreichbar. Auf Amrum ist Anke Delius Ansprechpartnerin.
Die Hinweise der Verwaltung sollen vor allem dabei helfen, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Vorsorge zu vermeiden. Auch die Beratungen in der Wyker Stadtvertretung standen im Zusammenhang mit einer sachgerechten und verantwortungsvollen Bekämpfung.

Reporter & Redaktion | Inselradio Föhr
Stefan Gaul ist mit Mikrofon, Kamera und Notizblock auf Föhr unterwegs. Als Gründer und Betreiber vom Inselradio Föhr berichtet er als Radiomoderator und Reporter über das Leben auf der Insel. Besonders am Herzen liegen ihm die Menschen und ihre Geschichten – von den kleinen Momenten des Alltags bis zu den großen Themen, die Föhr bewegen. Ein besonderes Interesse gilt auch der Blaulichtberichterstattung und der Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Seit 2026 schreibt er als freier Mitarbeiter für den Insel-Boten. Er ist überzeugt, dass sich durch die journalistische Zusammenarbeit noch aktueller und vielfältiger über das Geschehen auf den Inseln berichten lässt.
Geschrieben von: admin
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