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Nach dem Stromausfall in Nordfriesland dankt Landrat Florian Lorenzen den Einsatzkräften für ihre schnelle Hilfe. Das Archivfoto zeigt ihn bei der früheren Übergabe eines Notstromaggregats an die Freiwillige Feuerwehr Wyk auf Föhr. Foto: Stefan Gaul
Ein großflächiger Stromausfall hat am Sonntag, 18. Oktober, in Nordfriesland zahlreiche Einsätze ausgelöst. Zwei Brände, ein verletzter Feuerwehrmann und Menschen, die dringend auf eine funktionierende Stromversorgung für ihre medizinischen Geräte angewiesen waren, hielten die Einsatzkräfte in Atem. Landrat Florian Lorenzen dankte allen Beteiligten für ihren schnellen und besonnenen Einsatz.
Ein Stromausfall kann innerhalb weniger Minuten zu einer ernsten Gefahr werden – besonders dann, wenn Menschen auf elektrisch betriebene medizinische Geräte angewiesen sind. Genau diese Situation stellte Feuerwehren und Rettungsdienste am Sonntag, 18. Oktober, in Teilen Nordfrieslands vor besondere Herausforderungen. Während Einsatzkräfte zwei Brände bekämpften, musste andernorts die Stromversorgung für lebenswichtige Geräte sichergestellt werden. Auch der Katastrophenschutz des Kreises wurde vorsorglich aktiv.
Besonders gefordert waren die Freiwilligen Feuerwehren Friedrichstadt und Koldenbüttel. Sie löschten einen Brand im Umspannwerk Friedrichstadt sowie ein weiteres Feuer im Bürogebäude eines Unternehmens. Während der Einsätze wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Nähere Angaben zu den Brandursachen oder zum Ausmaß der Schäden machte der Kreis Nordfriesland zunächst nicht.
In der Gemeinde Drage wurde die Freiwillige Feuerwehr zu einem Einwohner gerufen, der auf ein Beatmungsgerät angewiesen ist. Um dessen Versorgung trotz des Stromausfalls sicherzustellen, stellten die Einsatzkräfte eine Notstromversorgung bereit.
Auch in einem Seniorenheim in Friedrichstadt war schnelle Hilfe notwendig. Dort benötigen Bewohnerinnen und Bewohner Sauerstoffgeräte, deren Betrieb durch den Stromausfall gefährdet war. Zunächst übernahm die Freiwillige Feuerwehr Tönning die Notstromversorgung, bevor die Friedrichstädter Wehr die Aufgabe fortführte.
Angesichts der Auswirkungen kam im Kreishaus die untere Katastrophenschutzbehörde zusammen. Ziel war es, frühzeitig mögliche weitere Maßnahmen vorzubereiten und den Kontakt zum Katastrophenabwehrstab des Landes Schleswig-Holstein sicherzustellen.
Auch bei der Kooperativen Leitstelle Nord in Harrislee machte sich die außergewöhnliche Lage bemerkbar. Wegen der hohen Zahl eingehender Notrufe musste das Personal kurzfristig aufgestockt werden. Gleichzeitig waren die Einsatzleitungen des Kreis-Rettungsdienstes vor Ort gefordert, die notwendigen Maßnahmen zu koordinieren.
Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen würdigte insbesondere das schnelle Eingreifen der Feuerwehren und die Zusammenarbeit der Rettungsdienste. „Ich bin den Einsatzkräften der vier Feuerwehren sehr dankbar für ihre schnelle und kompetente Arbeit. Mein Dank gilt ebenso den Einsatzleitern unseres Rettungsdienstes für die Koordination vor Ort und dem Rettungsdienst Schleswig-Flensburg für die reibungslose Zusammenarbeit“, erklärte Lorenzen.
Ausdrücklich hob der Landrat auch die Pflegekräfte in den betroffenen Senioreneinrichtungen hervor. Sie hätten trotz der angespannten Situation besonnen reagiert. In allen Einrichtungen sei die Lage ruhig und geordnet abgearbeitet worden.
Sein Dank richtete sich außerdem an die Mitarbeitenden der SH Netz AG. Dem Energieversorger sei es gelungen, einen Großteil der betroffenen Haushalte innerhalb weniger Stunden wieder ans Stromnetz anzuschließen. Auch die fortlaufende Information der Öffentlichkeit über die Entwicklung der Lage würdigte Lorenzen ausdrücklich. „Einen großen Dank schulden wir alle den helfenden Händen der SH-Netz AG, denen es in dieser herausfordernden Lage gelungen ist, einen Großteil der Haushalte innerhalb weniger Stunden wieder ans Netz zu bringen“, betonte der Landrat.
Der Stromausfall zeigte, wie schnell aus einer technischen Störung eine ernste Notlage werden kann. Für Menschen, deren Gesundheit von elektrisch betriebenen Geräten abhängt, zählt im Ernstfall jede Minute. Dass die notwendige Versorgung in den geschilderten Fällen sichergestellt werden konnte, war dem Zusammenspiel von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Pflegekräften und Energieversorger zu verdanken.

Reporter & Redaktion | Inselradio Föhr
Stefan Gaul berichtet für Inselradio Föhr und in Kooperation als freier Mitarbeiter für den Insel-Boten über das Leben auf der Insel. Ob aktuelle Ereignisse, Veranstaltungen, Interviews oder Fotoreportagen – er ist dort unterwegs, wo Geschichten entstehen. Mit einem Gespür für Menschen und besondere Momente macht er das Inselleben in seinen Beiträgen erlebbar.
Geschrieben von: admin
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