Inselradio Föhr Friesische Karibik für die Ohren
Nord-SPD-Chef Ulf Kämpfer ist für das Festhalten an einer Doppelspitze der Partei. (Archivbild) Foto: Frank Molter/dpa
Hamburg (dpa) – Nach dem Rücktritt von SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat sich Schleswig-Holsteins Landesvorsitzender Ulf Kämpfer für eine erneute Doppelspitze ausgesprochen. Rückblickend sei es nicht richtig gewesen, dass beide Vorsitzende Teil des Bundeskabinetts waren, sagte Kämpfer auf «NDR Info». «Das sollte man jetzt nicht nochmal so machen.»
Der verbliebene Parteivorsitzende Lars Klingbeil sei «nach wie vor ein plausibler Kandidat», sagte Kämpfer. Es sei gut, dass es eine komplette Neuaufstellung geben werde und sich der Vorsitzende nicht als gesetzt gesehen habe. Am Ende gehe es darum, ob die beiden Personen gut zusammenpassten. Als denkbare Kandidatin nannte Kämpfer die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig.
«Die Last des Parteivorsitzes sollte nicht mehr allein auf den Schultern von Kabinettsmitgliedern liegen», sagte Kämpfer der Tageszeitung «Die Welt». «Die SPD braucht an dieser Stelle eine eigenständige Stimme, die klar und deutlich sagen kann, was die Partei will und was nicht, ohne dabei an die Kabinettsdisziplin gebunden zu sein.» Klingbeil müsste sich die Frage stellen, «ob er die Lust und die Kraft hat, in seiner Doppelrolle weiterzumachen».
Bas hatte am Montag ihren sofortigen Rücktritt als Arbeitsministerin und SPD-Chefin angekündigt. Sie begründete dies einerseits mit dem Tod ihrer Stieftochter, andererseits mit öffentlichen Angriffen gegen sie, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, der Union.
Ob Hammer oder Papier, Werkstatt oder Büro – wir begleiten euch mit guter Musik durch den Arbeitstag und schaffen kleine Urlaubsinseln für die Ohren.
close
Beitrags-Kommentare (0)