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Stürmische Tage stehen Föhr und Amrum bevor: Sturmtief „Austen“ bringt kräftigen Wind, Regen und möglicherweise schwere Sturmböen an die Nordseeküste. Foto: Stefan Gaul
Zum Ende der Herbstferien wird es auf Föhr, Amrum und an der gesamten Nordseeküste richtig ungemütlich. Sturmtief „Austen“ bringt ab Donnerstag kräftigen Wind, Regen und möglicherweise Gewitter. Zum Wochenende könnten einzelne Böen in exponierten Nordseelagen Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde erreichen. Die angekündigte Wetterlage hat bereits Auswirkungen auf den Schiffsverkehr.
Wer die letzten Tage der Herbstferien auf Föhr oder Amrum verbringt, sollte sich auf einen stürmischen Abschluss einstellen. Ein kräftiges Tiefdruckgebiet über dem Atlantik nimmt Kurs auf die Nordsee und sorgt ab Donnerstag (22. Oktober) für zunehmend unbeständiges Wetter. Nach den vorliegenden Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) müssen sich insbesondere die Nordseeinseln und die Küstenregionen Schleswig-Holsteins auf mehrere windige Tage einstellen. Neben kräftigen Schauern sind stellenweise auch Gewitter möglich.
Das Sturmtief mit dem Namen „Austen“ könnte zum Wochenende seine stärksten Auswirkungen entfalten. Für die Nordsee werden in exponierten Lagen schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde prognostiziert. Ob diese Spitzenwerte auch auf Föhr und Amrum erreicht werden, hängt von der weiteren Entwicklung und Zugbahn des Tiefdruckgebiets ab.
Bereits am Donnerstag zeigt sich der Himmel über den Inseln überwiegend stark bewölkt. Immer wieder ziehen Schauer durch, an der Nordsee sind vereinzelt auch Gewitter möglich. Die Temperaturen erreichen etwa 13 Grad. Dazu weht ein kräftiger Südwestwind, der an der Küste zunehmend stürmische Böen mit sich bringt. Besonders an offenen Strandabschnitten und auf den Deichen dürfte der Wind deutlich zu spüren sein. Zum Abend kann er vorübergehend etwas nachlassen, bevor sich die Wetterlage erneut verschärft.
In der Nacht zum Freitag dreht der Wind auf südliche bis südöstliche Richtungen. Bei Temperaturen um 10 Grad auf den Inseln bleibt es wechselhaft.
Am Freitag (23. Oktober) breitet sich von Westen erneut dichte Bewölkung mit Regen aus. Gleichzeitig nimmt der Wind an den Küsten wieder deutlich zu. Nach den aktuellen Vorhersagen sind Sturmböen bis Windstärke 9 möglich. Das entspricht Windgeschwindigkeiten von etwa 75 bis 88 Kilometern pro Stunde. Die Temperaturen bleiben mit rund 13 Grad vergleichsweise mild. Durch den kräftigen Wind dürfte es sich draußen allerdings deutlich kühler anfühlen.
Auch am Samstag setzt sich das unbeständige Wetter fort. Immer wieder ziehen Schauer über die Nordseeinseln hinweg. Der Wind bleibt stark bis stürmisch, während die Temperaturen nachts auf etwa 9 Grad sinken.
Eine nachhaltige Wetterberuhigung ist nach den bisherigen Prognosen auch für Sonntag (25. Oktober) nicht in Sicht. Vielmehr könnte der Wind an der Nordseeküste erneut deutlich auffrischen. Der DWD rechnet an den Küsten mit Böen der Windstärken 8 bis 9. Auf einzelnen Nordseeinseln sind sogar schwere Sturmböen der Stärke 10 möglich. Das entspricht Geschwindigkeiten von etwa 89 bis 102 Kilometern pro Stunde. In besonders exponierten Bereichen sind nach den überregionalen Prognosen auch noch höhere Windspitzen nicht ausgeschlossen.
Für Föhr und Amrum bedeutet das: Auch nach dem eigentlichen Ferienende könnte das Wetter ausgesprochen rau bleiben. Wie stark der Sturm die Inseln tatsächlich trifft, werden die weiteren Vorhersagen zeigen.
Die angekündigte Wetterlage hat bereits erste Auswirkungen auf den Schiffsverkehr in der Nordsee. Für Donnerstag wurden mehrere Verbindungen von und nach Helgoland abgesagt. Betroffen sind unter anderem die Katamarane „Nordlicht“ und „Halunder Jet“ sowie die Ausflugsschiffe „Adler Cat“ und „Funny Girl“. Teilweise werden Ersatzverbindungen angeboten.
Auch die Reederei Adler-Schiffe reagiert auf die Sturmprognosen: Die MS „Adler-Express“ beendet ihre Saison früher als ursprünglich geplant. Letzter Einsatztag auf der Strecke zwischen Nordstrand, Hallig Hooge, Amrum und Sylt ist bereits Freitag, 23. Oktober. Ab Samstag geht das Schiff in die Winterpause. Die Verbindung zwischen Föhr und Amrum mit der MS „Adler Rüm Hart“ soll dagegen weiterhin nach dem regulären Fahrplan bedient werden.
Ob es aufgrund des Sturms zu weiteren Einschränkungen im Schiffsverkehr kommt, bleibt abzuwarten. Reisende sollten sich deshalb vor der Abfahrt über die aktuellen Verbindungen informieren.
Angesichts der angekündigten Windgeschwindigkeiten empfiehlt es sich, lose Gegenstände auf Balkonen, Terrassen und in Gärten rechtzeitig zu sichern. Auch Strandspaziergänger sollten vorsichtig sein. Besonders an offenen Küstenabschnitten können starke Böen überraschend auftreten. Wer am Wochenende eine Schiffsreise plant, sollte mögliche Fahrplanänderungen einkalkulieren und sich rechtzeitig bei der jeweiligen Reederei informieren.
Fest steht: Der goldene Herbst legt auf Föhr und Amrum vorerst eine Pause ein. Statt ruhiger Strandtage stehen den Inseln mehrere Tage mit kräftigem Wind, Regen und möglicherweise schweren Sturmböen bevor.
Geschrieben von: admin
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todayOktober 22, 2026 171 127
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